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ein zwiefaches entgegen, einmal, dasz érαœοvet“ in der vermeintlichen Bedeutung von ab- wehren d. h. durch Abwehr helfen nicht mit dem Genitiv, sondern mit dem Dativ der Person construiert wird; sodann(was auch die Lobecksche Erklärung trifft), dasz Ajas sich besonders in dieser seiner damaligen Situation schwerlich als rrouνν, noch viel weniger im Pluralis als roeeνes bezeichnen konnte. Das Unzulängliche seines Erklä- rungsversuchs scheint übrigens Lobeck selbst a. a. O. damit einzugestehen, dasz er im Vorbeigehen die Vermutung äuszert, es sei vielleicht für mεπαοσσόαιςονσν zu lesen: Eνν dοeσο⁹ς br, eine Conjectur, die sogar Schneidewin in die erste Auflage seiner Ausgabe des Ajas mit Verweisung auf Alcaeus fr. 15. 4 ½να⁴ιιες ⁴σ ηςςι 1ν⁴ο εεέενς, also in der Beo- deutung von Schutzwehr in den Text aufgenommen, darnach aber in der zweiten und dritten verbeszerten Auflage— der letzten seiner Hand— wieder aufgegeben, und sich vielmehr für Reiskes Conjectur wnuorch entschieden hat; wie schon vor ihm Wunder a. a. 0. S. 126„Wie Reiske viele treflliche Ronjecturen gemacht, so hat er auch hier — meint Wunder— allein geschen, wie der Dichter geschrieben hat, nämlich: 9ε 1, 9 10ν⁶υο ϑες⁶οορρσαα πmανμονυιν εέκmπιααοραρςσοQσ eAAd 1ν συ⁴αἀσεον.
Nur durch diese Aenderung erhalten wir den erforderlichen Gedanken, den Sprachge- setzen gemäsz ausgesprochen:„du, du allein, ich weisz es gewis, wirst die Schande von mir abwenden, darum tödte mich. Ihr, treue Freunde, sagt der von dem Gefühle seiner Schande gebrochene Ajas, werdet nicht dulden, dasz man euern Anführer in dieser Erniedrigung sche, sondern ihn selbst durch den Tod dem Aublicke der Sterblichen entziehen.”“ Und so wollte auch Schneidewin die Stelle verstanden wiszen:„der Chor ist für Ajas der einzige Retter in der Not in dem Sinne, wie die folgende Auf- forderung angiebt.“ Dem widerspricht aber die ganze Situation und Seelenstimmung des Ajas, wie sie der Dichter uns darstellt, offenbar. Der Anblick der Getreuen, der ein- zigen, die ihm, der von allen verlaszen ist, noch zur Seite stehen, verbreitet wirklich einen Lichtschimmer in die Nacht seines Lebens, aber nur einen rasch vorüber- gehenden. Dieser blitzschnelle Umschwung, dieses plötzliche Zurücksinken von einer Hoffnung,— die ihm aus der Gegenwart seiner treuen Genossen in früheren Helden- tagen auf einen Augenblick entgegenleuchtet—, in die dunkele Nacht des gegenwärtigen Unheils, das nicht mehr zu ändern ist, gchört recht eigentlich mit zu dem Charak- ter dieser Scene, in der es klar wird, dasz Ajas nirgends mehr eine Zufluchtsstätte hat, sondern dasz ihm nur der Selbstmord übrig bleibt. Dieser Auffaszung unserer Stelle entspricht auch das d44, durch welches eben der plötzliche Gegensatz mit dem Voraus- sehenden bezeichnet wird, unstreitig am besten; gerade wie weiter unten, als der blutige Leichnam des Ajas gefunden ist, und Tekmessa nun ihrer traurigen Zukunft im Sklaven-


