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erkannt, und dabei fehlt auch das Moment der Fluchempfindung nicht und schärft nicht wenig ihren Stachel, dasz es eine starke Hand ist, die den übermenschlichen Schlag mit dämonischer Macht auf das Haupt des Thäters führt.*) Nur in den Selbstrechtfertigungs versuchen des Oedipus im Rolonos kommt es vor, dasz die Erinnerung an den alten Groll der Götter gegen das Labdakidenhaus so zu sagen das Gewiszen des Oedipus erleichtert, statt zu beschweren. Da*) antwortet nämlich Oedipus auf die Vorwürfe, die ihm Rreon in Gegenwart des Theseus gemacht:„mit verbrecherischer Absicht habe er nichts gethan; was seine Person, sein eigenes Selbst, seinen eigenen Willen anlange, so könne ihn kein Vorwurf irgend einer Sünde treffen; wenn er dennoch in eine solche Tiefe des Unglücks Seraten; so werde der Grund davon wol bei den Göttern gesucht werden müszen, die von Alters her vielleicht wer weisz welchen Groll gegen das Geschlecht des Laios gehegt.“ Indessen wenn auch anderwäris viel tiefer und warhaftiger die eigne ö½ des Menschen als der Beweggrund erkannt wird„ der den Zorn der Gottheit veranlaszt und Zeus rächenden Blitzstral, re 2ioòs doονοαασννʒm herabruft, so ist doch darum, wie wir bereits mehrmals angedeutet haben, der Inhalt dieses Bewusztseins mit der Erkenntnis der vollen Warheit auf dem Lichtge- biet der Offenbarung keineswegs etwa völlig gleich zu achten; und es ist unseres Erachtens ein ganz verkehrtes, wenn auch noch so gut gemeintes Bemühen(wie es meist in dem Rinkschen Buch: die Religion der Hellenen und zum Theil wenigstens auch in den Lasaulxschen Abhand- lungen zum Vorschein kommt) dieheidnische Auschauung hier mit der christlichen zu identificieren. Wol sind die angeführten Stellen in ihrem Zusammenhange klare Zeugnisse, womit auch die Hei- den beweisen 1 ενυκν ν⁴αμο FOαmeστένν ουν ꝙτάἀχ‿ς ταοεας εκτιιν εμναόχτμοοοσν ⁴τιυνν τυν⁸ Gονέμ⁴⁶ναεμ 7⁴ ε⁴μεειασε ‿ι⁶ν τιιν¶q2τ⁊⁰νν 2.ινποοοdντιιυν τἀα tοο̈—νοιυνιέ̈νυν(Rom. 2. 13); wol hat jene Erkenntnis des göttlichen Zorns über die verletzten Gesetze für das hellenische Heidentum in gewisser Bezichung eine ähnliche pädagogische Bedeutung, wie das Gesetz des Alten Bundes im Allgemeinen, ein-rιαιαέeμ⁴σςοεςι μυοσοσν⁶ν zu sein; aber darum waltet doch noch ein groszer Unterschied zwischen beiden Seiten ob und es darf die Rluft nicht willkürlich
2— 4,..* 2 7„—„ 8 2 5 35 1. 1) So klagt Ajas, der eben 0G 2ετ dνοσάισιωοm—mw'ecs doreoy* 9eds exναωσ ινοσν(Aj. 773 f.) . 1 5„ 6 3 2„ 2727 1474——— 2 6 X— wiederholt 401.221⁴α mO ˖ 1I0 d12 αϊ mϑες 04ε⁹⁴οω αæςεε, 450 v ας ⁷οονσναυυινις *„„„ y„. 8 4 2 3„ 44*— G ασ⁶σοο ϑε— 201y.(Vgl. 952 10ναε Vnsᷣ 1 dεέινι ϑς HLældds goredet izac..) 2) Oed. Col 964 ff., wo die charakteristischen Worte lauten: 7εννονν(⁷νπ os„⁴ας ννροντν ρsoον, rdν eν νι τμυνεloναν eis„eνος α Srrε ετα αάτ⁴e ν ν d eν εςενεσοιςα εέιι⁴ο G„„ 1„44 2 1. Gεόςμ⁵αμς ⁶τνέμι⁴³oς ο⁴eν, νν Ʒτο 7„„ 1* 6 2 6 7 7&* 8 εαάν⁶σντ τς ϑ σμαάςοιτιαμαμυον
8) Electr. 1063.


