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1 (1856)
Entstehung
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Wie beim Meeressturm der brauszende Orkan die Woge erfaszt und mit Sturmesheulen Welle auf Welle gejagt, durch die schäumenden Wogen hinunter in die Tiefe dringt und aus dem dunkeln Meeresgrund den aufgewülten Sand ans Ufer wirft, dasz rings von der gewaltigen Brandung die Gestade erdröhnen: so wütet der Fluch, wenn er einmal das Haus eines sterblichen ergriffen, von Geschlecht zu Geschlecht, Weh häufend auf Weh, unaufhaltsam weiter stürmend fort, bis auf dem untersten Grund das letzte Glied des Hauses getroffen ist, und unter den erschütternden Schlägen auch das nahverwandte Hlaus erbebt.) So hat bekanntlich Sophokles in dem vielgeprieszenen Chorlied der Antigone diese fortwir- kende Gewalt des Fluches geschildert; und so mächtig hat ihn in diesem Moment die Gewalt dieser Thatsache ergriffen, dass er sogar das ganze Leben der sterblichen aller Orten (Heτα☚ιανν Ʒοοο τάαοις) im Gegensatz gegen den hellen Glanz des Göttersitzes und des Zeus, der in ewiger Jugend auf den heiteren Höhen des Olympos thront, unter der Gewalt dieses Fluches erblickt. Ein ähnlicher Ton ist in dem Chorlied im Oedipus Coloneus 1211 ff. angeschlagen: nie geboren zu sein ist das allerbeste; ist man aber geboren, schnell wieder dahin zu gehen, woher man gekommen, das zweitbeste; denn das Leben ist voll Leid, von-allen Seiten, wie das stürmische Gestade unaufhörlich von der Brandung gepeitscht wird, stürmt der nimmer weichende, ewig begleitende Fluch von allen Himmels- gegenden auf den unglücklichen ein; und von derselben Anschauung aus äuszert der Chor zur Antigone, als sie ihrer Strafe entgegengeht*) T.τσσςσ⁶ι εμle⁷ν˙ειςι τυ|ςων

wie andererseits Antigone selbst sowol in dem gleichnamigen Drama gleich von vorn herein das Bewusztsein ausspricht, dasz Zeus des Vaters Unheil bis auf den letzten Rest an ihnen schon vollzogen habe und noch vollziehen werde,) als auch im Oedipus Coloneus 1671 ausdrücklich als des Unglücks Ursache das παιπανG Ʒνμάντονιανα angiebt, und Polynices) seine Vertreibung der Erinys des Vaters zuschreibt. Es ist der eherne Tritt der Erinyen,*) der Fluch, der durch das Unglückshaus von Vater auf Sohn, von Generation zu Generation furchtbaren Schrittes unaufhaltsam weiter schreitet,) bis die Strafe vollzogen ist; des Vaters und der Mutter Fluch, der nach des Sehers erfüllter Verheiszung den unheilsvollen Sohn doppeltgeiszelnd aus dem Lande triebbis er nach langem Irrsal in dem Hain der Eumeniden

1) Antig. 582 ff.

2) Antig. 856.

5) Antig. 2 ff.

4) Oed. Col. 1299.

3) Electr. 491αᷣναουςσ Fouwvdg.

6) Oed. Tyr. 418. dεινσιαιαοωυασ dο..