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Eriebnisse dringt denn auch der entsprechende verzweiflungsvolle Wehruf wiederholt hervor: er ist doppelt verloren,“) und schreckt vor Angst empor; wenn ihm nur einer in diesem Elend die Brust durchbohrte, denn er ist vernichtet„*) und hat keine Existenz mehr; dasz doch sein letzter Tag erschiene, das Ziel seines Lebens, das nicht mehr zu ertragen ist. Und wenn Kreon auch zuletzt wie Oedipus beteuert, dasz er nicht mit Vorsatz beide getödtet,“) der Fluch der That wird darum nicht von ihm genommen; alles bricht ihm unter den Händen zusammen und stürzt in die Tiefen des Abgrunds, vom Schlag, der nach des Sehers Teiresias Verheiszung“) auf sein Haupt gefallen, kann ihn Niemand retten.
Aehnlich ists in des Dichters Trachinierinnen. Auch hier hat Deianira, wie dort Rreon, in ganz anderer Absicht gehandelt; das verhängnisvolle Gewand sollte etwas ganz anderes bewirken; aber nachdem nun einmal das giftgetränkte Rleid am Leibe des Gatten die gräszliche Zerstörung vollbracht hat, fällt der Fluch der That unabänderlich auf die Thäterin zurück. Als daher Hyllos am Schlusz der schrecklichen Schilderung von den Wir- kungen des Giftes an Herakles Leib, die Mutter als die schuldvolle Urheberin bezeichnet,*) und die strafende Gerechtigkeit, die rächende Erinys gegen sie aufruft, erkennt Deianira stillschwei- gend diesen Vorwurf an, so dasz sie endlich unter dieser Last zusammenbricht und dem Qual- gedanken an des Gatten Tod, den sie verschuldet, durch den Mord des eigenen Lebens ein Ende macht. Des Sohnes Klage, dasz er sie fälschlich als schuldig angeklagt, kommt nun zu spät.
Auch Ajas weiter hat ja im Wahnsinn das Beutevieh der Achäer geschlachtet, und könnte darum, als die Wahnsinns-Schatten gewichen und die Besinnung wiedergekehrt ist, sich wol entschuldigen mit Unzurechnungsfähigkeit im Augenblick der That. Aber gerade im Gegenteil, da erst, wo er wieder zur Besinnung gekommen, fällt die ganze Wucht der That auf ihn nieder, dasz er stönend und ächzend auf den geschlachteten Thieren zusammen- sinkt, und um der That willen das Leben nicht mehr ertragen kann. Auf diese Wahn- sinnsthat weist daher in der ergreifenden Ekkyklema-Scene,*) die uns den gefallenen Helden unter den geschlachteten Thieren vor Augen stellt, Ajas zunächst als auf das entsetzliche unerträgliche Ereignis seine Salaminier hin:
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1) Antig. 1288.
2) Antig. 1523 10„ 00 ½ dr.α ⁴μόόιον%υνO ₃ꝑtudéνα.
5) Anlig. 1540 f.
4) Antig. 1064 fl.
5) Trachin. 807 ff.
6) Vgl. meine Scenische Analyse des Sophocleischen Dramas Ajas Mastigophoros. Hersfeld 1830. S. 21 fl.
7) Aj. 351 f.


