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1 (1856)
Entstehung
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So stark und gewaltig wie im Rönig Oedipus aber kann sich der Fluch in den ü brigen Tragödien des Sophokles der Natur der Sache nach nicht offenbaren, da die oben ange- führten Momente, die eben in Oedipus That die höchste Sündenthat erkennen laszen, vereint wenigstens nirgends mehr vorhanden sind.

Verhältnismäszig am stärksten nächst dem Oedipus Tyrannos erscheint der Ausdruck der Pluchempſindung, die Schwere der Selbstanklage bei Kreon in der A ntigone. Die Unglücksthaten sind zwar nicht in dem Sinn, wie beim Rönig Oedipus eigenste Selbst- thaten des Königs; aber er hat sich doch wie Oedipus an den ungeschriebenen unverbrüch- lichen Gesetzen der Götter versündigt,*) er ist und bleibt der Urheber des dreifachen Selbstmordes. Antigone hat sich freilich selbst die seidene Schlinge um den Hals geschlungen,*) aber Rreon war es doch, der sie in das unterirdische Felsengemach verbannt und langsamem Tode preiszgegeben hat.) Hämon ferner stöszt sich mit eigener Hand das Schwert in die Brust, um mit und bei der Braut zu sterben;*) aber der die Braut dem Tod geweiht, hat damit auch ihm den Todesstosz gegeben;*) Eurydike endlich ist am Hausaltar gleichfalls durch selbstmörderischen Schlag gefallen,) aber Kreon, der dem Sohn den Tod gebracht, ist darum auch an ihrem Tode schuld.) So fällt demnach die ganze Schwere dieses drei- fachen Selbstmordes mit ihren zerstörerischen Folgen auf Rreons Haupt zurück, wenn er auch in keinem der drei Fälle selbst eigens Hand angelegt. Insofern wird also auch hier mit Recht von dem Fluch der Sündenthat und Sündens chuld die Rede sein können. Darum kann der Chor von Rreon sagen, als dieser seines Sohnes Leiche in den Armen hält, dasz er Od⁴ν d2⁴οπνοεασ ν§ο T6νο⁶ς εφνέχ, α αάτς d,⁴έαμ³e³) ja Rreon selbst bezeichnet sich geradezu als den Mörder,) und den Tod des Hämon als sein er GεναιιυνςƷυςιςέννsαμαονν uœrx, als durch seine dοεᷣouiar erfolgt,*) wie er sich andererseits auch des Mords der Eurydike schuldig bekennt.¹) Aus diesem Schuldbewusztsein angesichts der schrecklichen

1) Antig. 434 fl. 1068 fl. Darum die Warnung am Ende: I0* 0 ε8 1*ϑενν 1 ,dν ⅜ενατεεν. 2) Antig. 1220 ff. 3) Antig. 773 ff. 4) Antig. 12535 ff. 5) Antig. 1177. ο G 08 ⁴το(se. Ilulν 610ε) AOI AviG.ς eνπ. 6) Antig. 1282 f. 1301 f. 1315 f. 7) Antig. 1312 f. giebt der Exangelos diesz ausdrücklich als Eurydikes Vorwurf gegen KRreon an 9G Alτ‿⁴ασφε 700de 2deνπκνκμενυυν‿εε‿νν 00 ☚ᷣ αeο⁸σm 6rεοeσινο)l₃:?¹oον. 8) Antig. 1259 f. 9) Antig. 1264. arœeπςρνεαας. 10) Antig. 1262 u. gleich darauf 2œαes, dnedνονε euαœs odds Gaο dνεεοιtaς. 11) Antig. 1319α σσ ĩεα Eremυον)1⁴έεος e. 4