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In der Antwort auf Ismenes Botschaft ferner meint Oedipus, er habe sich in seiner Leiden- schaft im Verbältnis zu den Vergehungen viel zu hart bestraft,) während er als Rönig in Theben aufs tiefste von der vollen Congruenz der Strafe mit dem Vergehen durchdrungen ist: darum, weil seine mit Blindheit geschlagenen Augen damals nicht gesehen, was für Schande er erfahren und verübt, sollten sie in Zukunft nun auf immer des Lichtes beraubt in finstere Nacht versenkt sein und die nicht mehr sehen, die sie nie gesollt;*) die Hand, die den Vater erschlagen, schlägt sich in gerechter Vergeltung mit ewiger Blindheit, so dasz er auch im Hades augenlos erscheinen musz, denn wie könnt er dort zum Vater, den er ermordet und zur unglücklichen Mutter, an der er sich versündigt, die Augen jemals auf- schlagen 2) Auch in der kommatischen Partie sodann v. 510 ff., auf die wir gleich wieder zurückkommen werden, laszen sich solch beschönigende Stimmen hin und wieder aus Oedipus Munde vernehmen, dasz er das schlimmste„erfahren““*) nicht gethan(εmπιαιν, Od* 08⁴) und noch dazu dzw und 006» 269,G. Am auffallendsten aber tritt diesz Bestreben, sich schuldlos darzustellen, in der Erwiderung auf Kreons Rechtfertigung hervor, der sich vor Theseus auf seine Ueberzeugung beruft, dasz Athen, die dεοαmεςεoτατ μ⁴⁴νις⁵), einen Vater- mörder und Verfluchten, der mit der eigenen Mutter in heilloser Verbindung Rinder erzeugt, auf keinen Fall Aufnahme gewähren würde; das werde schon ihr Areopag nicht dulden;“) auch da) schiebt Oedipus fast wie in einer sorgfältig praemeditierten Vertheidigungsrede vor Gericht alles von sich: an sich treffe ihn keine Schande; wenn sein Vater durch Orakel- spruch erfahren, dasz er von seinem Sohne sterben werde,“) wie könne ihn ein Vorwurf treffen, der dazumal noch nicht geboren, und wenn er später dann seinen Vater im Hand- gemenge getödtet, wie könne man billiger Weise die unfreiwillig verübte That verurtei-
1) Oed. Col. 438 ff.„⁴.νκέααϊ ε⁴‿ασον τι ϑυ⁴μνν εάραρσρνυνιαα ⁴⁶οσι
116lG OAAoτν τανν τεενρνςsQj◻⁴³μαρμπμmναμεμυουνν.
2) Oed. Tyr. 1271 fl. 6⁴υeεαν νmηκ Ʒν◻αμντ⁶ ννν
00“ ol'&rαeςmy, 009 dνπαονι ερσ ναεκ‧, d⸗** Ʒν ανντε 1OιmQι⁶ιν ονς ⁴μέν ο 5de0 6+⁴ιαάς o0g d' εꝓνεοννέν od*σνυυισσιαεπαο.
5) Oed. Tyr. 1571 ff.
4) Oed. Col. 521. εᷣ ꝙνο αση⁴εασσι ⁶ ενοο, dτκάνν‿ ⁴μ̈ν dνεναν εds ioτ(nach der Verbeszerung von F. G. Schmidt in Klotz archiv XVII, p. 292) 10τvᷣy7B ⁴.ααοετον ο⁴eν(oder wie R. F. Hermann im Philol. IX, 3, p. 586 vorschlägt d' dαyοεroν 0⁴ ⁴εέ.
3) Oed. Col. 260(u. Reisig z. d. St.) 1125.
6) Oed. Col. 944 ff.
7) Oed. Col. 964 ff. J²νQκ dxcov, wie oben.
8) Vgl. Oed. Tyr. 711 ff.


