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Rinder zugleich sind, und den Fluch kann Niemand von ihnen nehmen, dasz ihr Vater sie mit der erzeugt, von der er selbst entsproszen ist; das ist ihres Lebens bitterer Stachel, den Niemand aus ihnen herauszureiszen vermag. Dadurch sind sie das εeν ⁶ άνο, das Oedipus erzeugt hat, wie ihm einst der Delphische Gott vorausgesagt.*) Dasz der NVater ohne es zu wiszen in solche Tiefe des Unglücks geraten, ändert auch hier an der unvertilg- baren Schmach ihres Daseins nichtsz es ist nun einmal so,— 10„6 qαlοεν επε dν duνu dνεννννπνπmeOηουμτς)— und sie werdens immer und immer wieder hören müszen; 16„ αεοαα Qαο
dud Bsqε, v Ti‿ονιαeν ⁷π οοοσʒσ
6 eν εο αταις oαμ εαν τιmυ ⁶σωπ
6*r⁶ακι υεμας dεο αντς eségu Dieses Brandmal, ihnen angeerbt mit der Geburt und mit ihrer Existenz aufs unzertrennlichste verwachsen, scheucht alle aus ihrer ſluchbeladenen Gemeinschaft fort und schneidet für die Zukunft jegliche Verbindung ab; wer wird es wagen, in und mit ihnen der Eltern Misse- that in sein Haus aufzunchmen, und des Unheils Rette in sein Geschlecht hinüberzuleiten? Denn es kann das Gift auch in das Blut eines anderen Geschlechtes übertragen werden, und auch hier seine verderblichen Wirkungen offenbaren, wie eine ansteckende Rrankheit den Tod aus einem Hause in das andere bringt.
Aber nicht blosz mit der Rinder Dasein ist die fluchbeladene Missethat unzertrennlich ver- hunden und in ihr ganzes Fleisch und Blut übergegangen, auch der Vater hat und zwar in bei weitem höheren Masze, die Sündenthat persönlich, mit seinem Leben unvertilgbar vereinigt in und an sich. Und eben darin dasz die fluchwürdige That mit dem Thäter so völlig zusammen- wächst und ihm so zu sagen diesen character indelebilis aufdrückt, liegt der dritte Grund, warum sich die Labdakidensage zur Darstellung dieses Fluchs der Sündenthat vor allen eignete. Im eigenen Blute, am eigenen Leibe trägt Oedipus mit sich herum, dasz er der Sohn des Laios ist, der von seinen Eltern nicht hätte geboren w erden sollen(doris mεᷣραsεoœ σ⁸ 7 G†ꝙ ⅜ od O*); seine Hand, die den Vater, der seiner Mutter und seines Weibes Gatte ist, erschlagen, ist und bleibt die vatermörderische Hand an seinem Leibe; seiner eigenen unglück- seligen Person ist das unaustilgbare Wesen aufgedrückt— das orοτoννέ†ος d⁴τοοσπσονν, dοανα‿ν 18 2* dερο⁴σισσον ⁶eά*)— mit der, die ihn geboren, Rinder gezeugt zu haben.*) Darum ist ja Oedipus selbst das 1έασσναα d*ηετον) des Landes, auf dem um seinetwillen die Pest liegt
1) Oed. Tyr. 791 f.
2) Trachin. 745. Vgl. Pind. Ol. II. 29. 3) Oed. Tyr. 1314 ff. 4) Oed. Tyr. 1531 ff. 5) Oed. Tyr. 97.


