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den höchsten Fluach auf sich ziehen. Dabei nimmt ihnen der Umstand, dasz der Thäter sie unbewuszt gethan, wie Oedipus, an ihrem Wesen und ihrer entsetzlichen Grösze an sich nichis; Vatermord bleibt Vatermord, Incest bleibt Incest; für den unfreiwilligen Sünder liegt wol eine Entschuldigung darin,— denn 994
A*ε‿ιυηꝙε όωιοαμαοι⁴e ντες eννιυυισισο τιιαάηε⁷— kr an dem objectiven Thatbestand aber wird dadurch nichts geändert. Denn auf die That allein kommis an, und die ist in ihrer Unvertilgbarkeit gleich grosz, mag sie nun mit oder ohne bewuszte Absicht verübt sein. Es gilt eben hier das bekannte
1ai ενεέι§έε ⁴αέιμιωωοι εϑιια⁹ς
I.. ½ 7 10 0.ανσνασα m ϑιεσναιοων ν⁴ἀε wie es Aeschylus, bei dem diesz Bewusztsein freilich noch viel stärker, ich möchte sagen ursprünglicher ist, im Agamemnon*) ausdrückt. Diesz Bewusztsein spricht daher auch der Chor im Oedipus Tyrannos 464 ff. aus, ehe es noch offenbar geworden, dasz sein Herr und König der Thäter ist:„Wer ists, den der Delphische Orakelspruch als den genannt, der die entsetzlichen Thaten mit blutbefleckten Händen vollbracht hat(àοσνσν μενοινι 16 14a oυυέαισι ᷣένο⁶ιm), für den ists Zeit, dasz er rascher als die Sturmrosse seinen Fusz zur Flucht lenke; denn in voller Waffenrüstung dringt auf ihn ein mit Feuer und Blitzen der rächende Gott und schrecklich folgen ihm die unentrinnbaren Göttinnen des Verderbens auf dem Pusze nach,“ und daunn weiter die Schilderung, wie der Thäter, vom drohenden Fluche verfolgt, nirgends Ruhe findet:„er irrt im wilden Forst, in Höhlen und Felsklüften umher, wie ein Stier in der Wildnis, elend mit elendem Fusze, einsam und allein, die Sehersprüche aus der Erde Mitte meidend; die aber sind immer da und umflattern lebendig und ohne Ermüden sein Haupt.“
Der dramatische Stoff der Labdakidensage war aber nicht allein darum vorzugsweise geeignet, den Fluch der Sündenthat in seiner vollen Stärke zur Erscheinung zu bringen, weil die grösten menschlichen Missethaten darin vorkamen, sondern auch darum, weil der wider- natürliche Frevel in den im Incest erzeugten Rindern, die diesz sind und bleiben, so lange sie leben, gewiszermaszen fixiert erscheint. Ja in diesen lebendigen, fortwährenden Zeugen tritt die Missethat erst in ihrer vollen Ausprägung ans Licht, und zwar um so schrecklicher, je unvertilgbarer die Oedipodeischen Rinder diesen Charakter ihres Daseins an sich tragen, wie diesz Oedipus selbst im Hinblick auf die Zukunft dieser unglücklichen in der ergreifenden Schluszscene ausspricht.*) Das ist der Fluch der auf ihnen lastet, die seine Schwestern und
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1) Soph. Fragm. 562 Ahrens. Vgl. Aesch. Fragm. 365 dασσννσι ⁷σἀε rο να πασά̈εεν d†εileraa. Soph. Fragm. 741. Electr. 1009 lads„αo εέᷣναιιαιοον ννυσάόα α Ododενυν εᷣαηνη⁵ας.
2) 1530 f. ed. Herm.
5) Oed. Tyr. 1480 fl. T 44os„„


