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1. Teil (1890) Camoes als Epiker : A. Allgemeiner Teil / Gotthold Menze
Entstehung
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an der Fortsetzung seiner Studien durch eine Augenkrankheit gehindert, bestand er am 17. Januar 1886 die Prüfung pro facultate docendi. Das Probejahr legte er 1886/87 am Herzogl. Karlsgymnasium in Bernburg ab, woselbst er auch bis Ostern 1889 beschäftigt wurde.

Friedrich August(@otthold Menze, geboren den 30. August 1854 zu Ballenstedt, besuchte das Brinckmeiersche Institut, dann das Gymnasium zu Zerbst, das er Ostern 1875 mit dem Zeugnis der Reife verliess, um auf den Universitäten zu Leipzig und Strassburg neuere Sprachen zu studieren- Nachdem er seiner Militärpflicht 1878/79 genügt, war er mit kurzer Unterbrechung als Lehrer am Brinckmeierschen Institut bis Ostern 1889 beschäftigt. Er bestand das Examen pro doctoratu im Sommer 1870 und pro facultate docendi im November 1883 zu Strassburg. Er veröffentlichte: Über den ostmittelländischen Dialekt(Inaugural-Dissertation). Cöthen 1889.

Robert Johann Heinrich Ziebell, geboren am 10. November 1863 zu Danzig, besuchte das Friedrich-Wilhelms-Realgymnasium zu Stettin, das er im September 1883 mit dem Zeugnis der Reife für Oberprima verliess. Nachdem er darauf seiner Militärpflicht genügt, besuchte er die Königliche Kunstschule zu Berlin, an der er im Juli 1886 die Prüfung als Zeichenlehrer an höheren Schulen bestand. Im Oktober desselben Jahres trat er als Eleve in die Königliche Turnlehrer- bildungsanstalt und erhielt im April 1887 das Befähigungszeugnis zur Erteilung des Turnunterrichts an öffentlichen Unterrichtsanstalten. Während des folgenden Sommers nahm er Malstunden im Atelier des Landschaftsmalers Sturm. Vom Oktober 1887 bis eben dahin 1883 wurde er als Zeichen- und Turnlehrer am Realgymnasium zu Iserlohn beschäftigt, alsdann bis Ostern 1889 als ‚Hilfslehrer an der Königlichen Turnlehrerbildungsanstalt.

Anmeldungen zum Besuche der Ostern 1889 zu errichtenden Höheren Bürgerschule» nahmen in dankenswerter Weise die Direktion des Herzoglichen Ludwigsgymnasiums sowie der Vorstand der'Knabenmittelschule hierselbst entgegen. Die Entscheidung über die Aufnahme und die Über- weisung an die einzelnen Klassen auf Grund der vorgelegten Zeugnisse, bezw. der abgehaltenen Prüfung fand unter dem Vorsitz des Herrn Oberschulrat Dr. Krüger am 16. April in dem Gebäude des Ludwigsgymnasiums statt. Welchem ausserordentlichen Bedürfnis die neue Anstalt entgegen- kam, geht wohl am besten daraus hervor, dass an diesem Tage 166 Schüler in die sechs Klassen der Höheren Bürgerschule aufgenommen werden konnten. Durch weitere Aufnahme war die Zahl der Zöglinge bis zum Tage der Eröffnnng auf 181 gestiegen, abgesehen von der Vorschule, welcher 71 Schüler angehörten.

Die Eröffnung der Höheren Bürgerschule erfolgte am 30. April v. Js. Eine stattliche Versammlung hatte mittags 12 Uhr den festlich geschmückten Raum der Aula vollständig gefüllt. Se, Excellenz der Herr Staatsminister von Krosigk,, Se. Excellenz der Herr Regierungspräsident Oelze wie die Öberschulbehörde waren erschienen, ausserdem die Vertreter der hiesigen Herzoglichen und Städtischen Behörden, Leiter und Lehrer an den Schulen des Landes, die Eltern und Angehörigen unserer Schüler.

Die Feier nahm mit dem durch ein Präludium eingeleiteten gemeinschaftlichen Gesang der beiden ersten Verse des Chorals:O heilger Geist, kehr bei uns ein seinen Anfang, worauf Herr Archidiakonus Jänicke die Weihe der Höheren Bürgerschule vollzog in einer Rede, welcher er als Text den ersten Vers des 127. Psalms:Wo der Herr nicht das Haus baut, da arbeiten umsonst, die daran bauen u. s. w. zu Grunde gelegt. Die nun folgende Rede des Herrn Oberschulrat Prof. Dr. Krüger entwickelte in eingehender Weise die Ursachen, die zur Begründung Höherer Bürger-