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Schon gegen Ende des Jahres 1888 war das Lehrerkollegium der neuen Anstalt definitiv zusammengesetzt. Als Direktor wurde der Berichterstatter, als Oberlehrer Herr Oberiehrer Dr. Löwe, als Ordentliche Lehrer die Herren Meyer, Geissler, Dr. Schultze, Hampel, Dr. Menze, als Elementar- lehrer Herr Naumann, als Zeichen- und Turnlehrer Herr Ziebell, als Gesanglehrer Herr Schmidt angestellt.
Die Herren Dr. Löwe, Meyer und Naumann waren bis Ostern 1889 bereits am hiesigen Herzoglichen Ludwigs- Gymnasium thätig gewesen, Herr Schmidt an der hiesigen Volksschule für Knaben, während die anderen Herren neu hierher berufen wurden.
Carl Paul Hellwig wurde im Dezember 1850 zu Ostrowo geboren. Seine Schulbildung erhielt derselbe auf dem Gymnasium seiner Vaterstadt, das er im Herbste 1870 mit dem Zeugnis der Reife verliess, um sich auf den Universitäten von Breslau und Berlin philologischen, historischen und geographischen Studien zu widmen. Am 30. April 1875 wurde er zum Doctor philosophiae promoviert; am 18. Februar 1876 bestand er die Prüfung pro facultate docendi. Die erste Hälfte seines Probejahres hielt er an dem Königlichen Gymnasium zu Ostrowo ab, die andere an dem zu Bromberg, woselbst er nach Ablauf von sechs Monaten die Stelle eines wissenschaftlichen Hilfslehrers bekleidete. Zu Michaelis 1877 wurde er an die Königliche Gewerbeschule(Oberrealschule) zu Liegnitz berufen. Im Zusammenhange mit der Auflösung dieser Schule ward er Michaelis 1879 als Ordentlicher Lehrer an das mit einer Realanstalt verbundene Königl. Gymnasium zu Göttingen versetzt. Am 1. April 1884 erfolgte seine Ernennung zum ÖOberlehrer und seine Berufung an das Realgymnasium in Harburg.— Folgende litterarische Publikationen sind von demselben erschienen: 1) Deutsches Städtewesen zur Zeit der Ottonen(Inaugural-Dissertation). Breslau 1875. 2) Handel und Gewerbe zur Zeit der Ottonen. Göttingen 1882. 3) Hilfsbüchlein zum Gebrauch für den geschichtlichen Unterricht in den unteren Klassen höherer Lehranstalten. Harburg 1888. 4) Kanon der in den einzelnen Klassen der Realgymnasien zu lernenden Geschichtszahlen. Harburg 1888.
Heinrich Emil Geissler, geboren in Osterfeld bei Naumburg a. S. den 16. September 1854, vorgebildet auf den Realanstalten zu Naumburg und Halle, studierte von 1873—1876 auf den Universitäten zu Leipzig, Strassburg und Halle vorzugsweise die neueren Sprachen. 1877 war er Lehrer in Miltenberg a. M., 1879 übernahm er eine Lehrerstelle in Marktbreit a. M., darauf in Kempten; seiner neusprachlichen Studien halber begab er sich 1880 nach Paris und 1881 nach London, woselbst er bereits den Sommer 1878 zugebracht. Nachdem er in Halle die Prüfung pro ‚facultate docendi schon 1878 abgelegt, wurde er von 1881--1883 als Kandidat und Hilfslehrer am Domgymnasium zu Naumburg beschäftigt, von 1883-1889 war er Ordentlicher Lehrer am Real- gymnasium in Dessau.
Wilhelm Hermann Schultze, geboren am 20. August 1861 zu Stendal in der Altmark, besuchte das Realgymnasium zu Magdeburg. Er studierte nach Absolvierung desselben Mathematik, ‚Physik und die beschreibenden Naturwissenschaften in Berlin, Heidelberg und Halle, woselbst er im Jahre 1884 promovierte. Nachdem er im Oktober 1885 sein Staatsexamen bestanden, legte er 1885— 1886 sein Probejahr an der Oberrealschule zu Magdeburg ab, an welcher er auch später noch einige Unterrichtsstunden erteilte. Vom August 1887 bis Ostern 1889 wurde er vertretungs- weise an den Gymnasien zu Cöthen und Dessau beschäftigt.— Er veröffentlichte an wissenschaft- “lichen Abhandlungen: 1) Über die Wechselwirkung zweier zu einander senkrechter magnetischer Verteilungen(Inaugural-Dissertation). 2) Eine Abhandlung gleichen Namens wie Nr, 1 und 3) Das elektrolytische Verhalten des Glimmers bei hoher Temperatur(Annalen für Physik und Chemie).
Ludwig Karl Max Hampel, geboren zu Hoym am 3. November 1856, besuchte das Gymnasium zu Quedlinburg, welches er Michaelis 1878 mit dem Zeugnis der Reife verliess. Nachdem er seiner Militärpflicht in Göttingen genügt, studierte er Philologie in Göttingen und Leipzig. Längere Zeit
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