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1. Teil (1890) Camoes als Epiker : A. Allgemeiner Teil / Gotthold Menze
Entstehung
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9. 1. 90. Genehmigung, dass Ostern d. Js. die erste Reifeprüfung an der Höheren Bürgerschule stattfindet, Zugleich wird die Direktion veranlasst, darauf hinzuweisen,dass denjenigen Schülern, welche Michaelis d. Js. durch vorausgegangene Beseitigung der zur Zeit ihrem Wissen und Können noch anhaftenden Mängel genügende Sicherheit für das Bestehen der Reifeprüfung bieten, zu diesem Termine die Zulassung zu derselben gewährt werden wird.

8. 2. 90. Die Direktion wird ermächtigt,von der Abhaltung öffentlicher Prüfungen der Klassen Sexta bis Prima Abstand zu nehmen; dagegen findet an der Vorschulezur Zeit des Schlusses des Schuljahres eine öffentliche Prüfung aller Klassen in mindestens zwei Lehr- gegenständen statt.

II. Chronik,

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A. Gründung und Eröffnung der Höheren Bürgerschule.

Nachdem bereits in einem zu Beginn des Jahres 1885 erstatteten Gutachten der Herzog- lichen Oberschulbehörde, betr. die sogenannteÜberbürdung der Schüler in höheren Lehranstalten, auf die Zweckmässigkeit einer Umwandlung der mit den Gymnasien zu Cöthen und Zerbst ver- bundenen Realprogymnasien in eine selbständige Höhere Bürgerschule kurz hingewiesen war, wurde der angeregte Gedanke nach zwei Jahren wiederum aufgenommen und unter dem Gesichtspunkte

einer dem Zeitbedürfnisse entsprechenden Ergänzung der gegenwärtig bestehenden höheren Lehr- anstalten realistischer Art in einer ausführlichen Denkschrift dem Herzoglichen Staatsministerium am 7. Dezember 1887 unterbreitet. Als besonders geeigneter Ort war sofort Oöthen ins Auge gefasst worden mit Rücksicht auf diewenig lebensfähigen Verhältnisse des(mit dem Gymnasium verbundenen) Realprogymnasiums, sodann in der Erwägung, dass den Bedürfnissen der Einwohner- schaft dieser Stadt die Gründung einer solchen Schule in besonderem Masse entgegenkommen würde.

Mit vollem Nachdruck wurde geltend gemacht, dass die zu einer Ausführung dieses Vor- habens erforderlichen Schulräumlichkeiten grösstenteils bereits sich vorfanden, dadie mittlere Parzelle des alten Seminargrundstücks, bestehend in dem neuerbauten Wohn- und Klassengebäude nebst Zubehör vollständig geeignet war, um eine sechsklassige Höhere Bürgerschule und drei Vorschulklassen daselbst unterzubringen.

Auf diese Denkschrift hin ward die Herzogliche Regierung ermächtigt, eine Vorlage über diesen Gegenstand für den nächsten Landtag auszuarbeiten. Derselbe erteilte in der Sitzung vom 25. Februar 1888 seine Zustimmung zu der Begründung einer Höheren Bürgerschule in Cöthen.

In Rücksicht auf die aus Klasse HI, bezw. II übertretenden Schüler des Realprogymnasiums, dessen Aufhebung zugleich vereinbart worden, wurde die gleichzeitige Errichtung aller sechs Klassen der Höheren Bürgerschule zu Ostern 1889 beschlossen und mit dieser die Vereinigung der bereits vorhandenen, bisher mit dem Gymnasium verbundenen dreiklassigen Vorschule.