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1. Teil (1890) Camoes als Epiker : A. Allgemeiner Teil / Gotthold Menze
Entstehung
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que esses que frequenlam os reais Pacos, por verdadeira e säa doutrina Vendem adulacäo, que mal consente Mondar-se o novo trigo florescente.(IX, 27.)

Entartet nenut er das jetzige Volk gegen die alten Geschlechter(VII, 39), in Unkenntnis von Kunst und Wissenschaft versunken. Seine Wahrheitsliebe kann nicht mit Stillschweigen über das hinweggehen, was sein Volk und dessen Herrscher verübt haben, alles wird getreu berichtet. So wird die That an Ines de Castro als Frevel gebrandmarkt, die schmähliche Niederlage der Portugiesen gegen Fernando von Arragon als Folge eines tollkühnen Wagnisses trotz des bewiesenen Patriotismus von ihm bezeichnet(IV, 58).

Überall tritt zu Tage seine sittliche Entrüstung über alles, was niedrig und gemein ist, was von wahrer Religiosität und Biederkeit abweicht(vergl. VII, 5 ft.).

Scharf verurteilt er niedere Sinnenlust(III, 139), doch beurteilt er menschliche Schwäche auch milde[selbst Samorims Argwohn gegen Gama und die Wahrheit seiner Worte wird mit ererbter Schlechtigkeit von Adam her entschuldigt(VIII, 651)], besonders wenn sie sich in Liebes- verirrung zeigt(III, 144), wobei klassische Belege die Berechtigung seiner Milde darthun und erhöhen sollen.

Nichts aber verdammt er mehr als eitle Ruhm- und Ehrsucht der Menschen(vgl. die Rede des Alten bei Abfahrt der Flotte aus dem Tejo), Wahren Ruhm soll aber ein jeder erstreben, der darin besteht, dass ein jeder Grosses an seinem Platze zu leisten trachtet, wo er auch stehen mag:

nüo deize em fim de ter disposto Ninguem a grandes obras sempre o peito; Que por esta ou per outra qualquer via, Näo perdera seu prego e sua valia.(V, 100.)

Wahrer Ruhm macht aber allein unsterblich. Nicht mit Müssigkeit oder Geld kann er erworben werden, sondern nur durch tüchtige und angestrengte Arbeit, Ehrgeiz und Begierde verschaffen ihn auch nicht.

Wer so nach wahrem Ruhm strebt, hilft mit zum Ruhme des Vaterlandes. Ihn zu erringen, zu wahren und zu vergrössern, das ist für jeden Patrioten die würdigste Aufgabe, nur so kann wahre Vaterlandsliebe sich bethätigen, die ein jeder in hohem Masse besitzen muss.

Diese stark ausgeprägte Liebe zum Vaterlande bildet den zweiten hervor- stechendsten Zug in Camöes Charakter; Anlage, Bildung und des Vaterlandes Ruhm hatten sie zu vollster Blüte sich entfalten lassen.

Der Glanz und die Grösse Portugals, für dessen Ruhm er mit den Waffen in der Hand gestritten, im Kampfe gegen dessen Feinde er ehrenvolle Wunden davongetragen hat, erfüllt ihn mit berechtigtem Stolze, mit Begeisterung singt er das Lob seines Vaterlandes. Alles, was die Portugiesen gethan, erscheint ihm im Lichte eines begeisterten Patrioten, mit Freude und Jubel preist er jede That, die Portugals Ruhm vermehrte, jeden Helden, der zu Portugals Grösse beitrug. Nichts sind ihm die Thaten der grossen Männer des Altertums gegen das, was Portugals Helden geleistet haben, ihr Ruhm wird vergessen werden gegen den seiner Landsleute.

Esquecerem-se Gregos e Romanos Pelos illustres feitos, que esta gente Ha de fazer nas partes do Oriente.(ll, 44.)