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unteren Rand gebliebenen Öffnungen mit Reisig und Laub, das jedesmal die Stelle des den Weg versperrenden Netzes vertrat(mso?rdoοεᷣ sc. 6ννοο).(Fig. 1 d.)
Es ist hier nötig, die Bedeutung zweier Ausdrücke zu erläutern: Im§ 7 heilst es: el 100G 60⁴ R½ο½ ενμ⁵αἀαεςα τde'ε doοοs und weiter unten.... drrεο ε εꝓν⁴ἀσηνει εέιμφας⁴ετeνυ ⁹ ön al d d⁶σοοσια Qᷣχ 1. 4. Die beiden Worte öαοαοεα und dνσοσπνπάα haben nun vielseitige und oft wunderbare Erklärungen gefunden. Dörner übersetzt öνα. mit„die Wechsel“, nimmt also an, daſs nur hier und nicht rings um das Lager Netze gestellt wurden; die andere Stelle giebt er so wieder:„Für jedes(Netz) aber muſs man auch die schwierigen Gänge mit Holz versperren“ und bemerkt dazu?):„Die d⁶8¹ sind mir einfach(!) Stellen, an welchen der Durchgang erschwert wird(Leunclav: loca aditu difficilia, Gail, oeuvres com- plètes de Xénophon. Tom. VII. zur Stelle: les entrées difficiles), also immerhin Stellen, die das Wild nie zum Wechseln wählen wird(wie auch Sauppe mit Christian erklärt), durch die aber dennoch das gehetzte Tier im Notfalle auszureiſsen sucht.“ Was das nun für Stellen sind, die für eine Sau schwierig zu passieren sind, ist mir nicht klar geworden; doch seien sie, wie sie wollen, jedenfalls wäre es einfacher gewesen, auch hier dem Schwein den Weg durch Netze zu verlegen, als durch das Aufschichten von Holz, und es war ge- räuschloser zu bewerkstelligen. Die Erklärer haben übersehen, dafs hier dem ganzen Jagd- verlauf nach nur von einem völlig eingestellten Jagen die Rede sein kann, also die Netze nicht nur auf„den Wechseln“ und aufserdem noch an solchen Stellen, wohin das Schwein
eigentlich seinen Weg nie einschlägt(!)— was geschah an den andern Stellen, die im Sinne dieser Erklärer nicht 009% waren?— sondern ringsum hingen und an jenem starken Baumstamm, an dem die Unterleinen festgebunden wurden, zusammentrafen.— Es bietet
sich zum Vergleich eine Stelle aus Xen. Anab. 6. 2. 1, wo derselbe Schriftsteller von Schläuchen spricht, die statt einer Brücke dienen sollen und mit angebundenen Steinen fest- gelegt werden— angebundene Steine kamen ja, wie wir sahen, auch bei Netzen vor, ver- mittels deren die Unterleinen festgelegt wurden. Die Stelle lautet: 6⁴αςος ⁵άόααο ς τν Jidοus dorh zul dooeis doπν dpxνοαsς cis 1⁶ 50%. Es läſst sich wohl denken, dafs man auch oOsαtoν τdεο dοens im Hinblick auf das Festlegen der Unterleine gesagt habe. Es sind daher nach meiner Ansicht öα. und d⁶α. Kunstausdrücke des Weidwerks, und dουνσοονιαα bezeichnet Stellen, an denen es unmöxlich ist, die Unterleine dicht am Boden festzulegen, EFig. 1 d) ö,0 dagegen solche, wo keine Schwierigkeiten entgegen stehen; diese suchte man möglichst beim Netzestellen aus, jene suchte man zu vermeiden oder verstopfte die unter dem untern Netzrand verbleibende Lücke, wenn dies nicht möglich war.
Die Fallnetze konnten bei dieser Jagd nur den Zweck haben, schneller und sicherer zu einem Erfolge zu kommen, als es nur mit Hunden möglich war, der Jagdverlauf blieb im groſsen und ganzen derselbe.
War die Sau eingestellt, so nahm man die Wurfspeere und Saufedern zur Hand,
¹) S. 76, Anm. 15. Max Miller, das Jagdwesen der alten Griechen und Römer, weicht in Bezug auf den Sinn des Textes weder hier noch an andern von mir näher besprochenen Stellen von der Dörnerschen Übersetzung ab.


