Druckschrift 
3 (1890)
Entstehung
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Die Maschen(oi Sονπ), in die das Wild sich mit Kopf und Läufen um so mehr verwickelte, je mehr es sich durch Zappeln und Schlagen zu befreien suchte, waren viereckig, da sie in ihrer Form durch vier Knoten bestimmt wurden), die Spitzen dieser Maschen- rhomben an den Wechseln, d. h. da, wo das Netz rechts und links endete(ra τσσα 1νν doxνναινν)), nannte man d⁴eνιαα,die Ellenbogenspitzen; dieser Name erklärt sich und giebt zugleich über die Anlage der Netze Aufschlufs, wenn man sich die Bindfaden bei dem gestellten Netz nicht senkrecht zum Boden, sondern schräg von oben nach unten laufend denkt; dadurch bilden je zwei aufeinanderstoſsende Seiten eines Maschenvierecks an den Wechseln die Figur eines Ellenbogens(+; s. Fig. 1!). Pollux nannte diese Netzteile odo-εα(Enden) und reoευνμα(Flügelchen)).

An diesen Spitzen saſsen bei den Wegnetzen Schleifen(α⁵ο⸗) und bei dem langen Jagdzeug und den Saunetzen Ringe(durd⁴ιυω⁶ι) ¹⁰), vermittelst deren zwei Netze miteinander verbunden wurden(gvydyetνᷣ τ eCσ⁴εένεεααα¹¹).

Durch die obersten und untersten Maschen, die nur durch je drei Knoten begrenzt wurden(s. Fig. 1!) und die man mit besonderem Namen ⁶σνεε, etwa Saummaschen genannt zu haben scheint ¹²), zog man knotenfreie Zugleinen(dριέςινασαι οοσςσ σeηια⁴σ⁴νυςα⁴³⁸), an denen man das Netz zusammenziehen und auseinander spannen konnte ¹¹⁴), die Oberleine nannte man wohl auch mit besonderem Namen π⁴⁴οσμος ¹³⁵). Diese Zugleinen waren länger als das Netz selbst und ragten darum rechts und links über dasselbe hinaus. Indem man sie nun durch die übereinander gelegten Endschleifen oder Ringe oder bei dem Garn nur durch die übereinander gelegten Endmaschen zog und am unteren Rand wahrscheinlich verschleifte, verband man zwei Netze miteinander(Fig. 1). Dies Verfahren wird für die Saunetze aus- drücklich von Xenophon angegeben, wenn er sagt:Die Zugleinen sollen durch die Maschen geführt werden, und ihr Ende aufsen durch die Ringe hindurchgehen ¹⁶).

Der wesentliche Unterschied der Netze lag in der Länge, in der Stärke der Bind- faden und Seile und in der Gröſse der Maschen. Zur Herstellung wählte man guten und deshalb dauerhaften Hanf ¹⁷).

Das aus dünnem Bindfaden ¹⁸) geknüttete Hasengarn hatte gleich den Wegnetzen und dem langen Zeug 15 cm weite Maschen ¹³). Xenophons Gröſsenangabe läſst an Deutlich- keit zu wünschen übrig, da er nur sagt, die Netze sollten fünf Spannengroſs sein ²⁰), denn es ist zweifelhaft, ob dabei an die senkrechte oder wagerechte Ausdehnung zu denken

8) Poll. V. 28: 2011 6 SO ½os 16 vrexke dy rots durruos rerodyνor didoryuc, owyedr hæxde er rerrdοeν duudrνν, d reuroutyne rije agνοs plyperai οsosidec. ¹) Poll. V, 29: Iorν ε ει ρ̈νοs usεο⸗s va dxουενμα, öneg ort rd. næcæra r doæuey, â ot uer domνεda(die Enden), ol reguya(Flügelchen) dr⁶αααν. ¹⁰) Xen. 2. 6; 10. 2. Poll. 5. 29. ¹u¹) Xen. 6. 9. ¹²) 6. 9. u. unten. ¹²) Xen. 2. 4. ¹⁴) Poll. V, 28. ¹⁸) Ebenda u. Xen. 6. 9. ¹⁸) 10. 2: Qεεοανισωαασεσν υ rous 5 ½οε, 10 d' droov adrd deneodro Eo dad νν daxrultoy. ¹¹) Xenophon nennt Hanf aus Phasis und Karthago, seine Nachbeter empfehlen auch noch andere Bezugsquellen. ¹⁸) Er war aus 9 Fäden zu- sammengedreht. ¹⁰⁹) dmπ⁴ααατο ε τονς 5evc. Die Umrechnung der griechischen Mafse in das heutige folgt Hultsch, griechische und römische Metrologie p. 298. ¹²⁰) r Jeε νειꝓεεος nεντααόιπνιιιασιοτ.