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3 (1890)
Entstehung
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oder nach beendigter Jagd hinwegtragené), oder auf Bildwerken, welche ausgespannte Netze zur Darstellung bringen, den 1νmνπ½ pflichtgemäfs hinter den Netzen kauern oder stehn, um auf das Wild zu achten, das sich ihnen nähert.

Das lagdgeräte. Die Ausrüstung der Jäger und Hunde.

In bequemer, leichter Kleidung zog der Jäger hinaus?). Ein Vasenbild am Hals eines groſsen Krater im Louvres) zeigt sechs Jünglinge auf der Hirschjagd. Von ihnen trägt der eine den um die Hüften gegürteten Chiton und über diesem die am Hals durch eine Spange zusammengehaltene als Mantel dienende Decke(x4νι⁴α), die übrigen tragen nur diese, teils in derselben Weise, teils um den Arm gewickelt(Fig. 5 der Tafel). Pollux verlangt als Jagdkleid einen leichten bis zur Kniekehle reichenden Chiton, der nicht weils oder hell- farbig sein dürfe, und eine Chlamys, die man um die linke Hand schlingen solle, wenn es gelte, dem Tiere nachzusetzen oder ihm zu Leibe zu gehn. Auch Xenophon) rät dem Jäger, sobald er dem Hasen nachsetze, das Gewand um die Hand zu wickeln.

Als Kopfbedeckung kam zu der aus Chiton und Chlamys bezw. Chlaina bestehenden Gewandung der breitkrämpige Reisehut( π2τααασοο),eine ursprünglich in Thessalien und Macedonien einheimische Tracht, die gleichzeitig mit der Chlamys in Griechenland als Ephebentracht Eingang gefunden haben soll. Khnlich unsern flachen Filzhüten, meistenteils aber mit einem auffallend kleinen Hutkopfe, wurde derselbe durch einen Sturmriemen auf dem Kopfe festgehalten, welcher gleichzeitig dazu diente, den zurückgeschobenen Hut auf dem Rücken zu befestigen¹⁰).(In dieser Lage ist der Petasus Fig. 5 angedeutet.) Auf dem schon mehrfach erwähnten Vasenbilde der Hasenjagd des Tydeus, Aktäon, Theseus und Kastor ¹¹) trägt der letztgenannte diesen Hut auf dem Kopfe(Fig. 6), der überdies auf sehr vielen andern Gemälden erscheint.

Die Beschuhung(7 d*παεασισ) ½½) des Jägers muſste natürlich der Art sein, daſs Fuls und Unterbein gegen Verletzungen geschützt wurden. Darum erscheint bei den Jägern der Vasenbilder, wenn die Fuſsbekleidung überhaupt angedeutet ist, meist der Stiefel. So trägt Odysseus auf einem bekannten Bilde ¹³) dieses eng dem Fuſs sich anschmiegende und bis zur Wade hinaufreichende Bekleidungsstück, das vom obern Rande bis etwa zur Frist offen, beim Anziehen durch einen Schnürriemen geschlossen wurde, also bis zum Schienbein ver- läingerte Schnürschuhe ¹⁴). Der Artemis namentlich ist auf Bildwerken dieser leichte, jeden- falls aus Filz oder Leder gearbeitete, dem indianischen Mokassin gleichende J agdstiefel eigentümlich.

Auch der Jagdgehülfe zog in leichter Kleidung hinaus:).

Zur Ausrüstung der Hunde gehörte, da sie an der Leine geführt wurden und oftmals angelegt werden muſsten, das Halsband(1 460αιοσ*), das weich und breit war, um die Haare

) Stephany, c. r. 1867 p. 55, Anm. 5.*) Xen. 6, 11. Poll. 5, 17.) Millingen anc. uned. m. Ser. I. Pl. 23. Panofka, Vas. di Pr. Tav. II. Bilder antiken Lebens V, 3.) 6, 17: meO*εd Eorra, d dunsxerat, neol Te Teioa. ¹⁰) Guhl und Koner, L. d. Gr. u. R. S. 200. ¹¹) Müller, Denk. a. K. I. Taf. 47, 215 a. ¹²) Xen. 6, 11. ¹³) Panofka, B. a. L. V, 1. ¹⁴) Poll. V, 18: ðenod*jura xoida hohl heilsen sie im Gegensatz zu den Sandalen s u⁴onr rijr erijune drijxovra, Jsυν meQε εειρεοτεdνενα. ¹5) 1Jjy dr³*ν εeτQ.. uij&Toudeẽ Sdο⁷. Xen. 6, 5.