Druckschrift 
3 (1890)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Über die Jagd bei den Griechen. n

Dritter Teil. Die Ausübung der lagd.

(Fortsetzung und Schluls.)

,

Das Jagdgesinde.

Unter den Gehülfen des Jägers lag es dem Hundeführer(ννα̈ꝙνωςσ) ¹) ob, die Hunde ins Revier zu leiten, und wenn sie vor Beginn der Jagd abseits angelegt wurden, bei ihnen zu bleiben und sie zu beruhigen, damit sie nicht vorzeitig das Wild aufstörten; wenn der Herr das Zeichen gab, hatte er sie einzeln oder alle zu lösen und nach beendeter Jagd wieder zu koppeln. Zu Hause kam ihm sicherlich die Wartung und Pflege der Hunde zu. Die Diener, denen das Herbeischaffen, Aufstellen und Bewachen der Netze oblag, nannte man dtντνανοωνοi, doεκιοο ud lvnrat(Netzsteller und Netzwächter) ²), doch fielen die genannten Beschäfti- gungen nicht verschiedenen Personen zu, sondern derselbe Sklave, der die Netze an Ort und Stelle geschafft hatte, konnte sie auch stellen und verstand es, bei ihnen Wache zu halten. Xenophon gebraucht für den Zeugmeister nur doοeνυααο. Ja, diese Ausdrücke scheinen auch ganz allgemein fürJägerbursch gebraucht zu sein, da von einem dοοοο(Netzwart) auch da die Rede ist, wo Netze gar nicht gebraucht wurden*). Es erging mit diesen Ausdrücken ähnlich wie mit zurnpérye, das den Jäger auch da bezeichnet, wo Hunde nicht zur Anwen- dung kommen.

Xenophon verlangt von dem Zeugknecht), daſs er flink, stark und wackern Herzens sei, damit er auf das Handwerk erpicht, seine Beschäftigung mit Freuden treibes). Da die Sklaven meist Ausländer waren, so setzt er ausdrücklich hinzu, daſs er des Griechischen mächtig sein müsse.

Erst auf den Bildern der römischen Zeit sehen wir einen, zwei oder auch drei doοe⁴ααο⁵ die meistens auch Stellstangen in den Händen halten, die Netze auf den Schultern herzu

¹) Xen. 9, 2. Poll. V, 17. ²) Xen. 2, 3; 6, 5, 11, 12, 24; 9, 6; Poll. V, 17: deπντα d unlnrorra aτνοοσπσιιουιαμιενο ³) Xen. 9, 6. ¹) 2, 3.) εινινένμανπνια roε εέςωꝓ.. 1. Taiss Loy.

A