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von Fuchs und Hund stammten. Bei Pollux, oder vielmehr dessen Gewährsmann erscheint gar der Kastorhund mit dem Fuchshund identisch. Nachdem er ²³) berichtet hat, daſs die lakonischen Hunde vom Fuchs stammten und deshalb Fuchshunde genannt würden, sagt er ²⁴), daſs nach dem Dichter Nikander unter den ωπαιεde die kastorischen Hunde zu verstehen seien ²⁵). Bei der groſsen Übereinstimmung beider Arten war eine Vermengung leicht möxlich,
Die lakonischen Hunde waren die eigentlichen Spürhunde par excellence ²⁵), die man zu Xenophons Zeit auf der Hasenjagd ausschlieſslich und bei andern, z. B. den Saujagden, als Finder verwandte, während man indische, lokrische und kretische Hunde erst dann los- lieſs, wenn es galt, das Schwein zu stellen ²*). Sehr anziehend ist Xenophons Schilderung ²s) ihres Spürens. Die Hunde reiner Rasse, wie sie sein sollten, hielten sich nicht lange mit alten Fährten auf, nahmen schnell auf Boden jeder Art die zum Hasenlager führende frische Fährte auf und verfolgten sie freudig und voll Eifer blitzenden Auges, doch ohne hitzig zu werden und ohne darüberhinaus zu schiefsen. Dabei hielten sie den Kopf schräg gegen den Boden, warfen die Rute schnell hin und her und senkten die Ohren. Diese lebhafte Aktion steigerte sich in dem Maſse, als sie sich dem Lager des Hasen näherten, indem sie mit der Rute zugleich den ganzen Körper bewegten, vorwärts, rückwärts und seitwärts sprangen, kampflustig und wetteifernd nebeneinander herrannten und eifrig zusammenliefen, um sich sofort wieder zu trennen. Dabei streckten sie die Köpfe in die Höhe, sobald sie über die Fährte ganz im klaren waren, und blickten abwechselnd den Jäger an und nach dem Lager hin, um bemerklich zu machen, daſs es nun Ernst sei, kurz, sie gaben auf jede Weise ihrer Freude Ausdruck, dem Hasen nahe zu sein. Dann stielsen sie ihn aus dem Lager und ver- folgten ihn mit lautem Hals anhaltend durch Dick und Dünn unverdrossen, bis er ins Netz gelaufen war.
So genau wir nun, wie wir sahen, über Körperbau und Eigenschaften der lakonischen Hunde unterrichtet sind, so wenig wissen wir von den andern Hunderassen, die Xenophon nennt, den indischen, kretischen und lokrischen, die man neben den lakonischen zu seiner Zeit zur Saujagd brauchte ²⁸⁹).
Von diesen werden sich die lokrischen Hunde als engere Landsleute nicht allzusehr von den lakonischen im Körperbau unterschieden haben, ebensowenig wie die übrigen griechi- schen Hundearten, von denen wir bei den Schriftstellern der römischen Kaiserzeit, bei Gratius Faliscus, Pollux, Oppian und Nemesian noch eine ganze Anzahl finden. Von diesen werden die Molosser am häufigsten genannt. Doch ist hier zu unterscheiden, ob die molossischen Jagd- oder Hirtenkunde gemeint sind. Jene zeichneten sich nach Aristoteles(h. a. 9, 3) vor den Jagdhunden an andern Orten durch nichts aus.„Aber die Schäferhunde,“ fährt er fort,
²³) 5, 38. ²⁴) 5, 40. ²⁸) Vgl. Hesych. unter Kuraddmyk:„ zoug 2E dldnsxos ab xvνν‿daxwνννοωυν νκνναςα ράσ yqyvegoα. Schol. zu Ar. Eq. v. 1064, 1066, Lysistr. v. 956. ²⁸³) S. Aj. 8: ονς uaxæt ́ is oενονο dονε. Die Stellen, in denen des lakonischen Hundes Erwähnung geschieht, sind überans zahlreich. Auch bei den Römern ist nicht leicht von Hunden oder Jagd die Rede, daſs sie nicht genannt würden. Nach Ar. h. a. 9, 1 hatten die lako- nischen Hündinnen bessere Anlagen als die Hunde. Xen. gebraucht zuwy stets als femin. und nur dann als masc., wenn dies genus unerläſslich ist, so 7, 2. ²⁷) C. 10. ²⁸) 4, 3— 4; 6, 16; 6, 23.*) 10, 1.


