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2 (1889)
Entstehung
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2il haarung am Hals sehr oft. Was den Körperbau betrifft, so lassen sich drei Typen unter- scheiden. Von den Hundebildern, die ich aus der groſsen Menge ausgewählt und auf Tafel I wiedergegeben habe, vertreten die Figuren 3 bis 4b(vgl. Fig. A auf Taf. II und Anm. 19), 2 und 2a und Figur 6 je einen derselben,(worüber unten). Einige, bei denen die Beziehung zur Jagd zweifellos ist und denen Figuren auf Taf. I entlehnt sind, seien hier etwas ein- gehender besprochen.

A. V. Taf. 62. Hase von einem Hunde verfolgt; Nebenfiguren des Innenbildes einer archaischen Schale(Fig. 1). Auf diesem, wie auf manchem andern dieser Gemälde fällt die spitze Schnauze des Hundes auf, die im Gegensatz zu der von Xenophon geforderten Stumpfschnauzigkeit steht. Man vergleiche aber einmal die konventionelle Darstellungsweise dieser Hundeköpfe mit der anderer Tierköpfe, z. B. des kalydonischen Ebers auf Taf. 235 (Fig. 2), wonach man auch jene Spitzköpfe beurteilen kann, andererseits bedenke man, daſs die Verfertiger der Vasengemälde Handwerker waren. Eine ganz ähnliche Darstellung(Fig. 1 a) sehen wir am Hals eines Krugs bei Inghirami, pitture die vasi fittili Tom. II, tv. 105.

A. V. Taf. 248, 3. Auszug eines ⁶ιοωιοο. Uber Jagdhunde als Begleitung der Epheben beim Auszug zur ersten Kriegsprobe der Grenzbewachung vgl. Gerhard zu 265, 1, p. 37 des Textes und Teil I dieser Abhandlung p. 19 u. Anm. 1! Die Läufe des Hundes erscheinen ebenso unverhältnismäſsig hoch als die des Pferdes, auf dem der Ephebe sitzt, oder beispiels- weise des kalydonischen Ebers auf Taf. 327. Man hat aber dabei zu bedenken, dals die Ver- hältnisse bei den auf die bauchigen Flächen der Amphoren oder Schalen aufgetragenen Bildern dem Auge anders und richtig erscheinen(Fig. 3).

Taf. 265, 1 zeigt ein denselben Vorgang behandelndes Bild; Fig. 3a gibt den Kopf des Hundes wieder. Dasselbe Hundebild erscheint zweimal neben drei mit je zwei Lanzen bewaffneten Jägern, wovon zwei beritten sind, auf einem den Auszug zur Jagd darstellenden Gemälde bei Ingh. I, 89. Die beiden Hunde(wovon einer Fig. 3 b) reichen mit dem Widerrist bis zum Knie des einen aufrechtstehenden Jägers.

Den Anforderungen, die Xenophon an den Körperbau des Hundes stellt, entspricht am meisten der Hund auf einem Marmorrelief aus der Zeit des Übergangs des altgriechischen Stils zu dem vollendeten der Periode nach 460 v. Chr. ¹9), von Otfried Müller²¹) bezeichnet als Kastor der Rossebändiger mit dem kastorischen Hund(Fig. 4). Freilich folgt aus der dar- gestellten Handlung keineswegs mit zwingender Gewiſsheit, dals der ritterliche Jüngling gerade Kastor sei; doch spricht der sehr leichte Kopf des Hundes, der lange Hals, die breite Brust mit den scharf hervortretenden Schulterblättern, der nach hinten sich verjüngende Rumpf, die im Verhältnis zu den Vorderläufen bedeutende Länge der Hinterläufe, die kleinen Stehohren, die der Hund, in gespannter Aufmerksamkeit die Bewegungen des sich bäumenden Pferdes verfolgend, gespitzt hat, vor allem der symmetrische Bau, der gegen die Hochbeinigkeit der gemalten Hunde vorteilhaft absticht(Teioous ds œl eiou... u al, .ιααόατιαιι 3,2) dafür, daſs wir hier den lakonischen, dem Kastor- und Fuchshund im wesent-

) Wieseler I, 14, No. 50. ²⁰) Handb. d. Arch. 8 96, 26.