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der Tierkunde, an denen es vorkommt, nur von Tieren ohne Behang gebraucht, so von der Saud), vom Rind ¹⁰) und vom Pferd¹¹). Auch eine Stelle der Odyssee ¹²) mag hier Platz finden, wo es wie bei Xenophon vom Hunde steht und zugleich von der auſserordentlich feinen Natur- beobachtung des Dichters zeugt: Argus hat bei der Annäherung der beiden Wanderer als Zeichen plötzlich erregter Aufmerksamkeit den Kopf und die Ohren aufgerichtet; als aber Odysseus sich ihm nähert, da wedelt er mit dem Schwanze und senkt die Ohren, wie Hunde meist zu thun pflegen, wenn sie die Liebkosung ihres Herrn erwarten. Hier steht dem *œταρσαᷣένιν ddas dέπνέν obæ gegenüber.
Doch um auf den Hund des Xenophon zurückzukommen, so sollte dieser also beim Spüren die Ohren nicht spitzen, sondern senken, und dafür hatte der Jäger einen triftigen Grund; denn wenn der Hund die Ohren spitzte, so war das ein Zeichen, daſs er auf jedes Geräusch achtete, während sich seine ganze Aufmerksamkeit auf die Fährte richten sollte; spricht doch Xenophon selbst von Hunden, die mitten im Lauf nur von irgend einer Seite ein Geschrei zu hören brauchten, um sofort ihre Spürarbeit zu verlassen und unbesonnen darauf los zu rennen¹³). Diese zählt er zu den Hunden, die einem alle Freude an der Jagd verleiden könnten.
Wir haben es also bei dem Hunde des Xenophon mit keinem Behang, weder langem noch kurzem, sondern mit Stehohren zu thun, und wenn wir den Handschriften glauben dürfen, mit kleinen. Und wirklich sehen wir diese auf einer ganzen Reihe von Bildwerken.
Auf den von Gerhard herausgegebenen auserlesenen Vasenbildern altattischen Stils, Töpferarbeiten von den Zeitgenossen des Phidias und Nachfolgern des Polygnot, den besten Zeugen, die wir für unsere Lesart finden können, sehen wir an allen, ungefähr vierzig Hunden ¹⁴) des Jagdhundtypus Spitzohren, und zwar an weitaus den meisten kleine, und nur an wenigen(Fig. 3) erscheinen sie einmal verhältnismäſsig groſs. Nicht anders verhält es sich mit der langen Reihe von Hunden auf andern uns erhaltenen Malereien und Zeichnungen jener Zeit, von denen ich mir Kenntnis verschaffen konnte¹⁴). Kein einziger aller dieser Hunde
*) 6, 128. 1¹⁰) 8, 143. 1¹¹) 8, 146. Vgl. El. 25, ff. *²) 17, 290: ³s ot uby roατα νπσsε d⸗νο‿ dyögeuor dνν ϑε τν νέεαααᷣ e val obara zeluevos Eo—ey, z. 1. 1. 301: rGrτε μς ετσmνα Oouvoosa ypue Sövra, odgf uεy O' 5 pTonpe zal odara zduοadey Au*ρρ ν. r. 1. 33) 3, 10. ¹u¹) Auf Taf. 46, 62, 92, 112, 113, 130, 131, 142, 160, 170, 171, 172, 183, 185, 194, 199, 215, 235, 248, 252, 254, 265, 266, 267, 276, 285/6, 290, 316. Etr. u. Camp. Vasenb. Taf. X, 1 u. 4; XX. Inghiram. I, 89. II, 105; III, 205, 211, 221, 278; IV, 396(Aktäon von seinen Hunden zerrissen; dasselbe bei Wieseler II, 17 no. 185 und Lenormant-de Witte, Elite des monuments ceramographiques II, 102; ebenda Taf. 98(Jagdscene: Zwei Jäger, zur Jagd gerüstet, halten zwei Hunde; ein Hase kauert unter einem Baum); Aktäon und seine Hunde: Taf. 99, 100, 101, 102, 103(acht Hunde übernatürlicher Gröfse, sämtlich mit längeren Haaren am Hals), 103 B u. 103 C; Kephalos von Eos verfolgt: 112. Wieseler I, 18 no 93(Saujagd). Vgl. auch Gerh. Etr. Spiegel II, 173(Eberjagd); IV, 304(Hunde und Wild als Ausschmückung); 357, 1 u. 2(Aktäon); auch die Jagdhunde auf den Wandgemälden bei Roux-Barré, Hercul. u. Pomp. weichen in Bezug auf die Ohren nicht ab. Nur erscheint hier einigemale durchaus lange Behaarung, so II, Ser. 2, 60 u. IV, Ser. 4, 18 bei schweren Saupackern. Vgl. auch Helbig, Wandgemälde der v. Ves. versch. St. Camp. VII u. VIII u. Wieseler, II, 17, no. 183, a. Die Monum. d. Inst. konnte ich leider vor dem Druck nicht mehr vergleichen-.


