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2 (1889)
Entstehung
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an die Meute gebildet zu sein. Ich glaube gerade in diesen Namen einen Teil derjenigen zu erkennen, die Xenophon mit Arrians Beifall aus eigener Erfindung den gebräuchlichen hinzu- fügte(addο οπμπυππwπ⁶uh,- deωαάνέ̈aᷣ). Bei den übrigen Namen Xenophons und Arrians ist die Beziehung auf eine Eigenschaft nicht zu verkennen. So fanden Jagdeifer und Leiden- schaft, Ungestüm, Ausgelassenheit und Mut in Xrαου und Ooyn, in O0 ½ν ²³⁹), in NSOis, XMHο und Tydeðug und in Oνs ihren Ausdruck; der Kraft und Gewandtheit ward durch Bla, Poαν, fA**h, MGa(die Jugendkraft), X9⁶ένοσν(robustus), Odν⁵αων(vegetus), Sreoos(firmus, solidus), Hölue(vehemens) ³⁰), Boνας ³¹) und Ay9eug(validus), der Stärke der Stimme durch B6αισ), KOMνν, B06ℳ³³), T,60,854) Rechnung getragen. Die Spürkraft schuf den Namen

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riοανν(αrios vœlνπννε ταυν Hesych.), die Sehschärfe eνασωνπω die Freſsgier B60.8⁸8*), die Mordlust Döyoẽ, TI⁹ϑ‿ν(πς verwüsten) und Kairoe(xalvc, xretrco morden) und die Klugheit Namen wie MY dας, Nöys und Pvdx, Wie Aoyos, der Hund des Odysseus, so ward auch Irεοναιν der Schnelligkeit zu Liebe genannt, und wie Kiooa(Falbe, adi. ⁴εοο–) der gelben, Oydg der dunkelroten Färbung, so verdankten Hunde, die auf Dleαω, ν, νο, Auris hörten, ihrem hellen, glänzenden Fell ihren Namen. Ein einziger Name bei Xenophon weist auf den Schauplatz der Thätigkeit des Hundes hin: Neus, das unsermWaldmann, wie Oosids(f.) bei Hygin unsermBergmann entspricht. Auch die Beschäftigung wirkte bei der Benennung in Ayoy(Fang) ³⁶) und0(Jägerin) ³*) mit, und zuweilen nannte man Hunde wohl auch kurzweg nach ihrer Herkunft oder dem Vaterland der Stammeltern, wie Hoxde bei Hygin und 1dxc» bei demselben und Ovid zeigen. Im letzteren Falle stimmte der Einzelname mit dem Rassenamen überein, von denen uns mehrere überliefert sind.

Die Jagdhunderassen.

Ehe wir uns denjenigen Hunderassen, deren Namen uns überliefert sind, zuwenden, muſs der homerischen Jagdhunde kurz gedacht werden, deren Bild wir uns freilich nur in sehr unbestimmten Zügen zu zeichnen vermögen.

Aus der Natur des noch waldreichen Landes ergibt sich, daſs der homerische Jäger eines Hundes bedurfte, der imstande war, das Wild aufzuspüren, anhaltend und rasch zu verfolgen, um es dem Herrn zu stellen oder selbst zu fangen, auf alle Fälle aber laut zu jagen, um den erwartungsvollen Jäger über den Weg, den die Jagd eingeschlagen hatte, aufzuklären und ihm zu ermöglichen, selbstthätig einzugreifen. Drei Eigenschaften sind zu solchem Jagdbetrieb für den Hund unerläſslich, eine gute Nase, Schnelligkeit und Kraft. Und diese drei werden ausdrücklich am Hunde Argus, dessen Name ja schon auf die wichtige Eigenschaft der Schnelligkeit hinweist, gerühmt. Sagt doch Eumäus ¹):

*) Die Lieblingshündin Arrians. ³⁶) Uber diese Bedeutung s. Bäcker p. 63. ³¹) Bäcker p. 62: Bouas a Beuc. is qui turget corpore i. e. robustus, validus. Eine ähnliche Bedeutung liegt in A2vHες. ³²) Bei Arrian; Bäcker p. 64 f.= crnj. ³³) Dass wir es hier ebenso wie bei έιτον, u. ä. mit Participien zu thun haben vgl. Bäcker p. 60. ³⁴) a rwogdto tumultuari; hic: is qui gannit, latrat. Bäcker p. 62. ²⁸) Bäcker p. 52:Vielfrals. C. J. 8185a(auf der Françoisvase) und bei Hygin. ³⁶) Hyg. u. Ov. ³⁷) C. J. 8139(Gerh. A. V. 235). ¹) Od. 17, 313 ff.