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2 (1889)
Entstehung
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nennen.Gut, Kirrha! Gut, Bonna! Schön Horme! fügt er als Beispiel hinzu. Den letzten der drei Namen führte überdies seine eigene Jagdhündin, der er in seinem Werke ein Denkmal gesetzt hat ²⁴).

Alle uns erhaltenen Namen von Jagdhunden hier anzuführen, würde zu weit führen²⁵). Es wird genügen, die bei der Namengebung vorwaltenden Gesichtspunkte an den Beispielen zu zeigen, welche bei den beiden Jägern Xenophon und Arrian vorliegen.

Die Namen sind meist in letzter Linie auf Eigenschaften des Körpers oder Geistes zurickzuführen. Doch nicht alle. Was z. B. mit NlôorasSchildgriff zum Ausdruck gebracht werden soll, ist unerfindlich, und es bleibt, wenn anders der Name richtig über- liefert ist ²⁰), nur die Annahme, daſs Xenophon dieses Wort, zumal es zweisilbig war, in Erinnerung an die vielen Berührungspunkte von Jagd und Krieg gewählt habe, wie auch M6 ¼J=%Hinterhalt diesem Umstand seine Aufnahme in sein Verzeichnis zu verdanken scheint, das gleichfalls auſser Beziehung zu den Eigenschaften des Jagdhundes steht. Im Hinterhalt zu lauern ist Sache des Katzengeschlechts, aber nicht des Hundes, der stets sofort zum offenen Angriff übergeht. Die Reihenfolge der Namen gibt vielleicht einen Fingerzeig: Ilöonas(Schildgriff), Sruoas(Lanzenschuh, Lanze), Aöyx,(Lanzenspitze, Speer), A6 x 8 (Hinterhalt oder der Lochos, die Heeresabteilung), Doovod(die Feldwache), Oulas(der Wächter, der Einzelposten), Taεςςα(die Aufstellung in Reih und Glied) und ioουν(&iqog das Schwert) stehen zusammen und alle scheinen mir beim Niederschreiben aus einem Gedanken Xenophons geflossen zu sein. Der Verfasser hatte mit MiuxiSõ(Seele), das ja auch sonst als Name im Gebrauch war, begonnen, Ouuοs(der Mut) kam ihm danach leicht in den Sinn, und nun lag für den Soldaten Xenophon die Gedankenverbindung zwischen dem Mut und kriege- rischen Kunstausdrücken nahe. Die acht folgenden Worte können alle so erklärt werden; die eine Bedingung, der Kürze, erfüllen sie alle; daſs Xenophon daneben die Beziehung des einen oder andern zu einer Eigenschaft der Jagdhunde ins Bewuſstsein gekommen ist, ist ja nicht ausgeschlossen. So kann bei der Wahl von Aöyxy(Lanzenspitze, Speer) ebenso wie bei dem später genannten Alxει(Wurfspieſs) die Berücksichtigung der Schnelligkeit mit- gewirkt und iqoαων derselben Metapher seine Verwendung als Hundenamen verdankt haben, mit der wir von dem Schneid eines Hundes oder von einem z. B. auf Raubzeug scharfen Hunde sprechen. Ebenso wie igoy nach io, Schwert, scheint T½νναιαινν ν⁷) nach zeöxog, Rüstung, Waffen, vielleicht auch Axtxνααρ⁸) nach τ⁵ι⁵Reih und Glied mit dem Gedanken

²⁴) C. 5. ²⁸) Vgl. in betreff der bei Hygin. u. Ov. vorkommenden und der auf Darstellungen der kalydo- nischen Jagd beigeschriebenen Namen Bäcker a. a. OQ. ²⁸) Bäcker scheint an eine Verderbnis des Wortes aus Högçrak Kalb, junge Kuh zu denken: p. 48, Anm.: An fuit Höôerak? Iorak[IIdoric] vitula P 4; u. p. 64: Hdonak nisi fuit Näçras. Eine solche Namengebung steht aber ohne Analogie. Sagt doch Bäcker p. 62 selbst: Quid? Si omnino eius interfuisset aliorum animalium nomina ad canes translata referre, nominane Kdoas, Aodxov, Aéawva, similia omisisset? ²⁷) Bei Teuzoy denkt Bäcker p. 60 an die Verwandtschaft mit zex und an eine Beziehung auf die Frucht- barkeit der Hunde: Teuzovy= der Hervorbringende; eine solche Beziehung wäre aber doch wohl durch einen Namen feminini generis ausgedrückt worden. ²⁸) Bäcker p. 61: Trexw i. e. Steiger lorexeeur, oretgewr] ab eundo sive currendo

petitum ut Eödοανο, Eéοdos.