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Je erfolgloser das Bestreben der Hirten diesem Räuber gegenüber war, desto mehr muſste von den andern Bewohnern der heimgesuchten Landschaft, den Besitzern der Herden und ihren kampfgeübten Söhnen, helfend eingegriffen werden. So lange rauben die Löwen ringsumher Rinder und gemästete Schafe, bis sie selber von der Hand der Männer fallen, von spitzigem Erze getötet.¹²) Die Kunde von räuberischen Herdenüberfällen verbreitete sich natürlich schnell. Dann aber sammelten sich die Jäger voll Begierde den Feind zu töten, eine ganze Volksgemeinde. Dicht gedrängt rücken sie gegen ihn an. Anfangs wandelt er stolz und verächtlich einher, ohne sich um sie zu kümmern. Sobald ihn aber einer der mutigen Jünglinge mit dem Speer getroffen hat, um ihn zu reizen, dann duckt er sich gähnend zum Sprunge, peitscht mit schäumendem Rachen die Flanken, als wolle er sich selbst anfeuern, und stürzt funkelnden Auges auf die Jäger, die ihn mit vorgestreckten Spieſsen erwarten. Ihrem gemeinsamen Angriff erliegt er, nicht ohne zuvor einen der Männer im Vordergetümmel niedergestreckt zu haben. ¹*) Nicht minder gefahrvoll war es, sich der Jungen in Abwesenheit der Alten zu bemächtigen. Denn der kühne Jäger mulste darauf gefaſst sein, von der seinen Spuren folgenden Löwin ereilt zu werden, wenn sie den Raub zu früh gewahrte. Dann galt es erst recht einen Kampf auf Leben und Tod. ²⁰) Denn die Mutter verteidigt ihre Jungen aufs tapferste. ²¹)
Die hervorragendsten Eigenschaften des Tieres sind Mut, Kraft und stolzes Bewulst- sein derselben, Eigenschaften, die zumeist seine Erwähnung in Vergleichen bei Gelegenheit des Auftretens namhafter Helden veranlassen. Drum heiſst er οασπτιααρασσσσν(starken, mutigen Sinnes ²²) und d πιαιαωε(der Stärke vertrauend ²⁴). Auf seinen Mut bezieht sich wohl auch ⁵σσ ω(eigentlich glänzend, in übertragener Bedeutung„feurig, hitzig“ ²⁴). Die Bei- wörter d406 GOœ„auf Verderben sinnend“²⁵) und Giννε ²⁸)„räuberisch“ und Gαοασααmꝓνs„rohes Fleisch fressend“ ²⁷) reihen ihn in die Ordnung der Raubtiere, xαοααmσς heiſst er wegen des funkelnden Katzenauges, ²s)„vyéνεεος„starkbärtig“ ²⁹) wegen der langen Spürhaare am Rachen Sein Fell wird dαανσόν„rotgelb“ und als Umwurf des Agamemnon 0dyvexég p„bis auf die Füſse reichend“ genannt.¹) 690,1009oe„auf dem Gebirge ernährt“ ³¹) weist auf seinen Hauptaufenthaltsort. Ein sehr bezeichnender Unterschied zwischen Homer, der die Natur des Löwen aufs genaueste, wohl nicht zum wenigsten aus eigner Erfahrung, kannte, und Herodot, der von dem Tier nur durch Hörensagen wuſste, ist der, daſs jener von den Jungen entweder in der Zwei- oder Mehrzahl spricht,*²) dieser die Behauptung aufstellt, die Löwin gebäre in ihrem ganzen Leben nur einmal, und dann nur ein Junges. ³³)
18) II. 5. 554. f. ¹5) II. 20. 164 f. ²0) II. 18. 318. f. ²¹) II. 17. 133. ²²) II. 10. 184. ²¹) II 5. 299; 17. 61; Od. 6. 130; ö d 1ε Gϑιινι ⁴ϑ⁴αεέιαμεανειι II. 16 135;(50»Ls) ε‿᷑pα οονεονs .½(ε&σ9 II. 16. 758. ²⁴) II. 10. 24, doch ist die Bedeutung glänzend in Bezug auf das Fell nicht ausgeschlossen. ²⁶) II. 15. 630 ²⁶⁸) II. 11. 480. ²⁷) II. 5. 782. ²³) Od. 11. 611. ²³⁵) Od. 4. 456; Il. 15. 275. ³⁰³) II. 10. 22 f. 3³¹) II. 12. 299. ³²) II. 5. 554: 07 ⁴me Eοννe duνα 5⁹εοσ τοοινσνόσυ
6rOαmHςτηνινν νmά⁶ εμυππνο˙ II. 17. 133: 6 ʃ½ ε 140ν*⁸*¹!G 1⁶αασρ¶m⅔³⁴³) Her. 3. 108. 4


