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liches Feuer seine Schritte beschleunigte, sondern weil man dem Gast zuvorkommend den ersten und besten Platz beim Angriff auf das Wildschwein, das man suchte, einräumte. Und er war es auch allein, der das Tier zum Tode verwundete, während die Genossen wohl abwartend zum Stoſse bereit standen. Daſs man auf alle Wechselfälle der Jagd wohl vor- bereitet war, beweist der Umstand, daſs die Söhne des Autolykus sogleich die Wunde, die der Eber dem Jüngling mit seinem Hauer geschlagen, wohl zu verbinden verstanden, ehe sie zu ihres Vaters Palast zurückkehrten.
Das Moment der Anstrengung, das, wie wir sehen werden, in der späteren Zeit, der Zeit der Blüte der griechischen Freistaaten, bei der Wertschätzung der Jagd ein wesentliches war, wird zwar in diesem Sinne in den homerischen Gedichten nicht erwähnt, es erscheint aber mit dem Jägerleben als ein selbstverständliches verbunden. Denn von der Ziegeninsel, an die Odysseus verschlagen wurde, heiſst es, daſs sie nie zuvor vom Fuſse des Jägers, der mühsam sich durch den Forst arbeitet und wilde Felsen umklettert, ¹³) betreten wurde. Der Relativsatz vertritt hier ganz die Stelle eines stehenden Beiworts. Das was später und jetzt in erster Linie den echten Jäger reizt, die Ueberwindung der Anstrengungen und Fährlichkeiten, wird wohl auch den homerischen Mann vor allem in den Forst gelockt haben. Sehr bezeichnend ist es, daſs einigemal an Stelle der sonst für Jäger gebrauchten Wörter aiyoi steht, das eigentlich rüstige, kräftige junge Männer bedeutet. ¹⁴)
Daſs das schmackhafte Wildbret selbst den Jäger gleichfalls lockte, ist ja selbst- verständlich. Als Odysseus auf der Insel Käa des Glück hat, einen gewaltigen Hirsch zu erlegen, da, heiſst es, weiden die Gefährten die Augen an dem Anblick und machen sich dann eiligst daran, das herrliche Mahl zu bereiten(dOυναιεέαα ⁶ἀαα⁵.¹³) Eben so selbst- verständlich ist es, daſs Odysseus und seine Gefährten, an ein von Menschen unbewohntes, aber von wilden Ziegen wimmelndes Eiland verschlagen, zu Jagdspieſs und Bogen greifen und so ihrem Nahrungsmangel abhelfen. ¹16) Dalſs sich gegen schädliches Wild, das zur Land- plage wurde, die Jäger der heimgesuchten Landschaft vereinten, beweist die für derartige Vorfälle typisch gewordene Erzählung von der Bekämpfung des kalydonischen Ebers ¹⁷) und die Schilderung einer Löwenjagd, zu der die Männer sich sammeln, ein ganzes Volk. ¹⁸)
Es bleibt noch übrig, einige die Jagd betreffende Kunstausdrücke zu erwähnen. Die Jagd sowohl als die Jagdbeute heiſst„y, ¹) eine gute Jagd in dem letzteren Sinne de„οεεννς ϑη,0) auf die Jagd gehen 14 ναι εές ⁴ϑeν,²⁷) der Jäger*νοννοτη) und 6 ϑeνυπντι, ²³) auch 6 πο Ʒοννντυνο ⁸⁴)(der Jägersmann), ò eωο ϑ εuτis,²⁵) und νκνοοσο ϑινοτν, ²⁶) einmal
¹3) Od. 9. 120: 02& Hεeνα ε⁵⁵ςσοσεπνινεκν⁄σι νννννꝓνεμεσ, οεε*αάςοο ι έε πάἀνσνωοωυõOᴵjΤO⁹sq ds 60ενν ꝓρεeαπαωνν–εσ. ¹⁴) II. 3. 26: zν.—.ενες εᷣ„iε αεο τ αsνoi. 11. 414; 17. 282. ¹⁸⁵) Od. 10. 181. ¹⁶) Od. 9. 156 ff. Diese Stelle hat erneutes Interesse durch den vor kurzer Zeit auf Joura (der Polyägos der Alten) gelungenen Fang einer Wildziege gewonnen, worüber unten. ¹) II. 9. 529 fl. ¹s) II. 20. 164: IIHjlεidνε dO ετέοισεέν ενανsοeν αερε°ο, 1eν ο lvns, öpre zal àvoες dmποανταeνεννα deεαιαανι μeον⁴⁶mεενο, πές dνμαο. ¹⁸) II. 5. 49: aA⁵⁴αα ⁹ϑμον⁄α von einem guten Jäger. ²⁰) Od. 9. 158. 21) Od. 19. 429. ²²) II. 11. 292. ²³) II. 9. 543. ²¹) II. 12. 170. ²³⁵) II. 12. 41. ²⁶⁸) II. 17. 726.


