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1 (1892)
Entstehung
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seinen künftigen Mörder. Frida und Wolf einander gegenüber in ernster Lage(S. 134 f.), Konflikt zwischen Irmgard und dem Vater. Zürnend kündet Answald Ingo und seinen Leuten das Gastrecht, der alte Bund der Väter wird gelöst(S. 137 f.), und Ingo zieht mit den Seinen ab, von Bero in die Dörfer der freien Bauern des Waldlandes geladen. Noch tauscht er mit Irmgard in schwerer Stunde den Schwur der Treue an derselben Stelle, wo sie früher sich gefunden, und vertraut ihr den Drachenzauber an(S. 140 ff., s. o. S. 10). Von Bero und Rothari bewirtet, wird er vor Bisino gewarnt und ihm geraten, im Frühjahr zu den Marvingen am Idisbach zu ziehen(vgl. S. 104), um sich dort ein neues Königtum zu gründen.[Kap. 6. Der Abschied.]

Ingos Empfang an Bisinos Hofe. In sorgenvoller Nacht halten Berthar und Wolf Wache gegen Bisinos verräterische Pläne. Gisela ihnen günstig gesinnt, Bisinos Her⸗ wird durch Ingos Heldengestalt und edle Sitte gewonnen(S. 157), zumal dieser ihm auf der Jagd das Leben rettet. Beim Mahl Verhandlung über Römerwesen und Römer- dienst und den neuen, christlichen Glauben. Bisino eröffnet Ingo seineKönigs- kunst, seine Gesinnung über die freien Thüringe und Ingos Plan Irmgard zu gewinnen [Kap. 7. Ingo am Königshofe.]

Auf der Beize spricht Gisela ihre Neigung zu Ingo aus. Inzwischen ist der Franke Harietto als Bote des Cäsar gekommen mit reichen Geschenken, um Ingos Auslieferung zu verlangen. Widerstreit im Herzen des Königs; Konflikt mit der Königin. Verräterischer Plan Bisinos gegen Ingo im Turmgemache der Königin, aber Gisela wirft sich da- zwischen, und Ingo, des Königs Söhnlein Hermin ergreifend und das Messer über dessen Haupt haltend, zwingt ihn zur Gewährung freien Abzugs für sich und die Seinen. Sie trinken Minne zum Abschied und scheiden herzlich. Giselas Trauer.[Kap. 8. Die letzte Nacht.]

Sie ziehen zur Bauernschaft der Marvinge am Idisbach, Gründung der Burg und Gaugemeinde, Zuzug aus dem freien Waldlande Answalds unter der Führung von Beros Söhnen. Freudiger Empfang. Fridas mahnendes Zeichen(S. 210). In dunkeler Sturmnacht, vor dem Morgen, da sie gewaltsam Theodulf getraut werden soll, entführt Ingo Irmgard mit Frida durch Raub, und Irmgard wird sein Weib, im Ring der Blutgenossen mit ihm vermählt.[Kap. 9. Zur Idisburg.]

Nach einem Jahre wird ihnen ein Söhnlein geschenkt: sie stehen auf des Lebens und Glückes sonniger Höhe; nur Sorge vor Händeln mit den Grenznachbarn, den Burgunden, vor heimlicher Rachefahrt Answalds und die Meldung Volkmars vom Tode Bisinos und seine Warnung vor der Königin Sinn werfen leichte Schatten über dieses Glück. Da kommt Gisela, von Sintram, dem Oheim Theodulfs, begleitet, auf Ingos Burg, die selbst den Tod ihres Gemahls veranlafst hat, um für Ingo frei zu werden. Streit der Königinnen am Quell: Die Eifersucht der Frauen. Heiſs und heiſser umwirbt sie den Helden, sie weist auf die Gefahr hin, die ihm auch vom Cäsar droht, sie deutet ihm an, daſs sie um seinetwillen Bisino den Tod bereitet: Ingo widersteht, und rachekündend reitet sie von dannen[Kap. 10. Am Quell.]

Giselas Liebe hat sich in Haſs gewandelt, ihr Hafs vereinigt sich mit dem Theodulfs und Sintrams zum Werk der Rache undzum drittenmal wirbt der Cäsar