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die Zerſplitterung der Kräfte, das Handeln auf eigne Fauſt hörten ſehr bald auf und an deren Stelle trat eine Gleichmäßigkeit, eine Thatkraft und Raſchheit des Handelns, wovon man bis da⸗ hin keinen Begriff gehabt hatte. Mit der Unwiderſtehlichkeit ihres ſiegesgewiſſen Gottesmuthes, den ſie dem Heere einzuhauchen wuſte, riß die Heldin alle Kräfte in ihre Bahnen hinein, und der Adlerblick ihres Genies entdeckte bald die Bedingungen, unter denen die Befreiung gelang. Sie dachte nicht an eine bloße Vertheidigung der Stadt, ſondern ging mit Entſchiedenheit zum Angriff über, und nicht in vereinzelten Unternehmungen ermüdete ſie die Kampfluſt ihrer Krie⸗ ger, ſondern warf ſich mit aller Wucht auf die eine Seite der Belagerung, um mit einem Schlage alles zu gewinnen. Bei der großen Ausdehnung ihrer Werke konnten die Engländer, wenn die Franzoſen die Offenſive mit Energie ergriffen und bedeutende Maſſen raſch auf ei⸗ nen Punkt warfen, dem bedrohten Platze nicht ſofort mit einer entſprechenden Truppenzahl zu Hülfe kommen, insbeſondere war die Unterſtützung der Südſeite wegen der Trennung durch den Strom erſchwert⸗). Trotz alle dem aber würde, weil die Engliſchen Schanzen ſo ſtark und mit Beſatzung ſo reichlich verſehen waren, daß ſie ſich eine geraume Zeit ohne Beiſtand zu halten vermochten, auch der Uebergang über den Fluß durch eine fliegende Brücke geſichert war, die Befreiung der Stadt wenigſtens nicht ſo überraſchend ſchnell erfolgt ſein, wenn nicht im entſcheidenden Augenblicke der Feind wie durch ein Gottesgericht in Unthätigkeit feſtgebannt ge⸗ weſen und aller Unternehmungsgeiſt von ihm gewichen wäre. Die wenigen Fälle, wo die Eng⸗ länder ſich wirklich zur That anſchickten, vemegen nur, daß ihnen über der Schüchternheit und über dem Vertrauen auf ihre Bolhwerke die Einſicht nicht abhanden gekommen war, daß einem ſo kecken Feinde gegenüber nichts thun, nichts wagen, ſich ihm gebunden in die Hände liefern heißt. Zu einer wirklichen That, wie ſie die Verhältniſſe erheiſchten, haben ſich die Engländer durchaus nicht erhoben, wo ſie ſich zum Handeln aufrafften, blieben ſie bei halben Maßregeln ſtehen und ließen die von ihren Hauptvertheidigern entblößte Stadt in gutem Frieden, wäh⸗ rend Johanna am jenſeitigen Ufer eine feindliche Burg nach der andern vernichtete und damit die ganze Belagerung in Trümmer ſchlug. 3 —Den hoͤchſten Gipfel erreichte der Enthuſiasmus der Franzoſen nach dem Einzug der Truppen von Blois. Eine ungeheure Sehnſucht, das Engliſche Joch abzuſchütteln bemächtigte ſich der Gemüthers, und Johannas Prophetenwort:„Innerhalb fünf Tagen wird die Belage⸗ rung aufgehobeu und kein Engliſcher Soldat mehr vor der Stadt ſein,“ durchzuckte wie eine electriſche Flamme alle Geiſterdo.
Nach Hauſe zurückgekehrt erquickte ſich Johanna mit d'Aulon durch eine kleine Mahlzeit. Kurz darnach machte Dunois der Jungfrau Meldung, daß Falſtolf mit Mannſchaft und Lebens⸗ mitteln binnen kurzem im Engliſchen Lager eintreffen werde, er ſei bereits in Yeuville ange⸗ langt.„Baſtard, Baſtard! antwortete ſie, im Namen Gottes, ich gebicte Dir, daß ſobald Du die Ankunft Falſtolfs erfährſt, Du mir davon Kenntnis gibſt, denn zieht er vorbei, ohne daß ich es weiß, ſo ſei verſichert, daß ich Dir den Kopf abſchlagen laße.“ Dunois erwiderte, Jo⸗ hanna ſoli nicht zweifeln, er werde ihr Nachricht geben 1oco. Damit entfernte er ſich. Ein Er⸗ eignis folgte auf dem Fuße, das Johannas ſcharfes Wort rechtfertigte.
Mittag(4. Mai) war herbeigekommen. D Aulon, matt und müde von den Anſtrengungen des Marſches, hatte ſich auf ein Ruhebett im Zimmer Johannas niedergelegt, dieſe mit Bouchers Tochter auf ein anderes. D'Aulon begann eden einzuſchlafen, da erhob ſich Johanna plötzlich
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combien que ce fust contre la voulenté et oppinion de la plus part d'y- ceulx gens de sguerre; et montoit sur son coursier, armée aussy tost que chevalier qui fust en l'armée ne en la court du roy. De quoy les gens de guerre estoient courou- ciez et moult esbahiz.
.) 0. IV, 511(Papſt Pius 11): Quum divisi Anglici pluribus in locis essent, nec castra castris subvenire possent, per hunc modum soluta et penitus deleta est Aurelianensis obsidio.


