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den und haben ſich die Ordinarien dieſer parallelen Curſe faſt alle bemüht, durch recht vielfache Beſprechungen mit ihren Collegen im Neben⸗Curſus für die Erhaltung eines gleichförmigen Schrit⸗ tes zu wirken. Als Mittel diente auch die Anfertigung gleicher Certamen⸗Extemporalien in den parallelen Cötus, wonach die Schüler beider geordnet wurden, um auch den Wetteifer zu entzün⸗ den. Für die vier untern Klaſſen iſt 40 ungefähr die Normalzahl einer Abtheilung geweſen. In Unter⸗Secunda fließen die getrennten Abtheilungen wieder zuſammen, um nun ungetrennt bis ans Ende der Gymnaſialbahn zu bleiben. Hier muß alſo, was ſich etwa noch von Ungleichartigkeit der Vorbildung findet, ausgeglichen werden. Obwohl übrigens viele Schüler aus Tertia ins prak⸗ tiſche Leben überzugehen pflegen, ſo bleiben doch immer noch genug, um die Secunda ſehr anzu⸗ ſchwellen, die in der That dieſes Jahr in ihren beiden ſubordinirten Cötus an 120 Schüler ge⸗ zählt hat. Auch in der Prima muß natürlich dieſes Verhältniß noch fortdauern, und die nothwendige Folge muß der Abgang einer großen Zahl von Abiturienten zur Univerſität ſein, da ſich in Prima die Zöglinge des, nach unten geſpaltenen Doppelgymnaſiums zuſammen finden und zum Abgang vereinen.(Vergl. unten die Chronik).(1 jarE nanl 3rſtun zi2f eoenet.
Den unterricht dieſer zwölf Klaſſen haben zwölf ordentliche Lehrer, zwei außerordentliche, drei wiſſenſchaftliche, drei techniſche Hifslehrer beforgt und ein Candidat aus dem pädagogiſchen Seminar, bis Oſtern Dr. Steiner, nach Oſtern Eichner, hat dabei noch helfend mitgewirkt. Un⸗ geachtet dieſer Lehrermenge hat die Stundenzahl einer ordentlichen Lehrſtelle 19— 23 Stunden be⸗ tragen und auch der Director hat deren 17 gegeben und das Ordinariat von beiden Abtheilungen der Prima verwaltet. Erkrankungen von Lehrern haben theils Combinationen der Abtheilungen, theils Vertretungsſtunden nothwendig gemacht. Es erkrankten auf längere Zeit, ſchnell vorüberge⸗ hender Fälle nicht zu gedenken, der Religionslehrer Stenzel, Hilfslehrer Dr. Teuber und wieder⸗ holt der Hilfslehrer Hägele, der auch einige Wochen vor dem Schluſſe des Schuljahrs ins Bad nach Reinerz gehen mußte. n5s 2 13
4. In der Methodik iſt neues nicht eingeführt worden. Die Ruthardſche Methode im Latein iſt, wie es im vorjährigen Programme ſchon verſprochen worden, zuſammenhängend von Quinta bis Ober⸗Secunda betrieben worden. Leider läßt die neue Auflage ſeiner Loci ſchon ſo lange vergeblich auf ſich warten. Daß die Lehrer der Sexta mit einem, von demſelben Gelehrten entworfenen lateiniſchen Vocabularium glückliche Verſuche gemacht haben, iſt bereits oben an ſeiner Stelle erwaͤhnt worden. Jrg an.
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II. Verordnungen und Zuſchriften der Behörden von allgemeinerem Intereſſe bis zum 1. Auguſt 1845. 1. Vom 19. Auguſt 1844. Das Hohe Miniſterium verfügt, daß der ſchon einmal ohne glücklichen Erfolg geprüfte, interimiſtiſch immatriculirte Student R. als ſolcher nicht noch ein⸗ mal zur Maturitätsprüfung zugelaſſen werden könne; er ſolle auf ein Gymnaſium zurück⸗ kehren. 1 1.


