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50 Rthl. Zu hoͤhern Leiſtungen reichte der Schulfonds nicht hin, da an die Univerſi⸗ taͤten Halle 7000 Rthl., Frankfurt 2000 Rthl., Koͤnigsberg 1000 Rthl., zuſammen 10000 Rthl. und ſpaͤter wenigſtens noch 5000 Rthl. gezahlt werden mußten.
Die Lehrer, welche in dieſem Abſchnitte an der Schule arbeiteten, waren außer den oben, im vorigen Abſchnitte genannten fuͤnf, folgende. Den Religions⸗Unterricht uͤbernahm in nur drei Stunden woͤchentlich ¹) immer eine fuͤr je zwei Doppelklaſſen, Carl Haaſe, fruͤher Prediger der Inſtitutskirche; der andere bisherige Prediger, Anton Legenbauer, uͤbernahm eine Stunde Anleitung zur Kenntniß der preußiſchen Staatsver⸗ faſſung; Mathematik, Philologie, Verſtandesuͤbungen und Latein lehrte der Profeſſor Carl Rake, endlich den Unterricht in der ſyſtematiſchen Naturgeſchichte uͤbernahm der Pro⸗ feſſor Franz Heyde. Den polniſchen Unterricht gab der Profeſſor der Theologie Martin Pelka. Ein Zeichnenlehrer wurde in Palsner gewonnen.— Als Rake im Jahre 1802 ganz an die Univerſitaͤt uͤberging, ward von Oppeln der Profeſſor Joſeph Rohowsky als Lehrer der Mathematik berufen, welcher noch jetzt an der hieſigen Univerſitaͤt thaͤtig iſt. Sein Uebergang zu derſelben, welchem ſpaͤter der von Haaſe, Rathsmann, Scholz folgte, das Ausſcheiden Heyde's und Legenbauers aus dem Gymnaſial⸗Unterrichte, der Ausbruch des Irrſinns bei Raſchdorf und der Tod Rhedigers machten neue Anſtellungen aus der Zahl der indeß herangebildeten Candidaten nothwendig. Es traten dafuͤr ein: Franz Hausdorf) als Lehrer der Geſchichte und Phyſik, Franz Helbig ³) fuͤr Mathematik und Geographie, Johann Wiechota ⁴) fuͤr Mathematik in den obern Klaſſen des Gymnaſiums, der erſte weltliche Lehrer an hieſiger Anſtalt; Auguſt Kaluza ⁵) fuͤr Naturgeſchichte und ſchleſiſche Geſchichte, Alois Bachs) fuͤr das Latein, Johann Kabath) fuͤr beide alte Sprachen, Franz Reiſchel fuͤr den Religionsunterricht. Seit 1808 wurde auch ein be⸗ ſonderer Schreiblehrer in der Perſon des Rectors am Hospital ad matrem dolorosam J. A. Fritſch angeſtellts). Dies waren die Lehrer am Ende dieſes Zeit⸗Abſchnittes, nur daß Reiſchel ſchon 1811 nach langem Leiden ſtarb und nach laͤngerer Vacanz der Stelle an dem damaligen Caplan, jetzigen Domkapitular Carl Herber einen Nachfolger erhielt. Gleichzeitig arbeiteten ſtets mehrere Candidaten zur Aushilfe und eigenen Aus⸗ bildung am Gymnaſium.
1) Heute hat jede Klaſſe deren zwei, alle zuſammen 16. 2) geſt. den 20. Juli 1838.
3) geſt. zu Nieder⸗Langenau den 4. Auguſt 1827.
4) geſt. den 11. Mai 1821.
5) Vergl. den Nekrolog im Programm des Leobſchützer Gymnaſiums 1837 von dem Verf. dieſer Zeilen, und Nowack's Schriftſteller⸗Lexicon III. 63. f.
6) geſt. 1845 den 1. Februar, penſionirt, zu Ober⸗Schwedeldorf in der Grafſchaft Glaz.
7) Von 1818— 27 Director des Gymnaſtums zu Glaz, dann Regierungs⸗Schulrath zu Breslau; geſt. 12. December 1828.
8) Geſtorben als Bade⸗Inſpektor zu Reinerz, ſeinem Geburtsorte.


