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2. Abth. (1845)
Entstehung
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Gymnaſium von 1784 96 in den obern Klaſſen und ging dann als Profeſſor der Geſchichte an die Univerſitaͤt uͤber, der er bis zur Vereinigung derſelben mit der Frank⸗ furter Viadrina angehoͤrte. Schon im Programm von 1843 iſt auf ſeine Schrift: Nachrichten von dem Perſonale der Leopolds⸗Univerſitaͤt in ihrem er⸗ ſten Jahrhunderte verwieſen worden, die auch hier mehrfach benutzt worden iſt. In die jetzt abgehandelte Periode faͤllt das Wirken der Lehrer Ignaz Fiedler, Friedrich Bittner, Franz Milan, Franz Raſchdorf, Franz Rhediger und Anton Rathsmann. Von dieſen iſt nur einer, Bittner, am Gymnaſium eine voruͤbergehende Erſcheinung ge⸗ weſen. Nach einem Jahr trat er 1788 aus. Milan lehrte von 1787 erſt 3 Jahre in den untern, dann 8 in den obern Klaſſen und ging dann 1798 zur Univerſitaͤt als Profeſſor der Philoſophie uͤber, die er erſt 1803 verließ um nach Glaz zu gehen. Sein Nachfolger am Gymnaſium war Anton Scholz, welcher dieſem bis in die nachfolgende Periode angehoͤrte. Spaͤter wirkte er an der Univerſitaͤt als Profeſſor der Dogmatik, als welcher er 1830 ſtarb. Die uͤbrigen 4 gehoͤrten dem Gymnaſium noch weit uͤber die jetzige Periode hinaus, denn Rhediger ſtarb den 16. November 1809; Rathsmann, ſpaͤter zur Univerſitaͤt uͤbergegangen, verungluͤckte 1812 ¹) durch einen Sturz aus dem Fenſter. Raſchdorf wurde von Geiſtesverwirrung uberfallen und Fiedler ſtarb im jetzi⸗ gen Gymnaſialgebaͤude erſt im Jahre 1815.

Alle dieſe Lehrer hat bis heute der Mann uͤberlebt, der als Pedell an der Univer⸗ ſiaͤt und dem Gymnaſium von 1790 bis 1811 angeſtellt geweſen, Franz Popitius.

Ueber die Frequenz⸗Verhaͤltniſſe des Gymnaſiums in dieſer Periode iſt es leider nicht moͤglich geweſen, etwas zu ermitteln, da die vorhandene Gymnaſial⸗Matrikel nur bis zum Jahre 1757 reicht, der dritte Theil derſelben, wie der erſte, verloren gegangen iſt. Einen Anhaltspunkt fuͤr Ermittelungen dieſer Art duͤrfte die, nach den Einrichtungen der Jeſuiten jaͤhrlich aus der Zahl der Gymnaſial⸗Schuͤler mit Ausnahme der unterſten in die Univerſitaͤts⸗Matrikel Eingetragenen abgeben.

Im Jahre 1776/77 wurden in dieſelbe eingetragen

aus der V. IV. III. II. Klaſſe. Summa.

12 11 21 67 111 173 ⁄1 12 3 50 74 170% 14 9 25 38 180% 1 11 4 32 48

Wenn dieſe Zahlen auch nur die, in die einzelnen Klaſſen neu aufgenommenen Schuͤler bezeichnen, wobei die unterſten Klaſſen nicht in Betracht kommen und erſt im naͤchſten Jahre als Schuͤler der mittlern grammatiſchen aufgeführt werden, ſo ſcheint doch ein auffallendes Abnehmen im Laufe der Periode ſtatt gefunden zu haben. In der That ſinkt dieſe Zahl der Neu⸗Immatriculirten ſogar bis 35 im Jahre 1795 ⁄5 herab.

¹) Rathsmann gab heraus: M. K. Sarbieweki lyriſche Gedichte metriſch aus dem Lateiniſchen überſetzt.

Brsl. 1800. Sonſt ſind von ihm lateiniſche Gedichte vorhanden, wie eine Gluckwuͤnſchungsode zum Ju⸗ biläum der Univerſität. 4