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1. Abth. (1843)
Entstehung
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rector aus, was er, was das Lehrercollegium bei dem Scheiden des hochverdienten Mannes em⸗ pfanden und es antwortete ihnen der Scheidende in Worten, die aus einem innig gerührten Herzen kommend, den Weg zum Herzen der Hörer nicht verfehlten. Auf Verlangen wurde die Anſprache des Directors durch den Druck den Schülern zugänglich gemacht. Gleichzeitig hatte der Director auch den neu eintretenden Collaborator Dr. Matzek in ſein Amt mit einigen Worten eingeführt, ihm, ach! vergebens, Wiedergeneſung wünſchend. Auch dieſe Feierlichkeit war mit Geſängen eröffnet und geſchloſſen worden. Leider konnten die Stunden des abgegangenen Lehrers der Mathematik und Phyſik, deſſen Stelle für den Augenblick zu beſetzen nicht möglich war, auch nicht einmal vollſtändig vertreten werden, da ohnehin alle Lehrer mit Stunden bis zu 25 wöchentlich überhäuft waren, auch Erkrankungen mehrerer Lehrer Vertretungen nothwendig machten. Nur in Unter⸗Secunda wurde der mathematiſche Unterricht durch Dr. Pohl fortge⸗ ſetzt; in Ober⸗Secunda mußte er, wie der geſammte phyſikaliſche Unterricht, ausfallen, und in Prima wurde der jedesmalige Cötus, der mathematiſche Stunden haben ſollte, mit dem andern in philologiſchen Stunden combinirt. Daß hieraus in dieſen Lehrfächern für dieſes Jahr die Schüler einen großen Schaden erlitten haben, muß anerkannt werden. Gegen Ende des Se⸗ meſters wurde die zweite allgemeine Cenſur gehalten, deren Ergebniſſe das Oſter⸗Zeugniß nach⸗ weiſet. So nahte das Sommerſemeſter heran, wo Dr. Matzek uns ganz angehören, die er⸗ ledigte mathematiſche Stelle beſetzt werden ſollte. Aber in den letzten Tagen des März er⸗ krankte Dr. Matzek heftiger als zuvor und ſtarb am 28. März. Der 31. März, welcher ſeine Thätigkeit für die hieſige Realſchule beſchließen ſollte, war es, an welchem beide Anſtalten den früh Entſchlafenen zur Grabesſtätte begleiteten, der katholiſche Religionslehrer der Realſchule, einſt ein Schüler unſers Gymnaſiums, die Grabrede hielt und die Sängerchöre beider Anſtalten abwechſelnd Trauergeſänge an dem Grabe des gemeinſchaftlichen, geliebten Lehrers anſtimmten. Auch der neuerwartete mathematiſche Lehrer, Dr. Sondhauß, konnte von der Ritterakademie zu Liegnitz, wo er die Stelle eines Inſpectors verwaltete, erſt nach den Oſterferien entlaſſen werden. Deßhalb wurde auch die Abiturientenprüfung, zu welcher ſich 15 Schüler und 13 Fremde gemeldet hatten, erſt nach den, vom 9. bis 23. April dauernden Oſterferien gehalten. Am 23. Aprik ſelbſt fand die feierliche Conſecration und Inthroniſation des neugewählten und beſtätigten Herrn Fürſtbiſchofs Statt. Der Director hatte Denſelben, im Verein mit einer großen Anzahl angeſehener Katholiken der Stadt bereits bei Seiner Anherkunft nach Breslau beim Eintritte in das Weichbild der Stadt, im Namen des Gymnaſiums freudig begrüßt, und am Tage der feierlichen Inthroniſation begab ſich derſelbe mit dem geſammten Lehrerperſonale in die Fürſtbiſchöfliche Reſidenz, und trug dem greiſen Kirchenfürſten, unter Ueberreichung eines von ihm verfaßten lateiniſchen Gedichts, die Glückwünſche des katholiſchen Gymnaſiums, das einſt den Fürſtbiſchof ſelbſt unter ſeine Schüler gezählt hat, ſeine Bitten um wohlwollende Zuneigung und ehrendes Vertrauen ehrfurchtsvoll vor.