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1. Abth. (1843)
Entstehung
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briel Stief, den wir ſchon als Vicepräfecten der höhern Studien kennen gelernt haben. Im Jahre 1689 führte dieß Amt nochmals der ſchon genannte Jacob Steßl, in den beiden folgenden Jahren ſein Amtsnachfolger in den Fächern der Schriftauslegung und Controverſe, Johann Tobel, welchem im Herbſte 1699 der Profeſſor der Metaphyſik und Ethik Norbert Streer, und dieſem, nach zweijähriger Amtsführung im letzten Jahre 176 ½ Franz Kus folgte, gleichfalls Profeſſor der Metaphyſik und Ethik.

Dieſer raſche Wechſel in den Leitern und Vorſtehern des Collegiums und der Studien war eine natürliche Folge des Grundſatzes der Geſellſchaft, jeden Lehrer die ſämmtlichen Stufen des Unterrichts von der unterſten Gymnaſialklaſſe bis zum letzten Theile der Theologie durchge⸗ hen zu laſſen, zum Theil aber auch des Zuſammenhanges der verſchiedenen Collegien unterein⸗ ander, unter welchen die Docenten nach den Beſtimmungen des Provincials der Provinz, aus mannigfachen, gewiß oft dem Erziehungs⸗ und Unterrichtszwecke fernliegenden Gründen ver⸗ tauſcht wurden. Um ſo einige Beiſpiele ſtatt vieler anzuführen, ſo war Franz Fragſtein, nachdem er ſeine untern Klaſſen vielleicht in einem andern Collegium durchgemacht, 163³½ Profeſſor der Logik und machte damit den Uebergang zu den höhern Studien; 16 53 Profeſſor der Phyſik, 16%9 der Metaphyſik und Ethik; die nächſt folgenden 3 Jahre war er Profeſſor der Caſuiſtik, alſo in die theologiſche Falcultät übergegangen, 1700 wurde er auch Profeſſor der Exegeſe (scripturae). So war Gabriel Stieff, der im Jahre 16 ½ noch als Student der Theologie im 4. Jahre im Album ſtand, im Jahre 16 8%, nach 9 Jahren, binnen welchen er wohl die un⸗ tern Klaſſen und die Philoſophie gleichfalls anderwärts durchgemacht, Doctor der Philoſophie, Profeſſor der Exegeſe und Controverſe und Präfect der niedern Studien. Die nächſtfolgenden 4 Jahre war er Profeſſor der Theologie und Mathematik, und 1700 wurde er bereits Vice⸗ präfect der höhern Studien. Dieſe Einrichtung hatte den Vortheil, daß jeder Vor⸗ ſteher aus eigener Erfahrung mit allen Zweigen des Ünterrichts vertraut war; zugleich beglei⸗ tete in der Regel ein Profeſſor ſeine Zuhörer durch das dreijährige Studium der Philoſophie oder der Theologie hindurch, was mit mancherlei Vortheilen verbunden ſein konnte, obſchon die Nachtheile auch am Tage liegen, welche aus Untüchtigkeit des Lehrers oder aus einer Bevorzu⸗ gung einzelner Theile ſeines Lehrgegenſtandes und einer Hintanſetzung anderer entſtehen konnten. Der Wechſel bewahrte endlich auch vor einem Verſinken in Erſchlaffung und Geiſtloſigkeit, zu welchem die ſtete Wiederholung des gleichen Penſums führen kann, obſchon andrerſeits freilich auch jene Sicherheit unerreicht blieb, die aus einer längern Uebung und mehrjährigem Nachdenken über die Methode entſpringt. Im Allgemeinen war indeß die Methode ziemlich genau für alle Fächer vorgeſchrieben, von der eigenmächtig abzuweichen keinem Lehrer erlaubt war. Vorſchläge, dahin bezüglich, konnte er ſeinen Vorgeſetzten machen, von deren Ermeſſen alles abhing, wie denn

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der unverbrüchlichſte Gehorſam gegen dieſelben heiligſte Pflicht war, ein Gehorſam, der, wie es