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einer andern Lebensbahn zuzuweisen: S. Jahresbericht 1837 S. IX. In dem wissenschaft- lichen und sittlichen Leben der Schüler fanden auch in diesem Zeitraume die Lehrer manche Belohnung und Ermunterung zur freudigen Betreibung ihres schweren Werkes!— Bei diesem kurzen, aber in Wahrheit vollkommen begründeten Zeugnisse lässt es der Unter- zeichnete bewenden: denn ausführlich und beredt, wie es oft geschieht, den unter einem zahlreichen Schülerverein waltenden Geist öffentlich zu rühmen, erscheint nach den hie und da gemachten Erfahrungen von pädagogischer Seite bedenklich, und dürfte selbst den Verfasser des Berichts zuweilen dem Verdachte einer vielleicht nöthig gewordenen Lob- rednerei aussetzen. Nach diesem kurzen Vorworte geht der Unterzeichnete zu den in chro- nologischer Ordnung herkömmlich zu gebenden Nachrichten über.
Die vorjährige Feier des Stiftungstages, des 14. Septembers 1837, ward zufällig da- durch ausgezeichnet, dass unter der zahlreichen Versammlung von Anwesenden aus der Nähe und Ferne ein Landprediger sich befand, welcher am 14. September 1787, also gerade vor 50 Jahren, als Redner beim Schulfeste aufgetreten war und das illustre Moldanun, auf welchem er 6 Jahre studirt hatte, mit einem höchst ehrenvollen Zeugnisse verlassen hatte. Dieser Jubilar war der Pastor M. George Friedrich Neumann zu Grossbo- then, einem in unserer Nähe gelegenen Dorfe. Er hatte ununterbrochen das lebendigste Inter- esse an dem Schicksal und Gedeihen der Anstalt, die ihn bildete, genommen. Der Unter- zeichnete, mit diesem ehrwürdigen Manne seit einer Reihe von Jahren freundlich verbunden, konnte nicht umhin, diesen Jubilar seinen. Schülern beim Redeactus als ein Muster eines wohl- gerathenen, die Anstalt ehreuden und gegen seine verdienten Lehrer, die schon längst im Grabe ruheten, dankbaren Schülers, und als ein belehrendes und ermunterndes Beispiel aufzustellen, wie erheiternd und beglückend die Erinnerung an eine wohlvollbrachte Schulzeit das ganze Leben hindurch sei. Derselbe hatte die Güte, auf die an ihn ergangene Einladung einige Worte an die Zöglinge der Anstalt zu richten. Wer von den Anwesenden nur erwartete, dass der 70 jährige Greis, durch den ihm unbekannten glänzenden Verein von Ilörern etwas befangen, nur die dankbaren Gesinnungen eines frommen IIerzens in ungeküunstelter Rede ausdrücken wollte, wird diese Episode dem Charakter dieses Festtages, an welehem die Stif- ter und Wohlthäter der Schule durch Preis und Dank zu feiern sind, ganz entsprechend gefunden haben. Dem Unterzeichneten lag der Wunsch nahe, dass Gott uns gegenwärtigen Lehrern recht viele Schüler erwecken möchte, die, wie der ehrwürdige Greis seine längst ent- schlafenen Lehrer, so uns durch ihr ganzes Leben und Wirken fär Kirche und Staat chren, unser Andenken in einem treuen, dankbaren IIerzen bewahren und, wenn auch wir einst von unserer Arbeit im Grabe ausruhen werden, unsre Asche segnen.— An diesem Tage wur- den als Percipienten der von dem chemaligen Schul-Inspector von Rackel gestifteten Sti- pendien und Prämien von dem Schulcollegium folgende Alumnen gewählt und beim Redeactus der Stiftung gemäss öffentlich bekannt gemacht: 4) Percipienten der Stipendien à 10 Thlr. waren: I. Joh. Carl Edauard Wilsdorf aus Döbeln; 2. Friedrich Schiller aus Colditz; 3. Carl Otto Coith aus Chemnitz; 4. Carl Herrmann Obel aus Cheumitz. E) Percipienten der Bücher-Prämien: α) aus Prima: 1. Johann Hein- rieh Wahl aus Oschatz; 2. Robert William Pritssehe aus Leipzig. 5) Aus Secunda: 3. Guido Bernhard Hacher aus Wermsdorf; 4. Ferdinand Bene-


