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1 (1838)
Entstehung
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Jahresbericht

über

die Königl. Sächs. Landesschule zu Grimma

vom September 1837 1838.

I. Chronik der Landesschule.

Die Landesschule hat während des verflossenen Jahres weder in ihren inneren noch äusse- ren Verhältnissen eine Veränderung erfahren. Ruhig und ungestört hat sie, bei den aus- wärts auf dem Gebiete der Jugendbildung feindlich sich durchkreuzenden Richtungen der gegenwärtigen Zeit, den Gang fortgesetzt, der ihr als Lehr- und Erziehungsanstalt für die vaterländische Jugend vorgezeichnet ist. Ihre Bewohner blicken daher mit Dank gegen Gott, unter dessen Schutze dieselbe vor Unfällen bewahrt blieb, und mit freudiger An- erkennung des hohen Wohlwollens und der treuen, immer wachen Fürsorge, welche die vorgesetzte Behörde ihr angedeihen liess, auf den verwichenen Zeitraum zurück, in wel- chem ihnen des Guten und Erfreulichen nicht wenig zu Theil ward. Lehrende und Ler- nende trieben fast ohne Unterbrechung ihr Werk mit gewohntem Fleisse und gesegnetem Erfolge. Nur in der zweiten Ilälfte des Schuljahres ward die Thätigkeit von zwei Lehrern, des Ordinarius Classis II. Prof. M. Wunder, und des Lehrers der Gymnastik Buek, auf einige Zeit durch Krankheit gehemmt. In dem Alumneum war der Gesundheitszustand fortwährend gut; selbst in den Frühlingsmonaten blieben alle die Krankheiten, die mancher Familie in der Stadt und Umgegend Sorgen und Trauer verursachten, von unsern Mauern fern. Zwei Zöglinge, welche das in die Anstalt mitgebrachte Siechthum nicht besiegen konnten, wurden der älterlichen Pflege zurückgegeben. Die Frequenz der Schule ist sich gleich geblieben, ungeachtet das Schulcollegium auch in diesem Jahre den Grundsatz festhielt und streng durchführte, alle diejenigen von den uns anvertrauten Knaben und Jünglingen, die bei geringen Fähigkeiten besonders keine Lust und Liebe zu den Wissenschaften gewannen,

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