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Erklärung und Einübung der in Scheele’s Vorschule II, 2 aufgenommenen Regeln über die Casus und Modi, sowie Uebersetzung der dazu gehörigen Uebungsstücke(2. Reihe). Lectüre: Wellers Lateinisches Lesebuch aus Livius, Abschnitt 12, 13, 15— 17, 19. Siebelis Tirocinium poëticeum I, Reihe 1—3, mit Auswahl. Einzelne Sentenzen aus dem Tirocinium wurden auswendig gelernt. Wöchentlich eine schriftliche Arbeit. . Pranzösisch. 5 St. w.— Plötz, Elementarbuch der französischen Sprache.— Kausch, seit 19. November Dressler.— Wiederholung der Formenlehre nach Ploetz. Die gebräuchlichsten unregelmässigen Verba. Lectüre der in Plötz angehängten Lesestücke. Wöchentlich wechselnd Extemporalien und Dictate. . Geschichte und Geographie. 4 St. w.— Andrä, Grundriss der Weltgeschichte für Gymnasien. Kirchhoff, Schulgeographie.— Dressler. Länderkunde der aussereuropäischen Erdteile nach Kirchhoffs Schulgeographie Seite 35— 95.— Griechische und römische Geschichte nach Andrä'’s Grundriss. . Mathematik. 4 St. w.— Mehler, Hauptsätze der Elementarmathematik.— Bäcker, seit 25. August Baseler. Uebungen im Rechnen mit gemeinen und Decimalbrüchen. Verkürzte Multiplication und Division der Decimalbrüche. Mündliche und schriftliche Aufgaben aus der Regeldetri und der Zinsrechnung. — Geometrische Formenlehre. Planimetrie nach Mehler,§ 1— 37. Leichtere Dreieckskonstruktionen. . Naturgeschichte. 2 St. w.— Bail, Methodischer Leitfaden für den Unterricht in der Natur- geschichte, Abt. für Botanik und Zoologie.— Capeller. Im Sommer: FErläuterung des Linnéschen Systenis verbunden mit Uebungen im Bestimmen leicht aufzufindender Pflanzen. Entwickelung der morphologischen Grundbegriffe.— Im Winter: Die Ordnungen der Wirbeltiere unter Berücksichtigung der geographischen Verbreitung der wich- tigsten Tierformen. . Zeichnen. 2 St. w.— van Riesen. Zeichnen styl. Blatt- und Blüteformen nach Wandtafeln. Zirkelzeichnen nach Vorzeichnung des Lehrers an der Wandtafel.
Quinta. Ordinarius: Bäcker, seit 25. August Karsten, seit Michael Marschall. . Religionsunterricht für evangelische Schüler. 2 St. w.— Anger, Hilfsbuch für den Religions-
unterricht in höheren Lehranstalten. Preuss, Biblische Geschichten für Schulen und Familien.— Capeller. Das 2., 4. und 5. Hauptstück wurde erläutert und memoriert, dazu Bibelstellen und Kirchenlieder. Durchnahme der wichtigsten Geschichten des Neuen Testaments. Die Bücher des Neuen Testa- ments wurden der Reihenfolge nach gelernt, auf den Hauptinhalt derselben wurde kurz hingewiesen. . Deutsch. 2. St. w.— Hopf und Paulsiek, Deutsches Lesebuch für höhere Lehranstalten, Abt. für V. — Gortzitza. Leseübungen, an welche sich Erläuterung und Wiedergabe des Gelesenen schliesst. Auswendig- lernen von Gedichten und Deklamationsübungen. Dictate. Aufsätze über Stoffe aus der Sagen- geschichte. Der mehrfach bekleidete und zusammengezogene Satz. Die wichtigsten Nebensätze. Latein. 9 St. w.— Ellendt-Seyffert, Lateinische Grammatik. Scheele, Vorschule zu den lateinischen Klassikern, T. 2. Weller, Lateinisches Lesebuch für Anfänger, enthaltend zusammenhängende Erzäh- lungen aus Herodot.— Bäcker, seit 25. August Augustin und Karsten, seit Michael Marschall. Wiederholung und weitere Einübung der Formenlehre nach Seyffert's Grammatik. Einführung in die Syntax der Casus und Modi nach Scheele’s Vorschule, II, 1. Jede Woche ein Extemporale oder Exercitium. Daneben im Winter 4 St. w. Lectüre der Abschnitte VIII, IX, X des lateinischen Herodot von Weller.


