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2 (1827) Quaestionum scenicarum specimen secundum : Quo Vernalis Examinis D. XI. April. Inde ab hora antemeridiana IX. in Regio Gymnasio Ioachimico instituendi solennia indicit / Augustus Meineke
Entstehung
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III

glücklich war und' seine tadlenes Minbzorienual oi Eieslunen Eifer vn Sae. lichem Erfolgé betrieb.

In dem verhängniſsvollen Jahre 4818 thbilte auch er die Saeahennse welche damals die deutsche Jugend erfüllte. Ungern gab er anfangs den Bitten der Seini- gen nach, da sein Körper für die Beschwerden des Krieges nicht stark genug und eine Reise durch die von den Feinden noch besetzten ae s er die er machen mulſste, um aus Rudolstadtz wohin er Al 2u

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war, die Preuſsen zu erreichen, sehrbedenklicl hien, Er verweihs in banger Erwartung und bald niedl gender bald igender Theilhahme an den groſsen Zeitbe-

gebenheiten in Jena, wo er in der Familie des seligen Orielsbach mit Göttling und andern Freunden vereinigt lobte, und der Oelegenheft sich thütig zu zeiten entgegensah. Die Lndem von dem Ausgange der Sohlacht e Leipzig machte ihm die längere Unthütit äglich. Seine ungen nicht melrr in ihn, zurückzubleiben; sein kee eebee Pestärkt schien. Pr ging nach Göttingen, sich an ein dort gebildetes Corps anzuschlielsen; doch waren die Aussichten der Wirksamkeit desselben zu fern, daher begab er sich im Februar 1814 in das Lützow- sche Corps der Jäger zu Faner Sein füngerer Bruder diente unter demselben, Füh- rer als C: ist. Das L denen damals mehr entmuthigende Beschwerden als Gelegenheit, sich durch Thätene bsznssichdon vom Schicksale bestimmt waren, theilte er mit fester Beharrlich und a nder Hoff Sein Brustübel zeigte sich wieder; doch wirkten die Bäder von Achen wohlthätig auf seinen Körper. Seine Freunde, die ihn damals kannten oder kennen lernten, werden nie die heiteren Stunden vergessen, die Sie im Umgange mit ilmn verleb- ten. Sein herrliches Gedaà- ſs, seine scha K lifs des Schör und Erhabensten in der alten und neuen Litteratur, seine Liebe und Begeisterung für alles Groſse und Edle wurde in der fast gänzlichen Abgeschiedenheit von litteräri- schen Beschäftigungen eine Quelle des reinsten Genusses. Dazu kam der unbe- fangene Frohsinn oines reinen Gemüthes und, wenn es wahr ist, daſs wir an ge- liebten Personen auch gewisse Mängel lieb gewinnen; so trug auch eine eigen- thümliche Unbeholfenheit in der Sorge für äufsere Dinge, über die er sich gut- müthig zurechtweisen liels, sehr viel dazu bei, die Freunde, deren er in dieser Hinsicht bedurfte, an ihn anzuschliefsen. Nach der Blokade von Jülich zog er mit dem Lützowschen Corps durch einige nördliche Provi Prankreichs und über Flandern nach Deutschland zurück. Nach geschlossenem Frieden traf er im Som- mer 1814 in seiner Vaterstadt ein, gesund, heiter und in jeder Hinsicht glücklich. im Herbst desselben Jahres besuchte er auf einer Fuſsreise den Bruder in Ru- dolstadt und begab sich von dort nach Benin, unl daselbst seine Studien fortzu- *2