Druckschrift 
[Beginn] (1878)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

33

ſintend angewandt werden; ſie nrrten oſt zwiſchen Wortfüßen anderer Art durch den ruhht, ſehr bedeutſam hervor, wie in folgenden Beiſpielen

1, 414. Iude Wenus durn" sumus. II, S7l. Vissu pecum yrimis vestigia pouit in undis, VI, 380. Syinn virst; acuter, pars maxiunn corhoris, albet. N. 711. Bcivere canes, silrisque exire parun- tem. XI, 6G2. Occidimus. ulso tibi me ranittere uoli. ef. II. 318. Xl. 631.

Beſonders iſt dies der Fall, wenn ſir im erſten Fuhe, oder, was weit hiufiger iſ, nach der Haupt⸗ csſur vorkounnen:

1II. S9. raeudo urechut, nee longius ire sinchat. IV. 1

cuit unda. VII, 11. Vincere non poterat, Thistra, Iledea, repulwuas. ef. l. 127.

206. 632. VII, 41. 48. VIII. 173

Erhöht wird die Wirkung natürlich noch bedeutend, wemn mehrere ſpondeiſche Wor nach einander oder getrennt im Verſe auftrrten:

II, 103. Uitane labant, eirrus iusin Sine pondlere maxes. II, 18. Cuil faciate multhuan eueli host terga relietun. XI, Tà3. Stringehat wmmas akes miseruhilis undas. XV. 520, Iit retro lentes teucio resupinus habemas. VIII, Gae. llla sunt aunis inucki iuveunlihbus, dla Gonsenuare casn. II. 316. Illie trenu incant, ilie temone rexulsus VI

Nachdruck, der auf ihnen

Ut lea snexu sitim èulta cam-

1II., 1

de unmittelbar

Tuiz veste tegens emem muiniummaue relinduel

Nie dürfen zwei ſpondeiſche Wortfifße den Vers ſchließen, was ſich ſelbſt rir ältern römiſchen Dichter nicht erlaubten; ſondern es wird der dem ſchließenden ſpondeſſhen Wortfuße vorangehende Versfuß ſteis dal⸗ chliſch gebildet Ebenſo wenig kommt der ſpondeiſche Wortfuß an zweiter Stelle vor, mas mit dem oben er⸗ wilnten Betonungsgeſete des vomiſchen Hexameters zuſammenhängt. Wenn ſich auch bei Orid Verſe funden wie IV, 679. Sedl quibus iuter se eupidi iunxuntur amantas. ef. XII, 130., ſo iſt hier doch, wie auch in ööulichen Stellen bei Verzil(Ien. II, 451. IV. 193. u. a) Iufer ae als Moloßz zu nehmen

Wird der ſpondeiſche Wortfuß aus einfilhigen Wärtern gebildet, oder iſt die lezte Silbe des erſten Wortes elddir, ſo wird et dadurch beſonders kräſtig und nachdrucksvoll hervorgehoben, 3. B VI, 195. Mnior sum, duam cwi ossit frtuna nocere. VI. 30l. Dummque roeut."o Quw ragut, occidit. df. II. 513, 518.

Die daktyliſchen Wortfüßze haben ihre Stelle im Verſe am häufigſten im 1. und 5. Fuße; im versus shomclaiens iſt gemöhnlich der. Fuß ein Dattylns, 3. B. IIl. 669.. le. anders dagegen. 117. Im 5. Fuße haben die daltylichen Wortfüße nurr Nachdruck, wenn ſie zu einem andern Worte einen Gegenſat vilden, wie II. 10h. Prospieit ccusus, interum resvicit orius. cf. ll. 3l3.. oder nach der buloliſhen ſur: XI. 659. An men muututa est facies necev reshite! noscss. XII, 383. uspice, dixi. Im erfien Fuße dagegen haben ſie oft bedeutende maleriſche Kraft, wenn eine Juterpunction folge. Sie bilden dann ent⸗ neder einen eigenen Satz: I, 111. 1useiemur. 311. Tutwnaf, oder auch einen Nachſatz zu dem Voraugehenden: 1. 268. U'taue manu late peudentin nubila Pressit Vif frabzor; oder ſchließen, was am häuſigſten vorkommt, den Gedanken eines oder meherer voraufgehender Hexameter ab; z. B. ll, 312, pariter auimudue rotisqeue Hanuli. XI, 167. uhi terru raaesdt Towmius f. II.. IV. 362. VII. 349. IX. 128. Xl, 509. Endlich finden ſie ſich als Zurufe: 1IV. 112. Uuruue 9. Phnederar egradior.

Uunmitelbar nach einander wiederholt kommen dakthliſhe Wortflße bei Svid höchſ ſetten vor, wie in folgendem Verſe G. Seriar ingenüs et ad honrica hauyfior urma, der in Verbindung mit dem voll tönenden o und dem gehänften r den rauhen und kriegerichen Sinn des chernen Zellers mllen ſoll; oder

458. Cui dare ulneru Hasswmaes hosti, wo die beiden Daktylen die gewallige Wirk. funkeit des Apolinichen Geſcoſſes ſchidemm Häuffger verbindet Cvid dem erſin von zwei auf einander ful. genden dattyliſhen Wortfüßen mit einem einfübigen Worte nach der Penthem. zu einem loniens a maari; VIII, 355. Ira feri mola est, nae fulneiu leuus arsit. II. 10. Auraus uxis cxat, temo auenus, auwtm suumumae,(wo durch das dreimal wiederholte Epüheton uureus. vas Werk des Bultan gerühmt werden ſoll, wie ja auch ein wirllicher lonieus a mazori nach der Haupteäſur häufig einem Datthlus voraufgeht.