Druckschrift 
[Beginn] (1878)
Entstehung
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Fall, wenn ein Zurückweichen, Verhindern, Zaudern, Verlegenheit, Ermatten, Seufzen, Befürchten dargeſtelt werden ſoll oder wenn der Cüſur eine Frage oder ein Zuruf vorhergeht oder nachfolgt, wie folgende Beiſpiele zigen: X. 452. Tor pedis oftensi signo V. 101. Cui, duoniann Drobibent auni bellure, loquendo Puguat. II. 105. Ergo qua licnit, genitor cunstatus, ad altos N, 676, An petenet, virgo visn est duhiture, cf. Xl, 740. I. 615. luppiter e terra geuitam mentitur, cf. VI, 523. 37. II. 301. neque enim tolerurs vaporamn Slterius potuit nec dicere plura summque Die weibliche Cäſur im 5. F, welche nebſt der Trith. die Penth unterſtütz,, drückt mit der vorangehenden Diäreſe nach dem 4. J. das Ermatten aus cf. 1. 543. II, 277. 657. X, 457. 551. III. 237. lam loca vulnerihus desunt. gemit ille, ſsonumque Durch die weibliche Cäſur im 5. F. nach der Hepheh. wird in ſchöner Weiſe das Seufßen bezeichnet, und ein ſtarker Nachdruck auf das folgende souumque gelegt. Alehnlich VII, 480. Admonitus putri luctus suspirut, et illl ck. II

655. III, 93.

IV. 598.

Quisduis adest aderunl comites terretur. at iln df. IV, 228. I, 613. Quamquam inxita. Probat nae non et cnius et unde quuerit. ef. II, 383. VIII. IV. 110. Nostra nocans animm est. ego te, miserancla, peremi. cf. III. 477. IX.

Ferner wird durch dieſe Eäfur Ende oder Ziel einer Bewegung oder Thütigteit bezeichnet, die eutveder eine gleichmüßig verlaufende oder eine lebhafte und unruhige ſein kann Ik, 392. Desierant simnul ora loqui, simul XIV. 484. Deliciunt ſnemnque roguni erroris. III. 677. In Spatium resilire mauus hreve xidit 1, 472. Hloc deus in uympha Peneide fnit; ſ ut illo II, 184. lam Ileropis diei eupiens ita fertur,ut-

diudue

eta

Praecipiti inus bore. Iv. Pestiterulue manu raptos inmisit. at illi 1I. anam Pluminis in rapidi riis enira vocaxit

Oeyrrhotn.

Der Vers laͤuft, um den reienden Strom zu malen, ſo ſchnell über die Cäſuren im 3. und 4. Fuße hünveg, daß erſt nach dem 5 Trochäus ein Halt eintritt. Auch von der Trithem, an kam der Vers ohue Unterbrechung fortlaufen, wo dann die Hephthem. mehr zurücktritt, 3. B. l. 6hl. lunc timuit, hlandaque manu Sedduxit, ſet illi

Läuft der Vers bis zur weiblichen Cäſur im 5. R. ununterbrochen fort, ſo bezeichnet er bisweilen gleichmöͤßige und weite Ausdehnung, 3. B. 1Y, 438. Pallar hieumsque teuent late loca senta. 411. Sie omues animmas locuss acihit ille. V, 388. Slra caronut aduas einguns latus oume; häufig aber auch zu dem Folgenden einen Gegenſat, weshalb, wie aus mehreren der ohigen Beifpiele zu erſehen iſt, mit einer adverſativen Conjunction ind meiſt einem ſtarl betonten Pronomen fortgefahren wird; ſo auch: II, 532. Hteicere ex huumuerxis vestemn malibar. at illn Plumma erat. Man vergl. noch: III, 701, IV, 174. 614. V, 70, 80. X 61 oder es wird bloß das Wort vor der Cifur durch die letztere hervorgehoben, weil es dem folgenden

wegen Verſchiedenheit des Sinnes gegenübergeſtellt werden ſoll: Il, 429. ridetet uudit; oder endlich es tritt das Schlußwwort nach der trochüſchen Eiſur ertlärend hinzu: II, b16, manumqne Odit owmque manu teme- raria tela, sagittas.

1) Enſur nach der 6. Arſis. Dieſe Cäſur, welche in den Metam. 64 mal vorkonmnt, iſt für die

rhythmiſche Malerei im Ganzen von geringer Bedeutung, wenn ſie ſich zwiſchen zwei en Wörtern fudet: es erhält dann nur das lebtte Wort, obgleich in der Sentung ſtehend, meiſt einen verhältnißmäßig ſtarken Ton und bisweilen auch das vorangehende, wenn es ſomſt ein Atonon iſt(einſilb. Präpoſttion.) z. B. Vll, 436. tellus Ppidauria ver te Clarigeram vidit Vuleani occumbere prolem, wo durch das per te der Helden⸗ ruhm des Theſeus hervorgehoben werden ſoll. Aehnliche Stellen: VII, 860, in me. VIII, 65, in te. 862. et