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3) 10mal nach einem mehrſlbigen Worte, das einem dreiſibigen Endworte Mtoloß oder Palimbacchius) vorangeht(= ö) alſo im v. spomdulcus.-)
Da in den Ausgängen der erſten Art Wort, und Versacrent zuſammenfallen, wie es das römiſche Betonungsgeſetz erheiſcht(S. oben S. 17), ſo kommen jene am häufigſien vor und ſind in maleriſcher Beziehung weiter von keiner Bedeutung, als daß das Wort in der 5. Arſis durch die Ciſur meiſt einen beſondern Nadhdrutt erhält, 3. B. III. 456, et amurunt me] quadue uymphae. Xl. 720. heu. miser, iuduit. VI. 4197 tn, auaqune, Teren. XII. 554. me minus und. In den beiden andern Arten dagegen ſett ſich der Widerſtreit zuiſchen Wort und Versaceent bis in den 5. uß fort, daher werden dieſe Verſe aucdh, weil in ihrem Klange auffallen, von O. zu malerſcher Darſtellung bemutt, woſern nicht die beiden Schuußvärter srieciiche Eigennamen ſind, was im Ganzen 7mal vorkommt. Die übrigen Beipiele führe ich der Ueberſihelickeit wegen hier auf, wenn auch mehrere von ihnen bereits oben(ah. l.§2. in anderem Zuſammenhange Erwähnung gefunden haben
XI, II. Aympanacue et Plausus et Bacchei ululutus Oistrepuere sono eitharac. Die Aufeimanderfolge der drei Volale, nach deren helſſiem die Calur nach griechichem Vorgange in Verbindung nit dem Hiatus eintritt ſtellt in höchſt anſchaulicher Weiſe das Baechantengeſchrei dar XI. 756, rahtusque Javi Gauxmedes. Die Gäſur nach dem 5. Fuße trägt weſentlich zur Schilderung der Sturmesgewalt bei, mit der Juppiter den G. maubte 1, 117. inaecduules autumnas: Die dunch die E. verurjachte abweichende Versbetonung malt die Veränderlichteit der herbſtlichen Wütterung. 1, 188. Fauniqne sutgrique et mantieolu Silvani Durch die Ciſur und den ſpondeiſchen Ausgang werden die äͤlteren und würigern Silvane den ſcherzenden und muthwiligen Faunen und Sathrn gegenibergeſtellt Bgl. Zlet. NV. 687 1. 732. Et gemitu et luerimis et luctisome mugitu Cum Jove vis queri e Cäſur, ſpondeiſcher Ausgang und Wechſel der heilen ind dunteln Bokale malen das langgezogene Brüllen der Kuh.
III, 181. purhureae] ampore.
Die Gaſu ſoll in Verbindung mit dem ſpondeiſchen Schluſſe die Ausdehnung, das miederholte r die Röthe des Hinmels verſinnlichen(ck. Oſterprogr. 1871.. 24). Eine gleiche Beſtimmung hat die Cäſur nach Fuße: IV, 535. Iactari quos cernis in lonioſimmenso, un zugleich die weibl. Cäſur im 3. 3. zu unterſten, welche hier aus demſelben Grunde angewandt iſt. S. oben b. 22. In dem letzen Beipiele
XV. 450. Hnec Helonuun cceinisse penatigero] Aeneue komunt wiederum die weibliche Cäſur im 3. J. vor, und da auf ſie kein iambiſcher Wortfuß folgt r. vgl. oben S. 21) ſo dient die Eiſur nach der 5. Arſis einestheils dazu, auch in der 2. Vershälfte Widerſtrit zwiſch Wort. und Versacrent zu bewirken, hauptſächlich aber dazu, nebſt dem ſpondeiſchen Ausgange die Ehrvümigleit des Stammvaters der Römer hervorzuheben.
9) Die Cäſur nach dem 5. Trochäus. Sie hat dieſelb Beſtimmung wie die nach dem 4. Trochäus, namlich die Bewegung des Verſes zu unterbrechen, ehe er zu Ende geht; nur trit dieſe Unterbrechung hier noch ſchärſer hervor, weil die iſur dem S3chluſſe des Verſes näher iſt. Man vgl.folgende beide Beiſpele: VI, 486. lam labor exiguns Phosho restahat, equidne— Palsabant— IX, 770, dllatadue temmparu taedie— lnstiterant, unusque dies restadat.ut illu— Die Umterbrechung der Versbewegung kann auch zugleic Unrterbrechung der geſchiderten Thätigtet oder das Ende und Ziel derſelben bezeichnen. Das Erſtere iſt der
„ II 133, 722, I. 247. I 184. rV. Bas. vn, 308, um 316. Xv. 358. 110.


