durch dieſes abweichende Verhältniß in charakteriſiſcher Weiſe hezeichnet wird; ähnlich 1, 19. Frigida pugmabant calicis. Bisweilen wird auch das Wort vor der Hephthemt, durch das Hinzutreten der genthemimeres bedrutend hervorgehoben: VIII, 92. Prnemia nulla peto, nisi te. IV. 681.— nec nudut Ahyellare virum rirge. cf. V, 785. V. 147; oder es iſt für den Inhalt charalteriſſch, daß iiber die Penthem. hinveggegangen wird, und die Hauptciſur erſt ſpäter eintritt: V. 140. Dlus tumen exhuusto superest. NIV, 308.— multaqus Vrnesens Tempore tam longe vidi. XIII, 780. Mlue ferus ascendit Cxclops. XV. 518. Pruecipitant currum seapulis. ef. XI.
c. Die Cäſur nach dem 3. Trochäus. Dieſe Gäſur kouunt bei Oid, wie berhaupt bei den meiſen roniſchen Dichtern der Uaſſſchen Zeir⸗ iheraus ſelten vor; in den Metamordhoſen im Garzzen nur 28 mal.⸗) Der Grund ihrer ſo ſeltenen Amvendung liegt darin, daß ſie wegen des trochiſcen Ausganges im Gegenſat zu den beiden andern Haupteäſuren den Widerſtreit des Vers. und Wortaceentes in der erſen Hülftr des Verſes
verringert, wenn ſie ihn auch nicht ganz aufhebt. Denm nur ſelten hat Odid ſeine Hexameter mit meiblicer Hruptciſur nach dem Wiſſer des jolgenden gebant⸗ IN
Penthea tu, enerande, hipenniferumque Lycurgum. in welchem durchgehends Vers. und Wortacent zuſammenfällt;:) in der Regel ſind ſie vielmehr ſo beſchaffen, daß wenigſtens einmal in der erſten Vershälfte und bisweilen auch durch einen auf die Cäfur folgenden iambiſchen Wortfuß im 4. F. noch der Wortaceent mit der Versbetonung rollidirt; 3. B. 1. 230. Poena hläcot dirersa, gouns martale suh undis Perdere. Daraus ſolgt, daß der Amphibrachus, welcher in dem vorhin angefthrten Verſe IV. 22. aus maleriſchen Grnden ⸗s) dreimal nach einander vortommt, ſonſt von O. und auch don andern Dichtern im 4. Fuße vermieden wird, weil er jenen Widerſtreit aufhebt und dadurch den Vers unkräftig macht; der Bacchins aber, welcher aus leicht erſictlichen Grinden innerhalb der Verſe mit männlicher Säſur üiberhaupt ais Wortfuß keine Stelle findet, auch hier im 4. Fuße verwönt iſt*) um deshalb, wie wir unten ſehen werden, nur im Versſchluſſe vorkommt.
Weil der Bau der Verſe mit weiblicher Hauptesſur von dem der übrigen ſo erheblich abweicht, ſo werden ſene faſt überall, wo ſie auftreten, von O. zir Characterzeichunng verwandt. Sie ſcileen im Allgemeinen etwas Schwaches, Sauftes, Weichlches, Hilfloſes, Leichtes und Füchtiges, wie ſch aus den folgenden Beipielen ergiebt:
1, 190. Cuncia prius temuhtata. sel inmedlenbile vuluns Muse recidenddum est
Hier ſcheint die weibliche Cäſur gewählt zu ſein, um im Gegenſatz zu dem ſolgenden eense reciendum est, und dem vorangegangenen perdenqum ast mortale genus die große Langmuth Jupziters heworzuheben. Gbenſo ſoll 1. 260. Poena Placut dixersa, genus mortale sub undlis
Perder, durch die weibliche Eüur die von Lupziter zuletzt gewählte Strafe als eine mildere hingeſtelt werden, als der Untergang des Menſchengeſchlechts durch den Blit II. 33. enac'que viae tibi cnusap quid hacy ait areo petistir fi) Freundliche Amrede des Phöbns an ſeinen jugendlichen Sohn Pharton.
J 190. 210 II. 33. 401, 728. IV, 22, 535, 550. VI, 539. 572. VII. 78. X, 95. XI. 72s. XII, 2is. 104, 160, 10s, XIII. 268. 60, 508. 903. IV, 150,
*„) Baſelbe iſt der Fall in. XIL, 400 Antimmachwmluo lpmmmane aceuniſerumndne Pyracten, wo die zweüe Hälſte derjenigen des obigen Verſes gaug gleich gebaut iſt und auſerdem: VIII, 22. IN. 7158, XIII. M04.—
*nn) Aus demſelben Grunde iindet er ſich auch im 4. F. des felgeiden Verzes: X. 05. Et plaianus genialis aceraue ewlorihus juar
i) Dagegen Tlor 4p.2. 1, 102. Pt post Punica bella aqwietus duncrere eychit. 110, Cwmaita Dust knumenta ienentes teunpore taato Corhus, in weichen Verſen iedoch ſowohl die Anwendung des Vacchius als auch der weiblichen Gäfur ſur den Juhalt von Bedeutung ir
Ti) Wenn L. Mueler„De re metrien p.l. b. 187. bemerkt:„eeterum illad djemum mentione verha ventiemäi ¹t dexlaran Auo ineint media, qüssi enciji dadumm ita eralexcere, ut ryrsns unum etüeare zideamtur seneum, unde nelus in tertis trochaen incisust aratio versuum velut talinm
40, 161. So. VIII. 22. a87. Ix. 5oo.


