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[Beginn] (1878)
Entstehung
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Die Penthemimeres wird mit Bedeutſamkeit ſerner angewandt, wemn die erſte Vershälſte Grund oder Bedingung der zweiten enthält, oder durch dieſelbe näher beſtimmt und erllärt wird, z. B. X. DT, Plexit muans ueulos: et hrstiuus illa relahsa esi. Hesilit in latiees, alternadue bracchia duceus Dranupsit duo tela pharetra Divetsorum operum; fugat hoc. fueit lnud amorem. daher auch vor directen Ausführungsſäten: I. 181. Suene luter dixit generum mihi, flli, debes'; ſowie inmitten oder am Schluſſe derſelben, wodurch das dolgende um ſo ſtärker herorgehoden wird, 3 B 1. 4636. Flius uuie Veneris gat tuus wmunia, Phoehe Te meus arcus, ait unutodue animalia cedunt II. 705. Me mihi prodisy ait periuruque pectora vertit endlich nach einem Auoruſe: VIII, 35. Intrat, et heu facinust fatali nata parentem Crine suum sholiat.

Haufſig wird die Penth. noch durch andre Cäſuren uud Düreſen aus maleriſchen Gründen unterſttt,

ſo z. B. don der Hephchemimeres in dem eiligen Zurufe des die ſliehende Dahne verfolgenden Aholl:

1. 5066. Sie mauilam henna fugiunt trepidante calumlhae,

llostes quaecue sauos. umor est muihi causu sednendi. oder bei Ausrufen: VII. Slà. Auru,, recondor euim, veniast, cf. VII, 190; von der männlichen Cäſur nach der 1. Arſts, um die Furcht und das Verlangen des Orphens zu ſchüdern: no deſicenet, metuens, asidusdne ridendi; von der Diärrſe nach dem 1. Iuße bei Trauer. und Klage rifen: IV, 141 144. Endlich von der Trithemimeres, z. B. in Zurufen: X. 464. ASiu tun est, Cinyral- oder um plöbliche Erregung anzudenten: X. 666. Ostipuit virgv, uder vergeblichen Anlauf und Verſuch:

1I, 172, Bt setito trusiru temuptarunt accuore tingui; oder es crhält durch ſie das nachfolgende Wort vor der Penthem, damn gewößnlich ein Spondeus, ungemein ſtarten Nachdruck; z. B. IV, 490. Uu ferunt; muens est, qune diros sentiat jetus; oder, um große Ausdehnung zu ſchidern: II, 166. Fuccutiturque alto 187. Quid faciat? multum caeli past tergu relietun, Aute oeulas Ulus est

v. Die Hephthemimeres. Die Hephthem iſt diejenige der drei Haupicüfuten, welche am weiteſten nach dem Ende des Verſes hin eintritt und dadurch die Theile deſſelben am wenigſten gleichmäßig ſcheidet; daher iſt ſie bei O. gewöhnlich mit einer geringen Ciſur im 2. Fuße verbunden, wodurch dann der Vers in drei ziemlic gleiche Theile getheilt wird. Während die Penthemimeres in der Regel, wenn nicht der Gedanke des vorigen Hexameters fortgeſebt wird, den Satz in Vorder. und Nachſat ſcheide, wird dagegen die Hephthem. im Verein mit der Trichem. angewandt, wenn Hemmmmg, Unterbrechung, Aufregung und Leidenſchaftlihteit geſchiidert werden ſoll. Dieſe Eäfur kommt weit ſeltener vor als die Penthem, tritt aber werhalimifmäſig viel häufiger maleriſch auf und kann nach dem Geſagten ſowohl bei der Scilderung langſamer und gehemmter, als auch allmählich ſortſchreitender, wiederholter, ſchneller und lebhafter Bewegung und Thätigkeit vervandt werden. Erſteres iſt der Fall in folgenden Beiſpielen:

IV. 569. lanndus malis annisque graves dum hrünn wtractant Luta dommus releguntque suos termtns lalbres , 462. Cunctuntem longera manu diducit XII. 567. Sed ruhti vulnere nerri Defieinnt, motumqne negaut viresqéue volundi.

cf. IV, 266. V, 449. Ebenſo wird auch imere Hemmmum: Uunſchliſgleit Trauer und Klage durch dieſe Cäſur veranſchaulic 1, 617. Cuid faciate erudele, suos aliloore amores. V. 425. At(hune rahtauudus deam contemptadue fontis lura sui muereus. I. 508. Mle miserum! ne pronu cadus

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