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[Beginn] (1878)
Entstehung
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Die beiden erſien datthliſchen Verſe beſchreiben den ſchnellen Flug der in einen Eisvagel venvandelten Alchone; der lette ſpondeiſche verſinnlicht das gleichmüßige Hiuſwrichen des trauernden Vogels über die Wellen. XTV. Pacula, Gonuntem vitwa mnuleere capillos Reppulft, et stricto päridlam deterruit ense In dem erſten B. mit gehzuften Sp. wird der allmaähliche Verſuch der Circe geſchidert, den Ulres mit dem Zauberſtabe zu berühren; in dem folgenden mit raſcherem Gange das hefüige Einrringen des Syſſeus auf die Zanberin mit ſeinem Schwerte.

Cap. II. Von der Versgliederung.

§. 1. Weſen und Arten derſelben. Weit der daltyliſche Hexameter aus der Verbindung zweier tripodiſcher Reihen zu einer Periode entſtanden iſt, ſo wird man es f Ratürlicſte halten, daß die Grenzſcheide dieſer beiden Reiben durch ein Wortende oder wohl gar durch einen gemiſſen logiſchen Abſchtt des Zatzes bemerkbar gemucht wird. Dies ſcheint auch in der vorhomeriſchen Zeit der Fall geweſen zu ſein, als man im Hepameter den Spondens noch auf den Schlußtatt jeder der beiden Tripodien beſchräulte In der Verbindung tetrapodiſcher Reihen iſt die Cäſur auf der Greuzſcheide der deiden Reihen beibehalten worden; der tripodiſche Vers jedoch iſt dieſen Biddungen gegenüber zu weuig umfangreich, ir einzelnen Reihen deſſelben ſind zu klein, als daß nicht, zumal bei dem veiitrrenden Vortrage und bei der fortwihrenden Wiederholung des Heraueters, durch Zuſammenfall der kurzen rhuchmichen Abſchitte mät den durch das Wartende bedingten Abſchnitten der Rede eine kaum zu ertragende Monotonie entſtehen ſollte⸗ Noßbach, Griech. Rhythmit, 2. Aufl.

35. So ſinden ir demn ſchon in den homeriſchen Herametern und dann in den Verſen der fpätern griegiſchen Spiter die gröͤßte Mannigfaltigeit wie in der Vertrstung der datthlichen Versfüße durch ſpondeſſh ſo auch in der Behandlung der ähur; die Kömer aber blieben in dieſer Beziehung ihren Vorbüdern im Hanzeu

getrru und wichen mur in Einzelheiten von ihnen ab, wenn ſie durch den beſondern Eharalter ihrer Sprace dazu veranlaßt wurden. Es wunde bei ihnen, wie bei den Griccen, der Eiſſchnitt(roni) von der Grenzſcheide Tatt verleg. Der

der beiden Neihen in den Takt vor oder nach derfelben, alſo in den dritten oder vierte Grſchnitt nach der Arſts des dritten Fußes oder nach dem 5 Halbſuße(rer9zhhesoſs, de am haufigſten vorkommmende, nichſidem die Cäfur nach der Arſis des wierten Fußes oder nach de Halbfuße(c naneeije, einiseptemariu), die bei Ovid gewöhnlich von der Cäſur nach der Arſis des zeiten Fußes oder nach dem dritten Halbfuhße Croro 1 eois) Unterfütt wird Ziemlich ſelten und bei Orid meiſt nur durch den Inhalt veranlaßt iſt die Amvendung der Ciſür nach der erſin Theſts des dritten Fußes oder nach dem dritten Trochäns(werti roiron*94uior). Dies ſind die drei Dauptesſuten des romiſchen Hexautete on denen eine in edem Soidiſtzen und üterhaupt in jedem regelrect gebauten lateinichen etaneter vortomman muß. Auſerdem ſinden ſich noch Jeebencüuren überall da, wo ein Bersfuß von einem Wortende durchſchnitten wird und Düüreſen, wo Worc. und Versſuß zuſammenſallen; unter letteren iſt die ſogen. butalihe Sänur, die Düüreſe aun Eide des vierten Fußes, die bekannteſte und wichigſte. Von beſonderer Bedeutung iſt es für d maleriſce Vervendung der Gäſur im Lateinſſchen, daß ſie bei dem ſeltenen Vorkonnnen der E uach dem deitten Trochäus ſaſt immner maunlich iſt: es fällt dadurch der Ton auf die lebte Silbe eines(in der Regel) mehrſylbigen Wortes, wodurch ein Widerſtreit des Versaceentes mit dem Wortactente entſteht. Nichtig bemerkt hierüber Goßrau in ſeiner lateinſchen Sprachlehre S 629:Das ſſt in Latein jedesmal der Inll nicht im Griechſchen; und dieſer Widerſteit von Wort. und Bersacant giebt dem Verſe ſeinen Charatter, jenachdem viel männliche Giſiren, alſo viel widerſtritende Beronungen vorkonmmen, oder dieſer Widerſtreit Weit hin in den Vers ſich fortſett, ob bis in den 2. oder 3. oder 4. Juß. Da aber wie in der Muſit, ſo in der Metrit der fortgehende Widerſtreit ſih in Eiklang auflöſen ſoll, haben die Römer als feſtes Geſet angenommen, daß im Ausgange, d. h. in den bedden lebten Jßen Wort. und Versateent zuſammenfalle Man vergleiche hierüber auch Weſtphal, Griech. Metrit 2 und zurian Miller, de re metrica hocturum htinarum J. 209.

Aufi- b.2