Druckschrift 
2 (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

43

52 gallög habus aus vasus, bez. basus verdorben ist, vgl. Martyrii de B et V im C. Gr. L. VII 167, 9, wo der Verf. als ein Wort, das er nur'in diversis cottidianis glossematibus' gefunden haben will, auch basus Gallòg, rd Adοον τέννν ειωꝓνον anführt, wofür in einer Pariser Hdschr. babus steht. Daſs dieses basus nichts als vasus ist und nicht vielmehr= bassus, einem volkstümlichen Ausdruck für crassus ¹), der oft in den Glossen erklärt wird(vgl. Loewe Prodr. 66), zeigt nicht nur die Fundstelle, sondern auch der Gebrauch von vasa bei Plaut. und in den Priapeen, vasculum bei Petr. 24, bene vasatus in Scr. h. Aug., wie gr. oxeõꝰog..

librum c. 46(libra st. libros Bücher'), wird aus Lucifer Cal. belegt und steht Gl. II 472, 23 †o cortex, librum, suber in seiner urspr. Bedeutung, III 25, 3. 352, 20. 198, 31 unter der Rubrik de ludo litterarum' librum: S Alov(in derselben kommen nur Nominative vor). Khnlich clustrum = lvorno II 351, 8, cultrum II 449, 10= G†fαpie, III 369, 7= ud⁴ναα, cultra œem α⁵ες II 365, 35 u. a., Anecd. Helv. p. 41, 32 und Ars Aspri p. 549. Umgekehrt Nom. amphitheater Petr. 45 nach Buechelers wahrscheinlicher Konjektur für das überl. amphitheatur, s. Rh. M. 49, 175, wo auf Chronogr. ed. Mommsen p. 646, 7. 647, 21(= Monum. Germ. hist. ant. IX p. 145, 21. 147, 16) und Inschriften verwiesen ist. raster neben rastrum(auch Gl. II 277, 33 dinella rastrum hic raster; 169, 4 u. 5.), candelaber bei Arnob., scalper bei Cels., arater in einer alten Formel bei den Gro- matikern(ua falæ et arater ierit), und in Glossen plauster II 589, 56 und cereber 100, 5, was Caper p. 103, 6 tadelt.,

nervia st. nervi c. 45, aus Varro(sat. 368 Buech.) von Nonius angeführt, in Glossen II 133, 44 nervia(cod. nerva, corr. Scaliger): vsöoꝭ; III 312, 14 veöoa nervia= 351, 16, dagegen 176, 38 u. ö. nervi. Vgl. III 589, 39. 560, 38. Lebt im Rom. fort: sard. nervia, span. nervio.

quisguilia st. quisquiliae, aus Vict. Vit. und anderen Späteren belegt von Appel, de genere neutro intereunte p. 76, in Glossen II 167, 46 quisquilia: oxνᷣada, zweifelhaft V 386, 22 quisquilia: Stercora, da p. 327, 18 in einer vollständigeren Uberl. quisquilias steht(auf Vulg. Am. S, 6 gehend?).

statunculum c. 50, Dimin. von statugFigürchen mit Genuswechsel, wie er bei den Dimin. nicht selten ist. Belegt aus Donatus C. Gr. L. IV 376, 9, wo freilich die Worte statua statunculum in den besten Hdschr. fehlen, aus Tertullian, Cyprian und Späteren, s. Friedländer*) und Appel a. a. O. 56. In Glossen: III 170, 47(de aedibus sacris) dvοοσεντᷣεοα statuncula, dagegen 238, 62 dνοοανio statunculae mit dem Geschlecht des nomen primitivum wie in einer afrik. Inschr. C. I. L. VIII 18233 (anderes bei Du Cange). Aber C. Gl. V 266, 21 antes(i. e. antae): statuncula vel subpostura ubi libet ist wohl das Neutrum gemeint und subposturia(= oria) zu ändern, vgl. V 297, 28 fulcimenta: subposituria, III 369, 47 subposturiunm: urodeuoᷣœlα. Daneben findet sich endlich auch noch statunculus. Anecd. Helv. p. 239, 16(unter dem Text) und in einer hdschr. Bemerkung zu Nonius im Archiv IX 599. Khnlich staticulum und staticulus, gleichfalls von statua abgeleitet, s. Rönsch Itala p. 38 und Bonnet, le latin de Greg. de Tours p. 460. Vulgäre Nominativformen.

Jovis st. Jupiter c. 47 und 58, alter- und volkstümlich, s. Georges Lex. d. Wtf., wo man hinzufügen kann: Schol. Bern. Luc. I 535. V 71. VI 809. VIII 865. Isid. VIII 11, 34. C. Gl. III 8, 29 ff.= 82, 60 ff. u. ö., II 585, 5 Juppiter: Jowis, Not. Tir. 81, 72. Mommsen zu fast. chron. a. 354 p. 611. Ebenso

bovis st. bos c. 62, von Georges aus Varr. I. l. VIII 74 citiert, wo es aber als offenbare Interpolation in nur einer Hdschr. erscheint, und Vergil. gramm. p. 38, 6 ed. Huemer. In Glossen: III 18, 22 Soëög bovis= 320, 19. 511, 37, dagegen z. B. 90, 34 Soðg. bos.

volpis st. volpes c. 58, bei Avian. fab. 40, 7 durch das Metrum gesichert, in den Hdschr. des Phaedrus auch oft gegen das Metrum(s. Neue 181), dann bei Porf. Hor. sat. II 5, 56. In Glossen: III 431, 18(dJ6). 18, 45 und 361, 28(dlννι⁸). Verworfen wird die Form App. Prob. 198, 14

1) Vgl. z. B. auch Heinrich zu Juv. VIII 209: Der alte religiöse Name war phallus, dann gab es andre lächerliche Benennungen, wie bassus, gemacht aus zœæxus, crassus u. s. w. Derselbe Gelehrte erklärt das frag- Tiche habus als durch die gemeine Aussprache aus dem Adj. habitus verkürzt. S. auch Scal. ep. 334.

2) In der ebenda citierten Stelle Ps. Cypr. de al. 7 in statunculis(das in den Hdschr. folgende simulacris hat Miodonski als Glossem gestrichen) ist das Geschlecht nicht zu erkennen, desgl. C. I. L. VIII 2601 areas cum-is.

3 6*