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Caper C. Gr. VII 93, 13 dico me victurum, dico lum viclurum, non vincilurum. sic guogue ficturum et picturum dicendum, non pinciturum-æ so nämlich schreibt Keil zwar im Text nach dem cod. Montep., vermutet aber nach den Spuren der übrigen Hdschr.... non vincturumd,... non Chincturum ety pin- clarum. Wenn vinciturum richtig ist, so kann es, falls die Notiz auf den echten Caper zurückgeht, auf die Petronstelle sich beziehen; vgl. Paul von Winterfeld im Hermes 33, 506 über ein anderes Petroncitat des Caper. Ist die Notiz späteren Ursprungs, so kann sie auf Jul. Val. gehen, aus dem auch C. Gr. IV 557, 25 eine Stelle citiert wird.
b) Das Nomen.
Weit reichere Ausbeute ergeben die Glossen für das Nomen. Ich beginne mit der der Volks- sprache eigentümlichen Vertauschung der Geschlechtsendungen des Substantivs.
intestinae Petr. 75, wobei wohl ein Begriff wie partes gedacht ist. Georges citiert noch Apic. II 59, wo Schuch über hdschr. Spuren dieser Bildung handelt; vgl. III 364. 371. Die Glossen bieten: Plac. V 83, 17 matia: intestinae etc.(s. oben p. 16), III 86, 11 unter der Rubrik'de mem- bris humanis' intera¹): intestinae, während z. B. p. 13, 1 regelrecht kvreoa intestina steht; p. 602, 15 ilius(iliacus?): tumor vel inplicalio intestinarum(v. l. sentinarum= sk., s. u.), 599, 41 dissenteria: ulce- ralio intestinarum(v. l. in sentinarium), Sing. 601, 39 iliocol: debilitatio sentines et vesicae, viell. auch II 86, 52, wenn dort intestinae kyncra, wie ich vermute, für insetie éyneerat zu lesen ist(vgl. p. 90, 39 intestina kykcrc). Auch C. Gr. L. II 213, 2 findet sich die Var. intestinarum. Inschr. findet sich der Acc. itestinas Lao in einer bleiernen Verwünschungstafel C. I. X 8249. Im Volksmund wurde dann intestinae zu stentinae verdorben: C. Gl. III 176, 51 dvreo« stentinge= 350, 5, vgl. 395, 10 stenta, 605, 38 stentinis: intestinis minoris et maioris und Schol. Juv. II 86 abdomine: pinguediine aut stent in his²), d. i. stentinis, nicht intestinis, wie Schopen nach Schol. Vall.(p. vel intestinis) änderte, nachdem andere Kritiker unglaubliche Konjekturen vorgebracht hatten. Stentinae scheint zu erklüren aus istentinae für intestinge mit Metathesis von a und s der beiden ersten Silben und der bekannten Aphäresis von i vor s impurum. Span. und port. lebt noch intestinos, ital. intestini fort. ³)
rapa c. 66= rapum, scheint später die übliche Form gewesen zu sein, vgl. Georges Lex. der Wtf., der u. a. Ed. Diocl. 6, 18 anführt. In den Glossen fast stets: II 168, 54 mit„opyyuln erklärt, ebenso 264, 19. III 16, 30. 185, 42. 612, 40 u. ö. Caper C. Gr. VII 117, 7 verwirft dieselbe.
striga c. 63= striæ„Ohreule“, bez.„Nachtunholdin“, verworfen von Charis. p. 109, 14 strigem hanc in significatione avis dicas(bis dahin auch C. Gl. V 579, 41, wo stige im Lemma überl. ist);
navo auæilio:? forti auæxilio= Jul. Val. I 36, p. 421, 39 repatriat= I 13, p. 421, 42 recursant: remordent, recur- runt= II 28 recursabant, viell. auch 411, 24 famulitiumn= I 28; 408, 8 cluit= I 7. III 14. 38; 415, 40 melos = 1 52. Möglicherweise gehören hierher auch die im Liber gloss. und anderswo überlieferten Glossen zu zwei Wörtern, die nur bei Jul. Val. vorzukommen scheinen und bei Georges noch fehlen: lusitatio: lusus brevis Gl. V 219, 35= Jul. Val. I 37 und industriari(-e codd.): docere 210, 45= I 7.
1) Vgl. die in Hdschr., z. B. auch Petrons und der Glossen(IV 337, 36; cf. II 89, 18 interatum εν 180⁴⁶ι ⁸εν*) gewöhnliche Schreibung exintero, die Caper C. Gr. VII 109, 13 zu verwerfen scheint, doch steht C. I. IV 1377 exenetratu(sic). Die in Hdschr. des Apicius(s. u.) erscheinende Form extentero findet sich auch Vulg. Tob. 6, 5 extentera hunc piscem, worauf wohl die Glossen V 358, 26 extentera: anseot(angels.) und 619, 12 eætentero: aperio gehen, vgl. Ahd. Gl. I 475 fg. Auſserdem Macr. sat. VI 4, 2 in einem Vers des Lucilius exten- terat, was Eyſsenhardt richtig in exenterat geündert hat(vg. extenderat, ohne Sinn). Auch in extempero, das aus den Lexicis zu streichen, ist das Verb in Hdschr. des Apicius verdorben(vgl. Schuch c. 43. 231. 372. 375).
2) So legte sich ein Abschreiber das ihm unerklärliche Wort zurecht. Ahnliche Korruptelen Flor. p. 22, 25 ed. Jahn im Naz. portarent in his st. pro Tarentinis, p. 23, 18 codd. Jordan. haros in his= Arusinis u. a.
3) Die aufserdem in Glossen vorkommenden Bezeichnungen für„Eingeweide“ sind, von den bekannten abgesehen: interanea(Col., Plin., die späteren Mediziner u. s. w.) II 89, 18. III 176, 53; intralia V 561, 40(vitalia, intralia V 561, 40(vitalia, intra alia cod.), beide romanisch, ital. entragno(Lex Sal. XVII 4 intrania), frz. entrailles, wie auch burbalia, frz. brouailles V 173, 4. 614, 4. II 477, 49(uubalia), was m. E. durch Dissimilation aus vulwalia im Volksmund entstellt ist(vgl. oben S. 28 steriles: intestina und die Schreibung bulba Ed. Diocl. IV 4, ja für vpulba spricht Havet Arch. IX 423). Ferner oitalia Gl. III 248, 48 gecsrgo interanea, vitalia und V 561, 40. 543, 5 u. ö., wie Scr. h. Aug. 17, 16, 5, wo auch sachlich kein Grund zur KAnderung ist, Quint. decl. p. 237, 6. 378, 15 ed. Ritter, Vulg. Ex. 29, 22 u. 5. Isid. XI 1, 116. Uber tintinnabulum= 2½ ½οεανς l. III 311, 34 s. Funck Arch. VIII 394. Ganz unklar endlich ist vistilia Osb. 627(frz. vetille„Kleinigkeit“? Diez leitet dieses von vitilia, Körting von vestilia ab, vgl. Not. Tir. 41, 81 fg. vestilis, vestilium).
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