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2 (1850)
Entstehung
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unde haben, daher der neueste Herausgeber Holder nach Beck dam est abunde schreibt, weniger wahr- scheinlich, selbst wenn man das Fehlen von abunde bei Porf. nicht in die Wagschale legt. Scheffer vergleicht Ter. Ad. I 2, 42 est unde haec fiant und Plaut. Capt. 850 scis bene esse, si sit unde. ¹) Auch alt- und neufranz. sagt man'il a de quoi', s. Diez, rom. Gramm. III4 231.

XLVII. nec medici se inveniuntdie Arzte finden sich nicht zurecht. Vgl. Plin. med. I 25 Rose: malti medlici se medicos adversum hoc malum non inveniunt. Anderes bei Friedl. und bei Ruhnken zu Ov. her. XV 113.

nemo solide natus est. Obsequens in seinem Prodigienbuch c. 26 und 40: puer Ssolidus posteriore naturae parte natus(vgl. Cic. div. II 70, 145 obsignata natura). Zum Adv. solide bietet eine treffende Parallele Suet. Vesp. 23 de quodam procerae staturae improbiusque²) nato= improba natura praedito, wo man für nato viele unnttze Anderungen vorgebracht hat. Wie es scheint, ersetzt natus ein nach anderen Analogien zu erwartendes naturatus.

XLIX. fieri solet, Redensart der Fürsprache. Sen. contr. II 12, 10 nihil peccaverat. amat meretricem: solet fieri u. s. w. Don. Ter. Phorm. II 1, 16 quod a precatoribus dici solebat, hoc dicit- communia esse, et hieri posse.

LVII. lorus in aqua, lentior, non melior: die Form der Rede sieht familiär aus, vgl. Tac. h. II 38 post quos Cn. Pompeius, occultior non melior. Reiske hat in die 2. Burmannsche Ausgabe sein lentior canihelio eingeschwärzt..

LIX. semper in hac re qui vincitur vincitder Klügere giebt nach. Ahnlicher der Form nach als die von Otto Sprüchw. s. v. vincere 2. citierten Stellen ist Publil. 398 Ribb. non vincilur, sed vincit qui cedit suis.

LXVI. de melle me usque tetigimit dem Honig feuchtete ich mich gehörig an(Priedl.). Von den älteren Kritikern wurden die Worte für verdorben gehalten. Vgl. Ps. Plin. II 12 lingulae praecantatio?: duabus manibus tangis de melle et dicis haec ete., Anth. 29 cum assantur(columbi), de salimuria lene tangantur, Apic. 401(leporem) oenogaro tanges. Tangere kommt hier tingere nahe, eine Vertauschung, die offenbar begünstigt wurde durch contingere(Apic. 295 petasonem melle continges) und zu der sich Ansätze schon früh zeigen; vgl. Heins. zu Ov. fast. IV 740.

II. Formen- und Lautlehre. a) Das Verbum.

Charakteristisch für die Sprache des Plebejers bei Petron ist besonders die Verwechslung der Genera verbi. Er setzt Deponens st. Activum: rideor st. rideo, fastidior, delector c. 45 u. 62, letzteres auch C. Gl. II 233, 41. IV 437, 39 und Vulg. eccl. 26, 16 im cod. A(s. Thielmann Arch. VIII 513), somnior c. 74, was Caper C. Gr. VII 95, 1 ausdrücklich verwirft, während C. Gl. III 464, 12 (exc. Steph.) somnior: ⁴εκρμ⁴αέ zu äündern ist in sonior) nach 417, 16 fg. soniaris àεειανασςσ u. s. w. sowie

1) Vulgär ist gewifs auch der Gebrauch des Inf. nach habeo unde, der von Rönsch It. 430 und coll. phil. 133 aus Bibelversionen(wie Luc. 14, 14 non habent unde reddere tibi) und Anon. Vales.§ 82 nachgewiesen ist, übrigens auch im Deutschen und Franz.(avoir de quoi vivre) sich findet. Schol. Juv. VII 87 schwanken die Hdschr. zwischen habebat unde se sustentare und se sustentaret, dagegen deutlich noch in den leges des Langobardenkönigs Ratchis c. 10 si habuerit unde componere. Analog ist habeo quod dicere bei Gapitol. Max. duo 29, 5 und Kirchenschriftstellern, s. Petschenig Progr. Graz 1885 p. 12, der mit Recht die Überlieferung bei Capit. verteidigt. Vgl. überhaupt Diez, rom. Gramm. III4 230 fg.

2) improbe= übermälsig, vgl. Charis. p. 102, 3 pisces improbius labrati.

3) Etwas anders Varr. r. r. I 6, 2 ager male natus. Hor. od. IV 4, 36 bene nata, Schol. Juv. XI 154 ingenui pudoris) modesti, bene nati, wie denn benenatus im Mittelalter häufig= e5y gv*ſs, s8. Du C.

4) Die in diesem Abschnitt behandelten Formen kommen ausnahmslos in Reden der Plebejer bei Petron vor.

5) sonior liegt dem frz. soigner zu Grunde, wie sonium soin. Letzteres erkannte schon der alte Wet- stein in den Prolegg. in N. T. 1730 aus der Wiedergabe von εοωρνκα durch sonium im Cambridger Evangeliencodex Luc. 21, 34. Andere Zeugnisse hat Buecheler Rh. M. 42, 586, der auch über den fraglichen Zusammenhang mit sentum sich ausläſst, zusammengestellt. Dazu kommen die obigen Glossen und IV 352, 33 incuriosus: sine sonio, wo Hildebrand sine cura ändern wollte.