Druckschrift 
2 (1850)
Entstehung
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VI 142= Anth. lat. ep. 1317) cum vivis benefac¹), hoc tecum feres und verweist auf seine Sittengesch. III 741 A. 5. KAhnliches bei Buecheler zur Anthol. lat. ep. 187 quod comedi et ebibi, tantum meu est.

XLIV. serva me, serbabo te. Wegen der Redeform vgl. die auf Ringen häufige Inschrift ama me, amabo te, s. Le Blant, 750 inscr. de pierres gravées n. 144.

LVII. assem nemini debeo. Vgl. C. I. VI 21975= Anuth. lat. ep. 67, 4 nemine unguam debui, Cic. Verr. Act. II 2§ 24 debebat nullum nummum nemini.

LXIII. omnium numerum pin allen Stücken perfekt(numerum= numerorum), ebenso c. 68, durch Konjektur aus o. nummorum hergestellt. Numerum omnium findet sich auf einer im Rheinland gefundenen Verdienstschnalle, mitgeteilt in den Bonner Jahrb. X0 29 A. 3.²) Omnibus numeris absolulas u. à. bei Cic.

CXI. lacrimas commodaremit jmd. weinen. Schon ältere Erklärer haben gegenüber Anderungsversuchen auf Don. Ter. Andr. I 1, 82 collacrimabat)... alienis lacrimis suas commodabat verwiesen. Vgl. aufserdem die Grabschrift C. I. X 1275, 7= Anth. lat. ep. 213 ut meretur anima, lacrimam accomoda(Mart. VII 96, 6 da lacrimas tumulo, gqui legis ista, meo, Querol. p. 45, 8 Peiper lacrimas demus funeri).

Anhangsweise seien zum Schluls noch einige weniger beachtete Redensarten der Umgangs- sprache durch Parallelen aus meist späten Schriften erläutert:

VI.*gibi notare aliquid, ebenso c. 103 und 111 statt des gew. notare, über welches man Friedl. vergleiche, im Sinne des einfachen animadvertere. Ebenso Hist. Apoll. 13 p. 25, 2 Riese ed. II cum rex sibi nolasset iuvenis velocitatem, und Paris. Der Epitomator des Val. Max. hat V 7 ext. 1 für das animadvertere seiner Vorlage sibi notare eingesetzt. C. I. L. IV 1595 serpentis lusos siquis sibi forte notavit. Dagegen steht an den von Burmann citierten Stellen notare ohne Dativ= animadv. oder es bedeutet sibi notare daselbstsich etw. aufzeichnen odersich etw. einprägen, wie auch in den Stellen bei Rönsch It. 373.

XXXIX. qui me hominem inter homines esse voluit, ebenso c. 57 homo inter h. sum, 74 ego te hominem inter h. feci, nach Friedl. eine wohl unter Sklaven und Freigelassenen besonders ge- bräuchliche Redensart. Vgl. Tac. hist. IV 64 liberi inter liberos eritis, Herond. mim. V 15 œœν dSeio ⅜̈υνιουμναοας.

XLIV. opertis oculis findet sich nicht nur bei Sen. tranqu. an. I 16, was Friedl. anführt, sondern auch ben. IV 37, 2. Quint. XI 3, 76. Juv. VI 432 und wohl zuerst bei Pompon. com. 100 Ribb. Ottos Bemerkung(Sprichw. s. v. oculi 7), clausis oculis sei das gewöhnliche, ist also mindestens, wie anch seine Beispiele zeigen, auf die spätere Zeit zu beschränken.

XLIII. malam parram pilaviter hat Unglück gehabt(die parra war dem Volk von böser Vorbedeutung). Vgl. Isid. XII 7, 71 proverbium apud antiguos erat emalum sibi avem cacare.

XLV. oro te, melius loquere. Don. Ter. Andr. I 2, 33 bona verba, quaeso est sονρσρσσάηόό⁶ ο quasi dicat omeliora loguere, rogo te', Sonst bene dice Plaut. Cas. 346 u. 5., melius ominare Plaut. Rud. 337. Cic. Brut. 329. Apul. met. I 22(meliora), gr. sd†αρνέαι ενꝓρσρα mπρρνε(Trag.).

quod hodie non est, eras erit- sic vita truditur, nach Buech.(membra poetae'. Vgl. die umgekehrte Wendung in dem Zauberspruch bei Ps. Plin. I 4 hodie quod est, cras non est.

habet undeer hat die nötigen Mittel. Porf. Hor. od. I 3, 15 dum res et aetas etc.] hoc est, dum est unde, et dum per aetatem haec decet facere ete., wo die Hdschr. allerdings noch et vor

1) Friedländers Ergünzung Ctibi, namque) ist unnötig, s. oben zu c. 71 suaviter sibi facere. Im Stein ist auch keine Lücke.

2) Diesen Nachweis verdanke ich Segebade-Lommatzsch, lex. Petron.(1898) s. v. numerus. Sprich- wörtlich war gewils auch oinum oita est Petr. 34, doch hat sich das Wort in dieser Form bisher noch nicht auf Bechern oder Schalen gefunden. Täuschend ist auf den ersten Blick, was auf einer mit grölstenteils rätsel- haften Figuren gezierten Schale in Worms(Weckerling, röm. Abt. des Paulus-Museums II p. 110) am Rande eingegraben steht: VINUM, dann fehlen 3 Buchst., dann ITA, hierauf fehlt wahrscheinlich wieder ein Buch- stabe. Nimmt man, was bei der häufigen dekorativen Verwendung von Inschriften nicht durchaus notwendig ist, Beziehung der Inschr. auf die Darstellung an, so möchte man wohl eher als an vinum sanitas an vinum veritas denken und in der nackten Dame die nuda Veritas(Hor. carm. I 24, 6) erkennen wollen; vgl. Alcaeus fr. 57 B. oOlvog, tle, uul dadνεα, Plin. n. h. XIV 141 vulgo veritas iam attributa vino est u. a.