machen, dals aus demselben Kapitel des Petr., wo anathym. sich findet, eine verhältnismälsig grofse Anzahl seltner Wörter auch in den Not. Tir. begegnen, wie malicorium, empticius, minutalia, potiun- cula, petauristarius, aus anderen Partien die nur oder fast nur bei Petr. vorkommenden debattuo, cucumaula, basiolum, scissor, canlurio, saplutus, tonstrinum, crotalia(kann aus Plin. stammen), Sester- kiarius, arcisellium:- die beiden letzteren auch in den Glossen, wobei es zweifelhaft ist, ob sie aus diesen in die Notae oder umgekehrt gelangt sind. Den Verdacht zu bestärken scheint vielleicht man- chem das satirigon 106, 26 geeignet, das zwar Kopp als satyrion, Schmitz als satiricon sc. genus¹) falst, aber auch als Gen. Plur. auf den Titel vieler Petron-Hdschr. Petronii Arbitri satiricon und bei Mar. Vict. C. Gr. VI 153, 33 Arbiter Satiricon(sonst nicht als Buchtitel bekannt) gehen könnte, wofür es freilich belanglos ist, dafs auch Petronius(und arbiter) in der Sammlung der Noten vorkommt, wührend freilich spezifisch Petronische Eigennamen daselbst ganz fehlen. Aber fafst man auch alle diese Momente zusammen, so genügen sie m. E. doch noch nicht, die Benutzung des Petr. in den Notae zu behaupten.
b) Redensarten, Formelhaftes, Sprichwörtliches.
Das in diesem Abschnitt behandelte Material gehört mit verschwindenden Ausnahmen Abschnitten im Petronius an, in denen Personen niederen Standes reden. Ich beginne mit der Ausnutzung der Glossen.
XXVII. raguam poscere ad manus. C. Gl. III 288, 20(Montp. Schulgespr.= p. 658) = 514, 71 d S0c% elg zeioag da aguam ad manus, 439, 56= Gl. Lois. 474, 2 aduam manibus 66% ο Teioae, 219, 20(Münch. Schulg.) dére 60ο ele geioag date aquam manibus(= p. 653), dagegen 234, 16(Eins. Schulg.) d. a. ad manus und II 20, 26 adqua manus vlipaodar(Vollständig etwa da a. m. dòg v.), wo ältere Kritiker aquam manibus, Buecheler aquam in manus korrigiert. Letztere Redeweise finde ich nicht in Glossen, wohl aber*) im sog. Caper C. Gr. L. VII 92, 8 in manus aquam poscimus. veteres autem daquam manibus pedibusque' dixerunt, wozu Keil nichts bemerkt hat, obwohl hier, wie anderwürts vielfach von ihm bemerkt ist, die UÜbereinstimmung mit Non. p. 544 (s. v. polybrum) Fabius Pictor lib. XVTI: aquam manibus pedibusque dalo etc. auf der Hand liegt. Der Zweckdativ schon bei Plaut. Truc. 481 date aquam manibus(ebenso Pers. 769), Most. 308 cedo aquam manibus, puere(Pers. 792 ferte aquam pedibus), desgl. Sidon. ep. I 11, 14 kamguam manibus aquam peteret, dagegen V 17, 8 aquam ad faciem petere wie C. Gl. III 284, 46&ls 6ο% ele ö νκν adfer aquam ad faciem, 210, 61 rnGoœα‿§. elg riv Suεν, poposci aquam ad faciem¹), wie auch im Griechi- schen Dativ und Präposition wechseln: Hom. Il. IX 171 gtüore 7ᷣ 56, Ar. Vesp. 1216 06% nœr Jεαοος, was der klassische Ausdruck zu sein scheint, vgl. Klearch und andere Komiker bei Athen. 642 ½, seltner ist αrd Jε⁴οεν s. Cobet novae lect. p. 4.
XXXVIII. sibi non male velleb)„sich das Beste gönnen“. Vgl. C. Gl. IV 529, 36 im- probus: inconsideratus vel qui soli sibi vult bene. Gewöhnlich von dem Wohl- oder Übelwollen gegen andere, wie oft bei den Komikern, z. B. Plaut. Pers. 820.
XLIV. domi gaudere„sich im Stillen freuen, sich ins Fäustchen lachen“(domi wie in domi nasci), sonst in sinu g. Vgl. C. Gl. IV 86, 49 hilarens(hilaris 444, 34): apud se gaudens.)
1) Genitive finden sich auch sonst in den Not. Tir., z. B. elogii 76, 34, und so erkläre ich precum 67, 4 vor preconium, wo Kopp praeconium und praeconinum vermutet, Schmitz biols precum für verdächtig hält; vgl. die häufige Uberschrift Exemplum precum, z. B. Bruns, fontes juris p. 4215.. 4
2) Vermutlich auch Petr. 34 duo Aethiopes... vinum dedere in manus, aquam enim nemo porrexit. Anders c. 31 pueris aquam in manus infundentibus, wo der cod. Memm. a. manibus hat.
3) Dagegen ist manibus bei lust. XLIII 3, 11 agucm manibus porrigere ein Glossem, das den maſs- gebenden Hdschr. fremd ist. 3
4) Vgl. noch p. 287, 27 0669 G⁴ 6ι 6ννν τπποο⁸ε rijv d da mihi linteum ad faciem, 289, 4 d68 Tε.αοο dꝓιον da mappam ad manus..
5) Die Stelle lautet in der Überlieferung est tamen sub alapa nec vult sibi male. Dals hier sub alapa esse keine befriedigende Erklärung zulälst, führt Friedländer aus und verlangt nach dem Zusammenhang eine Bezeichnung der Aufgeblasenheit, wie in Hirschfelders paläographisch allerdings unwahrscheinlichen Konjektur est tamen subflatus. Sollte nicht subalapo oder subalapator zu lesen sein nach einem von Rönsch, Rh. M. 1879, 632= coll. phil. 25 besprochenen und unter anderem aus Glossen belegten vulgären Verbum alapari= gloriari, se iactare(spanisch alabar)? Vgl. das Subst. alapator, C. Gl. III 372, 56 mit uuvxnris erklärt, und Bildungen wie subsannator u. ä..
6) Dagegen ist Catull 22, 17 tam gaudet in se tamque se ipse miratur, das z. B. auch Riese so er-


