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2 (1850)
Entstehung
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meinen Beifall auch bei den neueren Editoren gefunden. Die Anderung ist durchaus sinngemäls und läſst sich paläographisch auch durch die Annahme rechtfertigen, daſs einem Abschreiber die Worte ila bene moriar cet. in c. 58 zur Unzeit in den Sinn und in die Feder gekommen seien. Nichtsdesto- weniger kann man der Tradition noch näher bleiben und zugleich eine dem plebejischen, halbgriechi- schen Sprecher nicht übel anstehende Bildung gewinnen(vgl. auch fulcipedia c. 75, caldicerebrius c. 45), wenn man mit Tilgung nur eines Buchstabens benemoria schreibt. Die Vermutung ist schon von Orelli beiläufig ausgesprochen, und ich selbst bin auf sie durch folgende Glossen des III. Bandes geführt: III 333, 41 unter'de moribus humanis' dvνέςωντοοσπωοαο) malemorius, 432, 4 unter der Rubrik ede iumentis'(d. h. Pferde, Esel, Maultiere) œιοσονalemorium hinter suiviov mite. Khnlich ist bene- memorius, bez.-a(neben bonememorius u. ä.) auf gallischen Grabschriften(die früheste vom J. 492, s. Le Blant. inscr. chrét. de la Gaule n. 32) als ehrender Zusatz zum Namen des Toten, das sich entwickelt, hat aus dem urspr. Gen. bonae memoride, s. C. I. XII p. 964. Schuchardt Vok. I 176. III 90. Ferner aus Glossen II 319, 15 5*τ66m w₰ bonifacies(vgl. 30, 26 bifaæ: lxoναοο, dνππινοωmQς,*rég), 318, 35*⁵μαοοσο bonifatus, was vermutlich ²) nicht verschieden ist von bonifatius, das als Eigenname aus christl. Inschriften, entspr. griech. Eöruxijg, wie auch Malifatius(auf ein malefatus= unglücklich, Böse- wicht führt auch das Rom., s. Gröber Archiv III 522) bekannt ist und erst in späterer Zeit, wo t vor c mit folgendem Vokal sibiliert wurde, Bonifacius geschrieben und fälschlich alsWohlthäter gedeutet wurde, wie Pott zuerst gesehen hat und jetzt allgemein angenommen wird. Zweifelhaft ist honisperius Gl. III 331, 46 fg.&rν⁶εέέοο bono peritus(t von 2. Hd., wie es scheint, übergeschr.), mο eεεαο bonis perius, 519, 34 2α⁴ιεέέιοο bonosperius, rridsioe bonisperius. Denn obwohl bonisperius sich deuten lielse nach der archaischen Flexion spes, speris st. spei, so liegt es doch näher bono perilus und boni peritus(vgl. iure peritus und iuris p.) als Nachbildungen etwa des Gegenstücks drεεο̈νν‿αννοσ zu verstehen; vgl. Osb. p. 292 infrunitus: in malo peritus. Von Kompos. mit male- mögen noch hier erwähnt werden malibarbius: dοσασοοανꝓ I 329, 63, häufiger in der Form male- oder malibarbis(s. Funck Archiv VIII 379), die neben inbarbis steht wie maleformis dνσeρμοσσ I 126, 29, wœuαναόιμοοσ 336, 49 neben informis. Alle diese Bildungen stehen wohl unter dem Einfluſs des Griechischen und kopieren die entsprechenden griechischen mit ed- durch bene-, bez. boni, mit zœxνο- durch male-, bez. mali(Adv. Adj.). Die Ableitungen von Verben, wie bene-loquäus neben boniloquius, die Arch. II 267, bez. I 262 belegt sind, u. a. will ich hier übergehen.

LXIX. agaga. Die Glossen, zum Teil schon den alten Erklürern bekannt, bezeugen nur das Dim. agagula. Sehr oft ist es mit lenocinator erklärt, z. B. IV 13, 22. V 589, 19(wo pantomimus hinzutritt), 589, 19 conciliator, id est leno, 164, 43 vanus, fornicator, einmal auch in einer Form, die auf eine bestimmte Stelle eines Schriftstellers deutet, p. 652, 12 agagulis: lenonibus;, endlich 297, 47 ganeones: propinarii³), ubi et agaguli, wo qui et⁴¹) agaguli(Masc., entsprechend si adulteram, si male-

sivitillus, 316, 2 gygvrovg sibit., 372, 23 in den Excerpta Stephani subitillus vνdvros, letztere Schreibung auch bei Athen. ν ετυν2νlν das dort nach kyxvros und cνοιρεεέκν*ε(criblitc) unter der Rubrik&u ruοοοένεrx πx uornoæ 1dos steht, und in den Tiron. Noten 109, 35 subitillum zwischen fabum= fawus und mustacium, wo nur wenige Hdschr. sib. haben, keinesfalls aber mit Schmitz ein fingiertes sorbitillum zu setzen ist. Das ist das gesamte Material, soweit es mir bekannt ist. Unklar bleibt dabei die Etymologie. Rönsch in Ztschr. f. österr. Gymn. XXXVI 824, der nur von der Stephanus-Glosse spricht, erklärt zvd'uros, das, wie man jetzt sieht, aus syxvros verdorben ist, höchst sonderbar=mit stürmischer Eile hergestelltes Gebäck und leitet subitillus dementsprechend von subitus ab. Mit mehr Wahrscheinlichkeit vergleicht Buecheler, Umbrica p. 55 das Gοο- Bérolloy bei Ath. mit subucula, das nach Aelius Stilo bei Fest. 309 eine Art Opferkuchen bedeutet.

1) Das Wort(von dvrοεαeισααα*) fehlt in vielen Lex. S. noch III 373, 18 dvévroowos inreverens.

2) Denkbar wäre ja boni fatus(vgl. ebenda p. 320, 40 τοοπς bont coloris, 337, 49 αα οπσοε boni moris, Z. 2 œανντοοπσοο mali moris, vgl. Tac. a. I 35), wenn man fatus nach 4. Dekl. flektiert nimmt, wofür freilich nur ein Beispiel aus Ammian citiert wird, wo der Abl. fatu, der leicht durch fato zu ersetzen ist. Sonst ist Nom. Sing. fatus häufig(s. unten S. 42), der die Dekl. nicht erkennen lälst, nach allen Analogien aber der 2. Dekl. zuzuweisen ist; vgl. noch Fata= frz. fée in Inschr., genius u. a.

3) Volksetymologisch für popinarii. Isidor war der entgegengesetzten Ansicht, denn er schrieb gewils, wie überliefert ist, XV 2, 42 propina graecus sermo est, qui apud nos corrupte popina dicitur u. s. w., nicht, wie Arevalo liest popina... Propina, was zwar sachlich richtig ist, aber durch die folgenden Worte Isidors, bes. seine Ableitung von xeıνα(vgl. Gl. V 233, 24) widerlegt wird. Inschriftlich belegt die Schreibung Schuchardt I 55, aus Glossen Landgraf, Arch. IX 368. 379. Vgl. noch Gl. III 306, 61 oorlvæ popina.

4) Vgl. IV 187,47 tus: incensum, qui() et libanum u. a. Mit derselben Formel qui et, auch mit vocatur u. a.,