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*sacellus= Saccellus(Cels., August.). Gl. II 176, 36 saccellus αddvνrαον, Not. Tir. 98, 2 fg. sacculus, saccellus(so der cod. Cassel., die übrigen sacellus). Dazu Veget. mulomed. I 52. Ps. Ascon. Cic. Verr. act. I§ 22. Auch saccellum(Plin. Val. II 18): Gl. II 255, 39 Sadlœvrldoν saccellum, III 369, 69 sacc. 6αοσαν, IV 257, 22 u. ö. marsuppium: sacellum(V 523, 44 u. 5. saccellum). Anderswo ist das Geschlecht nicht zu erkennen wie Vulg. Mich. 6, 11 und den Var. bei Rönsch, Itala 94, Schol. Pers. V 112, Cass. Fel. c. 53 sacello(Var. zu sacculo), sowie zweimal bei Corippus, wo säcell. gemessen ist, s. Haupt opp. III 402 und aufser dem schon angeführten noch Hesych. G.αα³αι drou o TOνο⁵ον rεετα, dανονν oolc, und Gl. V 513, 3 sacelliones: sacculos, was falsche Erklärung sein kann, vgl. Osb. p. 192 aedituus: custos aedis, flamen, sacellio. Zur Vereinfachung der Doppel- konsonanz vgl. ofella neben offa, mamilla neben mamma, obwohl sich auch säcalus in einer Weih- inschrift C. I. L. V 6876 gemessen findet, was jedoch durch säcellus beeinfluſst sein kann. Doch schwankt auch auf att. Inschr. odaog und xog: ersteres soll nach Thom. Mag. allein attisch sein, s. Lob. Phryn. 257 und Meisterhans, Gramm. der att. Inschr. p. 38 A. 350.
*clostellum. Nur noch in Glossen: IV 272, 20 pessulam.: clustellum(cf. V 510, 21); V 352, 32 clustella: clusterlocae(angels.), welche Glosse wahrsch.(s. zu dignitosus S. 13) auf die von Paucker suppl. lex. 1. 80 citierte Stelle Aldhelm. laud. virgin. 41 arcarum clustella reserantur geht; V 564, 38 claustella: claustra, clausa, viell. auch p. 617, 43, wenn daselbst, wie ich vermute, clatra: clostella für calta crustella zu lesen ist; V 653, 54 clustra: dlausura ostii cum verriculis suis, unde clustellum, wo nach p. 180, 12 u. a. vermiculis ¹) zu emendieren ist. Auſserdem vgl. Du Cange s. v. claustellum, wo auch Stellen für clust.= corollarium, sequela.
Anhangsweise seien einige seltene Wörter behandelt, die zwar selbst in Glossen u. s. w. nicht vorkommen, aber wenigstens in Analogien:
XXXV. sterilicula, Diminutivum vom substantivierten sterilis sc. vulva suis, wie au‿αliculus, vom subst. açualis, breviculus bei Isid. I 23 von brevis sc. libellus(C. Gl. II 408, 23 wArrdxαν pitta- cium, brevis u. a., wovon unser„Brief“, farticula Titin. com. 90 Ri.). Schon die alten Erklärer citieren die Stelle des Iudicium coci et pist.(s. oben S. 18) v. 90, wo die kinderreiche Niobe um die sterilis bittet: me sterilem Niobe, linguam Philomela rogat me, und die Erwähnung der vuloa sterilis bei Cels. II 24 nebst dem Recept für dieselbe bei Apic. VII 258. Aus den Glossen lernen wir jetzt noch den griechischen Ausdruck und die neutrale Form sterile kennen: III 183, 65 steht unter Schweinernem Greννινυν) sterile vor αᷣνραςα(= roα) vuloa, ebenso in dem alphabetischen Glossar II 437, 31 Gr4νQον sterile, was wir schwerlich verstehen würden ohne die sachliche Einordnung der ersteren Glosse. In mittelalterl. medicinischen Glossen wird steriles mit intestina erklärt, s. Du Cange und vgl. burbalia S. 41 A. 1.
XL.*coptoplacenta nur noch Iud. coci et pist. v. 47, xοπνπιοπαναᷣαςσ von Athen. XIV 647 F. aus dem Pemmatologen Chrysippus angeführt, vermutlich dasselbe oder etwas ähnliches wie copta aus gr. omri, eine Art harten Backwerks, bei Mart. XIV 68 und in dem Abschnitt'de secunda³) mensa' C. Gl. III 15, 40= 372, 27 orn copta.¹)
LXI. benemorius. Die UÜberlieferung sed ego non mehereules corporaliter illam... curavi, sed magis quod bene moriar fuit hat zuerst Hadrianides in bene morata geündert und damit allge-
1) Im Arch. f. Lex. IX 595 hatte ich verticulis vorgeschlagen. Doch C. Gl. III 313, 19 steht Bdασν* vermiculus unter der Rubrik ede babitatione' zwischen Ausdrücken, die sich auf die Thüren und ihren Ver- schluls beziehen, und II 223, 6, von Funck, Archiv VIII 395 übersehen, heifst es deutlicher vermiculi Hdππανοα εένι ron eld ον ν§Glo&ο, was man jetzt wohl nicht mehr mit Salmasius Scr. h. Aug. p. 393 in veruculi ändern wollen wird.
2)= Gr4Ovov, s. oben S. 6 A. 2. Vgl. Steph. thes. s. v.
3) Die Voranstellung des Adj. ist konstant in den Uberschriften der Glossarien des III. Bandes ent- sprechend dem griech. xεο devrdode rourεςα. Sie scheint überhaupt in Verbindung mit mensa die regel- mäſsige zu sein und ist viell. eben aus dem Griechischen zu erklären, indem die Sitte des Nachtisches aus Griechenland kam. Ich setze meine gelegentlich gemachte Sammlung her: Cic. Att. XIV 6, 2. 21, 4. Nep. Ag. 8, 4. Varr. r. r. III 16, 5. Val. Max. II 6, 1. Petr. 68(zweimal). Plin. n. h. XVI 15. XIX 168. Gell. VII 13, 12. XIII 11, 6. 7. Lamprid. Heliog. 25, 9. Al. Sev. 37, 10. 39, 1. Porf. Hor. od. IV 5, 31. sat. I 3, 6. Macr. sat. II 8, 2. III 18, 1, auch inschr. in den Acta fratrum Arvalium vom J. 218. Viel seltener finde ich die Stellung mensa secundae abgesehen von Dichtern Cic. fll. bei Cic. fam. XVI 21, 7. Plin. n. h. IX 120. Macr. II 8,1 u. Varr. ebd.§. 3.
4) Vorhergeht ein anderes merkwürdiges Backwerk, das auch bei Athen. I. c. aus Chrysippus citiert wird, zvrvoltys simitillus, was in verschiedener Schreibung und Interpretation wiederkehrt III 87, 82 Gι τια2ο
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