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2 (1850)
Entstehung
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cessu, vestitu compositi essent'. Dagegen scheine der prosch. in der letzteren non omnino docendi munere caruisse, proptera enim vocatur subdockor'. Mir scheint, dals Sc. den Aufgaben des prosch. der Elementarschule, wie er in der obigen Glosse prosch.= antescol. erscheint, doch zu enge Grenzen zieht. Wenigstens ist der subdoctor einer Elementarschule in den Münchener Schulgesprächen(= p. 646 und coll. Eins. p. 226, 1 ff.), die in ihrer jetzigen Fassung etwa der Zeit des Ausonius angehören mögen, ein wirklicher Lehrer, ein Unterlehrer für die pusilli', die ganz kleinen Schüler, die auf Befehl des Hauptlehrers'iussu magistri' zu ihm gehen und ihm hersagen, reddunt(vgl. frz. rendre par coeur). ¹) Und auch der prosch. des grammaticus bei Augustin und Auson., der antescolanus des rhetor bei Petron. werden wohl im wesentlichen Lehrer gewesen sein. So ergäbe sich als Resultat unserer Untersuchung, dafs die Titel antescholanus, subdoctor und proscholos in den verschiedenen Schulen identisch sind und etwa unseremHülfslehrer oderUnterlehrer entsprechen. Die beiden ersteren, zugleich lateinischen, sind wenigstens für uns nach dem litterarischen Vorkommen ²) die ülteren. secutuleia Ctamguam mulier secutuleia?). Das Masc. scheint herzustellen zu sein in den sog. Glossae nominum, die aus bilinguen Glossen übersetzt sind, II 593, 10 secatalas: gui maiores sequitur. Die ursprüngliche bilingue Glosse ist leider nicht erhalten. Eine analoge Bildung ist locutaleius, deren Non. p. 50, 8 sich als Erklärung des Plautinischen lingulaca bedient und Gellius I 15, 19 als eines beliebten Ausdrucks der veteres nostri' Erwähnung thut und die von Vulcanius auch Gl. II 318, 10 2uAdog effabilis, eloguens, loquaæ, loculentus vermutet wird, wo doch aber wohl loculentas gemeint ist (vgl. IV 110, 37 lucul.: lingua clarus vel dissertus, V 113, 28 loculentus: ling. cl.). Secutuleius verhält sich zu sequaæ(Prop. IV 5, 41 von Medea) wie locutuleius zu loquax. Formell sind auch die Gentil- namen Naevoleius, Septumuleius, Justuleius, Plaguleius, Barbulejus u. a. zu vergleichen, auch legu- leiusGesetzkrämer bei Cic., mendiculeia C. Gl. III 323, 34(ide vestibus') ouνα‿⁵³ον endiculeia, wohl eine Art cento für Sklaven, endlich aus Petron selbst c. 75 sterteia,Schnarcherin, was, wie viele Petronwörter, bei Georges fehlt und viell. mit impeteius: Slauog Gl. II 85, 8(von impetere, vgl. petax), altipetaæ) verglichen werden darf, wo schwerlich impetosus nach III 451, 6 7. 9000¹⁰9 zu ändern ist.

LXXXV.*basiolum, Dim. von basium, litterarisch nur noch aus Apul. met. X 21 belegt. Aulserdem Not. Tir. 88, 64 und auf einem Karneol(bei Le Blant, 750 inscr. de pierres gravées, n. 158) mit der zierlichen Inschrift sand me basiolis.

XCIV.*semicinctium,Schmaler Gurt(Mart. XIV 153 im Lemma u. Vulg. Act. 19, 12). Oft in Glossen, z. B. III 21, 38((de vestibus') gυνzn simicinthium); V 578, 55 semicintium: 2zona minus lata= Isid. XIX 33, 1; IV 169, 19 semicintium: guod dimidium cingit u. a. Not. Tir. 97, 55 semicinctum. Späteres s. bei Du C.

XCV. scordalusZankteufel(Sen. phil. und rhet.), nach der gew. Annahme von xοςον, der späteren Form für Gνα⁶σο⁶σον(vgl. GXοοοεειαν bei Aristoph. vom Futter der Kampfhähne und wegen der Ableitung aoοιςσαo von 6σιυοο, Xoοοσααος u. à. 2). In Glossen z. B. II 592, 38 scordalus: ferorum, d. i. feroc, wie V 243, 20 u. ö. richtig steht(vgl. Osb. p. 563); IV 398, 45 sc.: insopor, incordatus5),

1) Gl. II 232, 36 drcyy εãl drl adμwe‚ reddo, memoro und die von Haupt opp. II 511 ci- tierten Stellen.

2) Schon Cicero engagierte in einem launigen Brief seinen Freund Paetus ad fam. IX 18, 4 als esub- doctor' in der von ihm geplanten Rhetorenschule. C. Gl. III 198, 22 d τοοο⁶ σέμσαο subdoctor im Gegensatz zu acναιmνs praeceptor, zmordzns magister. In den oben citierten Schulgespr. ist subductor mit oroòdοεεαάmQυν wiedergegeben.

3) Von Georges nur aus Fulgentius citiert, steht noch Don. Ter. Hec. I 2, 84; Ps. Acr. Hor. sat. II 6, 66 zur Erklärung von procaces, daher wohl die Glosse V 556, 32 procaces: petaces. Dazu Adv. Comp. petacius bei Avien.

4) Vgl. G..μάαάμαιννιμμον im Original der Bibelstelle und anderes bei Immisch, de glossis lexici Hesych. Italicis in Leipz. Stud. VIII 367. Zur falschen Aspiration vgl. Tαικινανιο und die in Hdschr. häufige Schreibung Berecynthius, die schon Serv. Aen. IX 82 tadelt.

. 5) Nur hier vorkommend= male cordatus. Die Erklärung incordatus rührt, wie Landgraf a. a. O. richtig bemerkt, daher, dals man scordalus von cor ableitete. Man sah in dem anlautenden s ein ex privativum (vgl. egcors), das bekanntlich im Spätlatein und Romanischen durch Aphäresis zu s sich verflächtigt, wie Gl. V 389, 3 sceptor: notarius, 515, 16 scussores: k iacula mittunt, 499, 50 eæperire: spermentare, cognoscere(noch jetzt ital. sperimentare). Isidor hat viele ähnliche Etymologien, z. B. XX 9, 10 sporta... quod eæportat aliquid, vgl. Gl. V 515, 28 speltum: telum, ab eo quod eæwpellitur, vom german. speut zu erklären(Körting s. v.). Insopor findet