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2 (1850)
Entstehung
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prie minutorum lapidum cumulus, vgl. 540, 10 caementum: minutorum lapidum congregatio und II 474, 53 Idαs siler, hoc cementum. Aufserdem ist scrupus ein Cognomen der gens Maecilia.

LXXXI. Fantescolanus des Rhetors Agamemno wird ein gewisser sonst nur noch c. 27 in Begleitung des A. vorkommender Menelaus genannt nach den besten und meisten Hdschr., während andre aut scolanius oder aut scolarius bieten. Niebuhr(kl. phil. Schr. p. 343= Abh. der Berl. Acad. 1822/23) und nach ihm Orelli schlug antescholarius vor, auf Grund der bekannten Inschrift n. 1175 der Orellischen Sammlung= C. I. VI 14672, wo ein stadtröm. Plebejer namens M. Antonius Encolpius in seiner Grabschrift eine hohe pontificibus aut antescolaris Virginum zu zahlende Geld- bufse demjenigen androht, der es versuchen sollte, seinen undankbaren Freigelassenen M. Antonius Athenio in seinem monumentum beizusetzen. Buecheler ist Or. gefolgt, ob mit Recht? Die Be- deutung der antescholarii der Vestalinnen in jener zeitlich¹) unbestimmten Inschrift ist ganz unklar, vgl. Orellis Vermutung. Dagegen ist neuerdings eine Glosse bekannt geworden, die ebenfalls auf antescolanus führt: III 198, 24(Herm. Mon. in dem Abschn.(de ludo litterarum') prostocholos ante scolanum ²), d. i. doch wohl xσνà2οο santescolanus trotz p. 279, 32 π πα049, wo leider das Interpr. fehlt. Dafür spricht auch die Analogie von antepilanus, antesignanus, antemuranus, anteurbanus, ante- porlanus(Beiw. des Hercules C. I. V 5534), wo ante lokal, und antelucanus u. antemeridianus, wo ante temporal ist, während solche Bildungen auf-arius mit ante sonst nicht bekannt sind. Danach könnte antescolanus jemand sein, der in einem Raum ante scholam zu thun hat, womit die Erwühnung eines 000%6110» ³) in dem interessanten Schulgespräch des Stephanus III 380, 60 ff. stimmt: ut veni ad scalam, ascendi per gradus otio*), ut oportebat, et in proscolio deposui birrum?) et demunæi capillos. et sic elevato centrone introivi et primum salutavi praeceplores, condiscipulos cet. Aufserdem finde ich es nur noch in der Reihe Not. Tir. 101, 4 fg. scola, scolarius, scolasticus, proscholis(-us Schmitz mit Kopp), proscholium. Der in diesem Raum Amtierende ist offenbar der οσνπο der Not. Tir. und der obigen Glosse, wo er antescholanus gleich gesetzt wird, wührend er bei Auson. prof. XXII mit sub- doctor identificiert ist(Victorio subdoctori vel proscholo im Lemma) und wohl auch von Augustin, wenn man de serm. apost. 178 no. 8 tam pauper, ut proscholos esset grammatici mit conf. VIII 6(13) subdocuit grammatico= subdoctor grammatici erat zusammenhält. Nach Scaliger, lect. Aus. I 15 war die Aufgabe des proscholos eine andere in dem ludus litterarum' als in der schola grammaticorum et rhetorum'. Der prosch. im ersteren, sagt er, non docendis tam pueris quam eorum moribus prae- fectus erat, ut scilicet concinne ad magistrum accederent, ut togam componerent, ut omni gestu, in-

1) Buecheler, Rh. Mus. LI 472 glaubt entgegen den späteren Ansetzungen früherer Gelehrter bis in die Zeit der Antonine herabgehen zu können. Derselbe weist das in derselben Inschr. begegnende opter= 05 wie subter= Sub aus Grammatikern(Charis. p. 230, 18 u. a.) und Glossen(V 90, 8. 469, 59 u. a.) als eines der zahlreichen im Volksmund lebendig gebliebenen altertümlichen Worte nach. Bemerkenswert scheint mir auſserdem, dafs daselbst opter quod im Sinne von propterea quod gebraucht ist, wohl nach dem griech. lοi. So findet sich das synonyme propter quod Vulg. Act. 18, 10, Schol. Bern. Luc. V 32, Greg. Tur. h. VI, 40(s. Bonnet p. 326) oft in Isidors or. z. B. VII 6, 47. 5, 5. XX 12, 2, wo Arevalo in propterea, ändert, iuæxta quod als

bers. von aα⁵ι Vulg. Act. 2, 24, ebenso secundum quod im Constantinsroman p. 20. Auch amnegavit der- selben Inschr. ist vulgär; Loewe, Prodr. 421 vergleicht és mit der in Glossen häufigen Form amnuere: IV 16, 36. V 345, 24 u. ö. im Lemma..

2) Die Trennung in zwei Worte lehrt den Ursprung der Endung-um. Ahnlicher Abschreibervorwitz zeigt sich Liv. XXXII 11, 9 im Bamb. per noctem st. pernow; Tac. A. XI 14 Med. ab originibus st. Aborigines; Sen. ep. 89, 20 Bamb. a rationibus vestris st. arationes vestras, in Glossen IV 337, 52 ecanguine: pallidus, semipivus st. eganguis, V 346, 30 bona pro scriptoribus st. b. proscriptorum, wie p. 169, 21 richtig steht; 596, 51 deso- lanus: Subsolano(IV 437, 55 subsolanus), III 518, 55&lυναστεε subtectorio. Daher bezweifle ich auch die Richtig- keit der Glosse tetrarcha: subregulo bei Loewe gl. nom. p. 253.

3) UnserVorschule ist daher nur sachlich vergleichbar.

4) Wie silentio u. a. Gl. II 325, 40 hoενμα lente, pedeetemptim, otio, Z. 59 οαυισόα otio. Damit vergleiche man die vielfach angefochtenen Worte Trimalchios c. 51 phialam otio belle correxit egemächlich, mit Seelen- ruhe', denn die von Heinsius angezogene Stelle Phaedr. I 25, 6 quamlibet lambe otio ist zum mindesten kritisch unsicher. Klassisch mülste es freilich per otium heilsen, wie Liv. XXI 55, 1. Gl. II 344, 26 aœrd Gxο per otium, vgl. Val. Max. V 3, 4 per summum ac securum otium.

5) Bez. ein Oberkleid, meist mit Kapuze(cucullus). Im folgenden ist mir demunxi verdächtig; das aτενc der griech. Fassung weist auf demulæi-demulsi, vgl. Not. Tir. 96, 42 fg. mulcit, mulxit, mulgit, mulsit. Oder sollte demungere capillos nach Art von emungere nares gesagt sein? Über centro= cento s. oben S. 8 zu centronarius.