Druckschrift 
2 (1907)
Entstehung
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Sat. I, 6. 9. II, 1. 6. Epist. II. 2. Alle 14 Tage eine Arbeit. Wiederholung der gesamten Syntax. Einiges aus Stilistik und Synonymik. 7 Oden memoriert. Direktor.

Griechisch. 6 St. S.: Plato, Apologie. Homer IliasVI. Sophocles, König Odipus. 2 Chöre memoriert. W.: Biese, Griechische Lyriker in Auswahl, besonders Elegiker und melische Dichter. Demosthenes, 1. Phil., 1. und 3. Olynth. Homer, Ilias VII XII. 50 Verse memoriert. Wiederholungen aus der Grammatik. Alle 14 Tage abwechselnd eine schriftliche Ubersetzung ins Griechische und ins Deutsche. Engelhardt.

Französisch. 3 St. Corneille, Cid. Mérimée, Colomba. d'Hérisson, Journal d'un officier d'ordonnance. Grammatische Wiederholungen, einiges aus Stilistik und Synonymik im Anschluss an die Lektüre. Alle 3 Wochen eine Arbeit. Schumann.

Hebräisch. 2 St. Kombiniert mit Prima 1. Lieberknecht.

Englisch. 2 St. Kombiniert mit Prima 1. Schumann.

Geschichte und Erdkunde. 3 St. S.: Römische Kaisergeschichte im Überblick. Ge- schichte des Mittelalters 375 1272. W.: Geschichte der Jahre 1273 1648. Zahlentabellen. Wiederholungen aus der Erdkunde. Becker.

Mathematik. 4 St. Arithmetik: Schwierigere Gleichungen des 1. und 2. Grades. Zinses- zins- und Rentenrechnung. Kettenbrüche und diophantische Gleichungen. Planimetrie und Trigonometrie: Dreiecks- und Kreiskonstruktionen im Anschluss an die Lehre von der Khnlich- keitslehre(Lieber und v. Lühmann III). Stereometrie nebst Übungsaufgaben. Alle 3 Wochen eine Arbeit.(Ewoldt).

Physik. 2 St. S.: Mechanik. W.: Akustik. Ewoldt.

Sekunda 1. Ordinarius: Professor Engelhardt.

Religionslehre. 2 St. a) Evangelische. S.: Erklärung der Apostelgeschichte nach der Übersetzung von Weizsäcker unter Heranziehung des Urtextes. W.: Erklärung des 1. Briefes an die Korinther. Kirchengeschichte bis 312. Wiederholung von Liedern, Kate- chismus, Sprüchen. Klee. b) Katholische: Kombiniert mit Prima 1. c) Jüdische: Desgleichen.

Deutsch. 3 St. S.: Einführung in das Nibelungenlied im Urtext, Ausblicke auf die nordische Sage und die grossen germanischen Sagenkreise. Hebbels Nibelungen, Lessings Minna von Barnhelm. W.: Einführung in höfische Epik und Lyrik; Walther von der Vogel- weide(im Urtexte). Auswendiglernen von Strophen. Kleists Hermannschlacht. Sprach- geschichtliche Belehrungen. Klee.

Themata der Aufsätze: 1. SchillersJungfrau von Orleans undWilhelm Tell: ein Vergleich zwischen den Haupt- teilen beider Dramen. 2. Welchen Einfluss übt die Natur eines Landes auf die Geschichte seiner Bewohner? 3.(Klassenaufsatz) Welches Bild mittelalterlichen Lebens empfangen wir aus ScheffelsEkkehard? 4. Welche Wandlungen zeigt uns der Charakter Kriemhildens im Nibe- lungenliede? 5.Der Roman soll das deutsche Volk da suchen, wo es in seiner Tüchtigkeit zu finden ist, nämlich bei seiner Arbeit, ein trefflicher Wahlspruch für Gustav FreytagsSoll und Haben. 6. Ein Vergleich zwischen den beiden grössten Gestalten der deutschen Heldensage, Dietrich von Bern und Siegfried. 7.(Klassenaufsatz) Wie begründet Lessing in seinerMinna von Barnhelm den dramatischen Konflikt? 8. Welche religiösen Vorstellungen finden wir in Virgils Aeneis? Latein. 7 St. S.: Sallust, Coniuratio Catilinaria; Verg. Aeneis VIIX(nach Lange). W.: Livius XXII. Cicero, Cato maior. Verg. Aen. XI XII in Auswahl. 50 Verse memoriert. Grammatik: Wiederholungen und einiges aus der Stilistik. Übersetzen aus Süpfle. Alle 14 Tage eine Arbeit. Engelhardt.